28. Juli 2021
Matthias Rüb

Familie als Bollwerk der Freiheit: Warum der «fortschrittliche» Westen die «rückständigen» Mittel- und Osteuropäer nicht versteht.

Vielleicht muss man die «Aktuelle Kamera» im DDR-Fernsehen oder deren Schwestersendungen in den Bruderstaaten des Ostblocks noch selbst gesehen haben, um die schleichende Angleichung der «Tagesschau» an die Standards des sozialistischen Staatsfunks zu erkennen.

Wer diese Einsicht äussert, wird aus dem Mainstream wie folgt belehrt: In den «fortschrittlichen» Ländern Westeuropas gelte die Meinungs- und Pressefreiheit weiter uneingeschränkt, in den «rückständigen» Staaten Mittel- und Osteuropas immer weniger.

Eine vergleichbare kollektive Massregelung erfuhr der «homophobe» Osten jüngst durch den Protestbrief «liberaler» Staaten Westeuropas gegen das als LGBTQ-feindlich gebrandmarkte Kinderschutzgesetz in Ungarn, das den Eltern das Primat bei der (Sexual-)Erziehung einräumt.

Im Kommunismus war die Familie die Schutzzone und der Freiraum inmitten einer Gesellschaft der fortgesetzten Gängelung. Jetzt fühlen sich viele Menschen in Mittelosteuropa, zumal in Polen und Ungarn, abermals bevormundet: Der Westen belehrt sie, wie sie für sich und ihre Kinder den familiären Schutzraum zu gestalten haben. Ihr Widerstand hat nichts mit Rückständigkeit zu tun. Sondern mit Freiheitsliebe.

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16 Kommentare zu “Familie als Bollwerk der Freiheit: Warum der «fortschrittliche» Westen die «rückständigen» Mittel- und Osteuropäer nicht versteht.”

  • Rolf Bolliger sagt:

    Polen und Ungarn sind für die EU-Befehlszentrale zu den "schwarzen Schafen" geworden: Die Mittelostländer stellen sich der EU in den Weg! Die 2 Länder machen die ganze geschechtslose Gesellschaftsumkrempelung nicht mit und zudem haben sie eine andere Meinung zur unkontrollierbar gewordenen Migrationspolitik mit Wirtschafts-Asylanten! Hoffentlich "bocken" bald noch mehr Länder in Europa gegen die EU-Machtzentrale in Brüssel!

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  • verena sagt:

    Verstehe ich richtig? Eine Familie mit Vater/Mutter Kind ist rückständig? Modern soll eine Familie aus gleichgeschlechtlichen Eltern sein?
    Wenn die von LGBTQ wissen würden, was sie den Kindern unterschlagen, ohne Vater oder Mutter aufzuwachsen, würden sie diese neue Familieform nicht anstreben. Niemand kann einem Kind den einen oder anderen ‚Pol‘ ersetzen! Tut es den kleinen Erdenbürger nicht willentlich an.

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  • Max Casalegno sagt:

    Die Lage ist viel schlimmer, als in Ihrem Artikel. Mit der Errichtung der KESB wurde ein stalinistisches Organ der politischen Steuerung der Familien geschaffen. Absichtlich wurde das sog. Kindeswohl nicht definiert. Jeder Beamter kann festlegen, was dem Wohl der Kinder änderer ist und den Eltern befehlen, wie sie ihre Kinder zu erziehen haben. Gehorchen die Eltern nicht, werden verleumderische Berichte konstruiert, die als "Beweis" dienen, um die Kinder amtlich zu klauen. Nur Auswandern hilft!

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  • Gharhoud sagt:

    LGBTQ will uns glauben machen, dass LGBTQ die biologische Normalität sei. Niemand wird bezweifeln, dass es in jeder biologischen Population einen, meist am Mittel gemessenen, kleinen Anteil an Anomalien gibt. Akzeptabel könnte die LGBTQ-Sekte werden, wenn sie sich dafür einsetzen würde, dass es in der Gesellschaft normal (selbstverständlich) werden würde, diese Anomalien zu akzeptieren, so, wie man die Anomalie eines Albinos als Abweichung von der Norm akzeptiert.

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  • Gharhoud sagt:

    Ziele linksgrüne Familienpolitik. Ehemaliger SPD-Generalsekretär jetzt Kanzlerkandidat Olaf Scholz 2002: "Wir wollen die Lufthoheit über den Kinderbetten erobern". https://www.welt.de .Ratschlag von EX-Familienministerin Giffey (SPD) an die Lehrer: Regenbogenportal der Bundesregierung 2019: „Nicht mehr Vater und Mutter schreiben, sondern nur noch Elternteil1 und Elternteil2“. Liebe Weltwoche : Danke für Ihren Widerstand gegen diese unmenschlichen Machenschaften „Westeuropas“.

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  • peterlinz sagt:

    Es geht um die ausserhäusliche Subventionierung des Kinderhütens und die proaktive Diskriminierung derjenigen Eltern, die ihre Kinder ohne finanzielle Unterstützung selber erziehen.. Die traditionelle Familie muss zerstört werden.

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  • peterlinz sagt:

    Es geht bei der Ehe für alle nicht um eine Gleichstellung von Schwulen, Lesben oder solche, die noch nicht wissen, was sie sind, mit den Heterosexuellen. Es geht prinzipiell um die Aufweichung der traditionellen Familie, was schon beweist, dass bald einmal mehr als 20000 Franken für die ausserhäusliche Betreuung beim Bund von den Steuern abgezogen werden können

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  • Pflanzenfreundin sagt:

    Seit 30 Jahren bin ich Lehrerin. Noch immer unterrichte ich von Herzen gerne und liebe (fast) alle Kinder und Jugendliche!
    Bemerkenswert: Kinder/Jugendliche aus soliden Elternhäusern, wo gemeinsam am Familientisch gegessen, gestritten und über Gott und die Welt diskutiert wird, fallen immer mehr auf! Sie sind nämlich schon in der Minderheit. Interessiert an allem, nehmen sie aktiv Kontakt auf und sind herrlich natürlich. Ihr Selbstvertrauen ist gesund, sie sind lebendig und munter! 🙂

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  • kaltenstein sagt:

    Die fünf Fragen von Orban beim Referendum über Kinderschutzgesetz in Ungarn:

    1. Sind Sie dafür, dass die sexuelle Orientierung im öffentlichen Unterricht ohne Zustimmung der Eltern unterrichtet wird?

    2. Unterstützen Sie die Förderung von geschlechtsumwandelnden Therapien für minderjährige Kinder?

    3. Unterstützen Sie die Verfügbarkeit von geschlechtsumwandelnden Therapien für minderjährige Kinder?

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    • kaltenstein sagt:

      4. Sind Sie dafür, dass Minderjährige uneingeschränkt sexuell eindeutigen Medieninhalten ausgesetzt werden, die ihre Entwicklung beeinträchtigen?

      5. Unterstützen Sie die Ausstellung von Medieninhalten zur Geschlechtsangleichung für Minderjährige?

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  • Realo100 sagt:

    Wie bitte? Bei uns soll Meinungsfreiheit herrschen? Die gegenwärtige Debatte um den Impfzwang (Fast hätte ich gesagt: "Impfterrorismus) deutet eher in die Gegenrichtung:. Impfgegner odet -Skeptiker riskieren je länger desto mehr gesellschaftliche Ächtung, wenn sie sich outen

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    • verena sagt:

      Ganz ihrer Meinung, aber:
      Je mehr Informationen über die Gentherapie ans Tageslicht kommt, desto bestärkter bin ich eine sogenannte Impfbefreite zu bleiben. Egal wie mich die Mainstreamopfer betiteln.

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  • VP-Falger sagt:

    Die selbstgefälligen EU-Gottheiten, so sie sich fühlen, sind ein Gebilde von Unterdrückung, Knechtung und Freiheitsberaubung. Zur Genüge erleben wir dies auch in der Schweiz. Ja, sogar als Raubritter spielen sie sich mit der Forderung einer bewusst verschleiert benannten "Kohäsionsmilliarde" auf. Es ist nichts anderes als banale Erpressung eines Freiheit liebenden souveränen Staates!

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  • Edmo sagt:

    Die Familie als Schutzzone hat schon den Kommunisten nichts als Ärger bereitet. Das ist heute im «fortschrittlichen» Westen genau gleich. Immer stärker drängt sich der Staat in die Familie hinein. Die Kinder sollen die Mittagspause in der Schule verbringen, bloss nicht in der Familie. Die Kinder sollen möglichst früh in die Krippe, die Mutter soll arbeiten. Die Erbschaftssteuer soll verhindern, dass Familien über Generationen Besitz und Wohlstand mehren können...

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    • Meinrad Odermatt sagt:

      Die meisten haben wohl die Systematik noch nicht bemerkt, mit der unsere bürgerliche Gesellschaftsordnung kollektivistisch umgebaut wird. Wie aus Eigenverantwortung und Privatinitiative "Staatsaufgaben" werden. Gerne wird dafür der Vorwand der "Professionalisierung" vorgeschoben. Die systematische Veränderung geht so langsam vor sich, dass man die Revolution der 68er gar nicht bemerkt. Die "Zivilgesellschaft" und die NGO's als 5te Kolonnen der UNO sind die Aktivisten auf nationaler Ebene.

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      • Max Casalegno sagt:

        Zur "Professionalisierung" der Jugendhilfe: Die KESB wurde 1 zu 1 vom deutschen Jugendamt kopiert. Das Jugendamt wurde von der nationalsozialistischen Jugendwohlfahrt kopiert. Die Jugendwohlfahrt funktionierte genau so, wie in jeder totalitären Diktatur, nämlich die Kinder sollen die Kinder vom Staat sein, deren Eltern nur Diener und Sklaven des Staates. In der Tat sind KESB, Jugendamt & Co sehr professionell, in deren eigenem Sinne: Kindeswohl = Wohl der Politik in Sachen Kinder trotz Eltern.

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