03. Juni 2021
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Hubert Mooser
Hubis Bundeshaus

FDP-Präsidentin Gössi will in der Klima-Debatte das Terrain nicht den Grünen überlassen. Warum redet sie dann wie die linke Sommaruga?

Sie lässt sich nicht entmutigen, die Präsidentin der FDP Schweiz, Petra Gössi. Da bekommt sie bei jeder Umfrage vorgerechnet, dass ihre Basis das Engagement der FDP für die CO2-Gesetzesrevision nicht goutiert. Aber sie verfolgt unbeeindruckt ihren Kurs.

«Wir wollen eine wichtige Stimme spielen in der Umweltdebatte, meinte sie gestern im Blick TV. Und: «Nichts wäre schlimmer als wenn man uns nicht mehr hören würde. Dann hätten wir eine Umweltdebatte die rot-grün besetzt ist. Nur, macht das einen Unterschied?

Wenn Gössi über Klimaschutz referiert, hört sie sich ohnehin an wie die linke Bundesrätin Simonetta Sommaruga. Die gleiche Katastrophen-Rethorik, dieselben Unwahrheiten.

Am Mittwoch verteidigte sie in den Medien die Revision des CO2-Gesetzes zum Beispiel mit den Worten. «Die Frage, die sich mit dem Gesetz stellt, ist nicht, wie viel Klimaschutz wir wollen, sondern ob wir das Klima schützen oder nicht.» So ein Unsinn.

Die Schweiz ist beim Klimaschutz im internationalen Vergleich längst ein Musterknabe. Im Namen des allmächtigen Treibhauseffektes werden wir seit Jahren kräftig abkassiert – über Abgaben auf fossilen Brennstoffen und über die Stromrechnung, mit dem Klimarappen auf Benzin oder beim Import von Neuwagen. Mit dem neuen CO2-Gesetz ändert sich daran nur eines: Wir sollen noch heftiger und frecher zur Kasse gebeten werden.

Beeinflussen wir damit in irgendeiner Weise das Weltklima? Natürlich nicht. Ob wir unseren CO2-Ausstoss verdoppeln oder auf Null senken, die gleiche Wirkung auf den Treibhauseffekt wie wenn in China ein Sack Reis zu Boden fällt.

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34 Kommentare zu “FDP-Präsidentin Gössi will in der Klima-Debatte das Terrain nicht den Grünen überlassen. Warum redet sie dann wie die linke Sommaruga?”

  • schraegdenker sagt:

    Wie wäre es denn mal, wenn bekannt gegeben würde, was denn die bisherigen Massnahmen konkret gebracht haben? Nachweislich, nicht nur behauptet. Ich vermute mal gar nichts. Dann hat es aber keinen Sinn, mehr vom Selben zu "verordnen".

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    • Edmo sagt:

      In der Politik ist das schon lange an der Tagesordnung. Wenn etwas nichts nützt, wird einfach mehr davon verordnet. Nicht weil das etwas nützen würde, sondern weil es die Politik nicht besser kann und deren Günstlinge mit dem Mehr zu mehr Geld kommen. Schönstes Beispiel ist der ÖV. Er wird ausgebaut wie verrückt. Immer verspricht man uns, er würde selbsttragend, wenn die kritische Masse erreicht würde. Doch er wird einfach nur stetig teurer und niemand tritt auf die Bremse.

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    • oazu sagt:

      Wenn etwas von Politikern Vorangetriebenes nichts nützt, wird einfach mehr verordnet. Dieses ist Folge von Folgendem: Haben Sie schon einmal einen Politiker getroffen oder gehört, der Fehler seiner Politik persönlich eingestehen würde. Falsch liegen grundsätzlicher nur alle anderen.

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  • Marlisa Schmid sagt:

    Das Klima ist träge und vergleichbar mit einer Bodenheizung. Selbst wenn wir ab heute null Co2-Emissionen mehr verursachen, würde es mindestens 50 bis 100 Jahre dauern, bis die Auswirkungen unseres heutigen Handelns erkennbar würden. Sinnloses Experiment also! Solange in China und 58 anderen Ländern hunderte von neuen Kohlekraftwerken geplant sind, ist es eine Farce, wenn wir unsererseits glauben, die Welt retten zu können. Von Gössi hätte ich schon etwas mehr Intelligenz und Weitsicht erwartet.

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  • Pablo sagt:

    Es ist komisch, aber wenn ich die Frau Gössi Reden höre, kommt bei mir immer das Gefühl hoch, das ist eine überzeugte Grüne, die sich in die FDP eingeschlichen hat.

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    • schraegdenker sagt:

      Ganz ähnlich, wie Merkel die CDU (CDU, CSU, ich verwechsel die beiden Dinger immer?) unterwandert hat, um aus ihr eine linke Partei zu formen. Scheint Programm zu sein. Lernt man wohl an bestimmten Institutionen?

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  • lionmo sagt:

    Wie wäre es mit einem ANTI-LUG-UND TRUG-Futtermittelzusatz für alle Politiker? 3x täglich einzunehmen..Und dann muss jeder Politiker für seine Lügen eine Umweltsteuer bezahlen.Ende des Monats müssten dann viele von diesen Clowns Geld bringen um im Amt bleiben zu dürfen..

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  • ulrich vogt sagt:

    Auf Frau Gössi zu schimpfen, sie als einfältige Linke darzustellen, ist nun wirklich sehr einfach. Aber immerhin, sie wagt es, anstelle grossmäuliger Verrisse ihr Gehirn einzuschalten und über die Zeit nach dem versenkten Rahmenabkommen nachzudenken. Ob ihre Vorschläge alle 1:1 umsetzbar sind, ist weniger wichtig als der Mut, etwas zu ändern und sich nicht darin zu sonnen, dass man denen in der EU einmal richtig gezeigt hat, wo Gott hockt. Die SVP muss nun endlich das Problem lösen, subito!

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    • waschiwischi sagt:

      Was sind Sie denn für ein verkorkster, ideologisch total verblendeter und spätpubertierender Träumer. Benehmen Sie sich endlich wie ein Mann und nicht wie eine hysterische trotzende Tante!

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      • winner16 sagt:

        waschiwischi, das ist nicht nett, was Sie hier schreiben! Statt andere Meinungen (die ich nicht teilen muss) zu akzeptieren, einen nieder zu machen, macht einem nicht besser! Im Gegenteil, das schadet der Sache, für die wir einstehen!

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        • Marlisa Schmid sagt:

          Im Gegensatz zu den Tamedia Zensurmedien, wo man aufgrund des dort vorherrschenden Tugendterrors jedes Wort auf die Goldwaage legen muss, finde ich es erfrischend, dass man hier in der WWDaily auch mal etwas pointierter seiner Meinung äussern darf. Diese linken Mimosen, die aber hemmungslos auf die SVP eindreschen, aber auf keinen Fall dulden, dass die linke Gutmenschenseele verletzt wird, habe ich nach zwei Jahren tamedia übersatt.

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      • Franz Truessel sagt:

        Winner 16 hat schon Recht. Auch wenn Sie (waschiwischi) mit ihrer Aussage nicht unrecht haben, es bring uns im Dialog mit den Vertretern anderer Meinungen nicht weiter. Gedanken sind frei, jedoch dienen adäquate Antworten unserer Sache weit mehr. Wir sollten unsere "Gegner" nicht verhöhnen, sondern mit sachlichen und fundierten Argumenten kontern. So können wir vielleicht den einen oder anderen abholen…

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    • Ingo sagt:

      Nennen sie das Gehirn einschalten, wenn sie so einen Unsinn verzapft? Die Windfahne Gössi will einfach auf jeden Zug aufspringen. Ich wette, sie weiss nicht einmal, was Co2 ist.

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    • Realistin sagt:

      Herr Vogt, welches Problem ganz genau muss die SVP lösen?

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    • Marlisa Schmid sagt:

      Seit Gössi Parteipräsidentin ist, geht es mit der FDP nur noch in eine Richtung,nämlich steil nach unten.Sie ist quasi über Nacht grün geworden und politisiert an der Basis vorbei. Gössi ist eine echte Totengräberin der einst bürgerlichen Partei. Sie hat eine aufdringliche Dauerpräsenz, und ihr Geschwurbel ist zeitweise irritierend, weil bei ihr das nötige Fachwissen fehlt. Der Partei würde es gut tun,jemand mit dem Profil eines Wasserfallen an ihrer Spitze zu haben.Er ist der klassische FDPler.

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  • Hans Baettig sagt:

    Ja, es wird eng werden für die "grüne Fee" nach der Abstimmung zum CO2-Gesetz. Die Parteibasis ist genau in der Mitte (und wie bei der "Mitte") gespalten. Wird das Gesetz abgelehnt, wird sich ein weiterer Teil der Befürworter frustriert Richtung grün-liberal davon machen. Wird es angenommen und die gigantischen Sanierungskosten im Gebäudebereich bittere Realität, werden noch mehr abwandern, weil sie erkennen, dass sie mit dem Mantra "keine Verbote" über den Tisch gezogen wurden.

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  • Rolf Bolliger sagt:

    Petra Gössi mit ihrer "links/grünen" Zwangs-Euphorie könnte einem eigentlich leid tun! Trotzdem sich die Mehrheit der FDP-Basis (und deren freiheitlichen Selbstverantwortung) gegen zusätzliche Abzockereien via CO2-Gesetz ausspricht, weibelt ihre Chefin wie eine SPlerin oder Grüne im Land herum und brüllt die bekannten (mediengeilen) Umwelt- und Klima-Schlagworte in die Mikrofone und vor die TV-Kamera! Bei den nächsten Gesamterneuerungswahlen im Bundeshaus. wird Gössi mit "Schock" erwachen!

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  • Stefan Mueller sagt:

    Man kann es drehen und wenden....
    Die Alten haben es eingebrockt..mit Stimm-/Wahlrecht für Frauen!
    Dass sich wie überall Emanzen Lesben Schwätzerinnen Dumpfe Eingebildete Wichtigtuerinnen Hässlichste etc. vordrängeln...hätte man ja wissen können!
    All diese Grössi-Wahn Badran Klavierspielerin Dauergirns Dreifuss Kopftüechli-Grosi, Schweizerin-des-Jahres-I + II, Mauch Wyss Galladé Fucenelle Quarkwalder Fehr Trede Kälin Fiala etc etc....als Männer hätten die es nicht mal zum Hinterbänkler gebracht!

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    • Mueller sagt:

      Sie reden mir aus dem Herzen! Der Niedergang underer Politkultur begann mit dem Frauenstimmrecht!

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    • Urs Fellmann sagt:

      Ihre Negativselektion in allen Ehren. Doch solche Beispiele gibt es bei den Linken auf der Männerseite auch zur Genüge.
      Das Frauenstimmrecht als Ganzes zum Fehler zu qualifizieren, ist schon starker Tobak. Ich stufe diesen Teil ihres Beitrages als Satire ein.

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    • olive sagt:

      @Stefan Müller : ist das wirklich so?

      Überlegen Sie mal: Glättli, Moreno, Nussbaumer, Altmaier
      ( der Dicke) Scholz, Lindner, Drehhofer , Steinmeier, um nur einige zu nennen, wären Frauen..
      Dass bei den Frauen, nicht anders als bei den Männern , oft jene zum Zuge kommen, die den grössten Ehrgeiz und das Durchhaltevermögen haben, ansonsten aber nicht unbedingt geeignet sind?

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      • Stefan Mueller sagt:

        jaja olive,
        Steineier Alteier der Kavalleristen-Oberst der Steienwerfer-Fischer...schon bemerkt sie müssen auf Grossteitsche ausweichen um ganze Zeilen voll zubringen...
        Aber Spass beiseite, natürlich gibt es auch Glättlis Wermuts Molinas Nussbaumers Couche pines etc etc. NUR haben selbst die ( o.k. zum kleinsten Teil, ) die Ochsentour mitgemacht und nicht durch Quoten-/ Listenplätze oder Staats-TV -Propaganda profitiert, wie Badran Prelicz Rytz, damit die Partei "feminale Flagge" zeigen kann!

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    • winner16 sagt:

      Stefan Mueller, da halte ich es aber auch eher mit Herrn Fellmann! Und früher musste eine Frau besser sein, als ein Mann, heute reicht es, eine Frau zu sein! Darum sollten wir die Kirche im Dorf lassen, denn es gibt sehr viele guten, und erfolgreiche Frauen! Nur vielleicht nicht in der Berufs-Politik!

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    • waschiwischi sagt:

      ...und wenn man diese näher betrachtet hat man das Gefühl als seien sie Wandelende Werbe-Röcke für irgend eine Sonnen-Sekte in Utah. Erschreckend, jeder zubeissende Hammerhai hat mehr Charme.

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    • Realistin sagt:

      Herr Müller, ich bin der Meinung, dass keine Bundesräte je vorher soviel Schaden angerichtet haben für die Schweiz wie Widmer-Schlumpf, Leuthard und Sommaruga in kürzester Zeit.
      Aber, es gibt genau so viele unfähige Männer in den wichtigen Ämtern wie Frauen.
      Nur, immer noch werden Frauen viel genauer beobachtet als Männer.
      Hätte es gute Männer in den richtigen Positionen gehabt, hätten die Frauen keinen solchen Schaden anrichten können.

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      • Stefan Mueller sagt:

        Im Gegenteil
        Ein Herr Quarkwalder hätte wohl nach einem Kasachstan-Deal ebenso abzudanken gehabt wie ein Herr Steueroptmierer-Knellen oder ein Herr Oberholzer-Leutenmoser als Bausparer...der gegen Bausparer hetzt¨!
        Und würde je ein Mann so dämlich in jede Kamera grinsen wie Duschdorissli...hätte der wohl zum Psychiater müssen!
        Oder ein Mann statt mit Klavierspielerstunden, mit einziger Fähigkeit Minigolfen?!?
        Dazu ein schwuler Stapi in weltoffen-dowtomn-Tsüri vor 15 Jahren?!?

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  • Peter Rossa sagt:

    die Netiquette-Regeln der WW verunmöglichen es mir, etwas über Frau Gössi zu schreiben. Deshalb lasse ich es sein. "Ich sage nichts, Gott hört mein Brummen."

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  • T sagt:

    Gössi hat mit dem liberalen Grundgedanken dieser Partei nichts am Hut! Das ist reiner Opportunismus. Schlimm nur, dass diese Frau mit diesem Verhalten die Steigbügel derer hält, welche die Schweizer zu Sklaven des Ökosozialismus machen möchten. Mit allen totalitären Konsequenzen einer Diktatur.

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    • Hegar sagt:

      Bester Blog-Beitrag in dieser Rubrik. 100%, so ist es.
      Frau Gössi ist die(!!) Totengräberin ihrer Partei. Nicht nur schadet sie der FDP, sondern der nach wie vor bürgerlichen Mehrheit im Volk.
      Eine Sauerei sondergleichen.
      Sie ist die(!!) Verräterin der bürgerlichen Werte, wobei ich ehrlicherweise den Waschlappen namens Beat Walti, seines Zeichen Fraktionspräs. der FDP ins ,gleiche Boot setzen‘ würde.
      Quo vadis FDP?

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