14. April 2021
Alles lesen
Hubert Mooser
Hubis Bundeshaus

Es wird immer bunter in Sachen Impfen: Jetzt widersprechen sich BAG-Vertreter und Mediziner sogar bei gemeinsamen Medienauftritten

Es hängt vom Impftempo ab, wie schnell die Schweiz wieder in den normalen Modus schalten kann. In diesem zentralen Punkt versagen Bund und Kantone von Anfang an. Zuerst fehlt es an Impfstoffen, dann trödeln einzelne Kantone.

Den Menschen wurden auch falsche Hoffnung gemacht. Berset versprach zuerst, bis Ende Juni seien alle Impfwilligen geimpft. Später musste er korrigieren. Die Sprachregelung lautete nun, bis Ende Juli seien alle, die es wollen, geimpft.

Diesen Fahrplan bestätigte anlässlich des Points de Presse vom Dienstag auch BAG-Vertreterin Virginie Masserey einmal mehr. Aber dann wurde der Auftritt der Experten etwas bizarr.

Denn neben ihr auf dem Podium sass Rudolf Hauri, der Präsident der Schweizer Kantonsärzte. Und dieser sagte, dass frühestens bis im Herbst alle Impfwilligen gegen Corona immunisiert sind.

Wem sollen wir jetzt glauben, der BAG-Chefin der Sektion Infektionskontrolle oder dem Zuger Kantonsarzt, der wohl näher bei den Leuten ist?

Wen wundert es noch, dass Bundesrat, Kantonsvertreter und das BAG seit letzten Herbst einen Vertrauensverlust erlitten haben. Das zeigen die Umfragen des Bundes.

709 8

10 Kommentare zu “Es wird immer bunter in Sachen Impfen: Jetzt widersprechen sich BAG-Vertreter und Mediziner sogar bei gemeinsamen Medienauftritten”

  • Christian M. sagt:

    Warum die Impfdiskussion 99.85% der Menschen kratzt das Virus nicht einmal. Aufhören Impfen nur die unbedingt will. Gilt auch für alle andere Absurde Massnahmen.

    38
    1
    • mikueder sagt:

      Weil die Pharma und die dazu gehörenden Politdarsteller ihr dickes Geschäft machen wollen. Und vielleicht weil der Billi auch noch seine entsprechenden Pläne damit verfolgt.
      Das man so viele Menschen so leicht manipulieren kann, hätte ich nicht mehr für möglich gehalten...!

      20
      2
  • VP-Falger sagt:

    Mein 92-jähriger Nachbar hat endlich, nach monatelangem warten und doppelter Anmeldung (Arzt + Impfzentrum), seine erste Impfung erhalten und erwartet im Mai seine zweite Dosis. -- Ein 92-jähriger und gesundheitlich vorbelasteter Mann!

    75
    8
  • Peter Rossa sagt:

    IDEE !!: wir exportieren Berset nach Deutschland und importieren dafür die Merkel in die Schweiz und übergeben ihr den ganzen Laden, dann geht es vorwärts: "wir schaffen das !!!" (=:

    25
    124
  • D. Keller sagt:

    Impftempo erhöhen? Nichts leichter als das.
    1. Impffläschchen bzgl. Dosen "ausreizen"
    2. Impfdosisintervall von 4 auf 12 Wochen erhöhen (solange zuwenig Impfstoff vorhanden ist)
    3. Impfzentren 7 Tage 2-schichtig betreiben (von 6-22 Uhr)

    Ein Lockdowntag kostet 50-100 Mio., da könnte man schon erwarten, dass Berset und sein BAG endlich tätig werden, statt immer nur abzuwarten.

    130
    13
  • juege sagt:

    Operative Hektik ersetz geistige Windstille (Bernhard Shaw)

    142
    0
  • D.Z. sagt:

    Noch irritierender ist, dass kein verbindliches Exit-Szenario kommuniziert wird, lediglich eine schwammige Aussicht auf etwas Lockerung, zu einem Termin, der immer weiter in die Ferne rückt! Dabei müsste doch klar sein, dass sobald die Risikogruppen geimpft werden konnten, es absolut keine Rechtfertigung für irgendwelche Zwänge mehr gibt, inkl. Masken, «Sitzpflicht» usw., und schon gar nicht für eine Zutrittsregelung, welche vom Impfstatus abhängig gemacht wird!

    233
    1
  • Bischi49 sagt:

    Vorsicht! Man weiss ja nie ob der Widerspruch zwischen BAG und Medizinern im Zeitalter von diversity nicht durchaus gewollt ist.

    134
    2
  • VP-Falger sagt:

    Schweizer Strafgesetzbuch Art.258/1: Wer die Bevölkerung durch Androhen oder Vorspiegeln einer Gefahr für Leib, Leben (Anm. Corona, CO2, etc.) oder Eigentum in Schrecken versetzt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft (Anm. Ablassklausel für Wohlhabende).

    Wie freiheitliche Gesetze mit Füssen getreten werden und Politiker unbestraft bleiben, zeigt die Verantwortungslosigkeit mit welcher der politische Akteure auftreten können und es auch tun.

    308
    3

Schreiben Sie einen Kommentar

© Copyright 2021 - Weltwoche daily

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche-daily.ch dienen als Diskussionsplattform und sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird. Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels oder wo angebracht an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Persönlichkeitsverletzende und diskriminierende Äusserungen hingegen verstossen gegen unsere Richtlinien. Sie werden ebenso gelöscht wie Kommentare, die eine sexistische, beleidigende oder anstössige Ausdrucksweise verwenden. Beiträge kommerzieller Natur werden nicht freigegeben. Zu verzichten ist grundsätzlich auch auf Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen), wobei die Online-Redaktion mit Augenmass Ausnahmen zulassen kann.

Die Kommentarspalten sind artikelbezogen, die thematische Ausrichtung ist damit vorgegeben. Wir bitten Sie deshalb auf Beiträge zu verzichten, die nichts mit dem Inhalt des Artikels zu tun haben.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Unzulässig sind Wortmeldungen, die

  • Nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommerzieller Natur sind
  • andere Forumsteilnehmer persönlich beleidigen
  • einzelne Personen oder Gruppen aufgrund von Rasse, Ethnie oder Religion herabsetzen
  • in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • verächtliche Abänderungen von Namen oder Umschreibungen von Personen enthalten
  • mehr als einen externen Link enthalten
  • einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Online-Redaktion behält sich jedoch vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Es besteht grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.