18. März 2021
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Alex Baur

Feminismus ist der Feind der Emanzipation: Was Esther Vilar vor 50 Jahren mit ihrem Buch «Der dressierte Mann» postulierte, gilt heute mehr denn je

Exakt ein halbes Jahrhundert ist vergangen, seit die bis dahin völlig unbekannte Argentinierin Esther Vilar mit dem Weltbestseller «Der dressierte Mann» den Feminismus auf den Kopf stellte. Das Klagelied von der unterdrückten Frau sei ein dreistes Ablenkungsmanöver, behauptete Vilar.

In Wahrheit sind es die Frauen, die ihre Männer dressieren wie Tanzbären. Sie kontrollieren zwei existenzielle Bereiche, in denen sie den Männern weit überlegen sind: Sex und Nachwuchs. Hausfrauen seien überbezahlte Prostituierte, sie liessen die Männer für sich schuften, während sie selber in ihren automatisierten Haushaltungen zusehends verblödeten.

Die klassische Hausfrau mag ein Auslaufmodell sein – an der Rollenverteilung hat sich wenig geändert: Die Frau darf, der Mann muss. Die Frauen haben sich in ihrer Opferrolle bequem eingerichtet und treiben die Männer vor sich hin. Wie eh und je. Oder etwa nicht?

Die reale Welt ist immer komplizierter und widersprüchlicher als die Thesen, mit denen wir sie zu erklären versuchen. Nur fehlt heute eine Esther Vilar, welche die Antithese aufzeigt. Und diese ist übrigens auch für die Männer alles andere als schmeichelhaft.

Mehr dazu: «Unerhört – Esther Vilar und der dressierte Mann» – soeben erschienen im Elster-Salis Verlag.

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8 Kommentare zu “Feminismus ist der Feind der Emanzipation: Was Esther Vilar vor 50 Jahren mit ihrem Buch «Der dressierte Mann» postulierte, gilt heute mehr denn je”

  • Florence sagt:

    Nur eine Frau ,die sich dazu äußert? Esther Vilars Buch war und ist ein wichtiges Buch. Dass die Emanzen der Siebziger Jahre den Frauen mehr geschadet haben mit ihrer Kriegserklärung an den Mann, das haben sie bis heute nicht begriffen. Thema Frauenquote . Was soll das.? Der Job gehört dem, der ihn besser macht. Das dauernde Gequengel , aber sich dann die Türe aufhalten -, den Koffer tragen lassen, usw usw..Militär ja, aber bitte nicht zu anstrengend. Wir haben ja sonst keine Probleme .

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  • hape sagt:

    Schaut doch mal die Kuh Funicello an. Was hat die denn in Ihrem Leben geleistet? Ausser einem abgebrochenen Studium (Verschleuerung von Volkseigentum) schlich gar nicht. Dafür spuckt sie grosse Töne, während sie mit ihrem fetten ... wackelt.
    Langsam müssen wir Männer uns zusammentun und uns wehren. Denn die Schweiz gleitet immer mehr ins Matriarchat ab.

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  • Fritz sagt:

    Das waren noch Zeiten! Ich habe aus den Büchern von Frau Vilar viel gelernt. Wenn ich mich im Bekanntenkreis umgesehen habe, waren ihre Thesen fast ausnahmslos zutreffend.

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  • olive sagt:

    Der heutige Feminsimus ist der Feind der Emanzipation, einverstanden.Aber Vilar hat negiert, dass es überhaupt Benachteiligung von Frauen gibt, (sie hat allerdings nur vom Westen gesprochen) und damit lag sie nicht richtig..

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  • ackeret-rolf@sunrise.ch sagt:

    Endlich, endlich kommt wieder etwas über bzw. von Esther Vilar.
    Die Einzige, und das sage ich, nachdem ich dutzende Bücher zu diesem Thema gelesen habe, die uns die Problematik Mann-Frau richtig aufgezeichnet hat.
    Sie hat uns allen, Mann und Frau den richtigen Spiegel vorgesetzt.
    Grossartig wäre, wenn die Weltwoche Esther Vilar zur Kolumnenschreiberin überreden könnte.
    Und bitte:,gibt dieses Buch Roger Köppel auf seinen Nachttisch oder noch besser, die auch erhältliche Hör-CD in sein Auto!
    FG R

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  • Rolf Bolliger sagt:

    Heute wäre bei uns, in der links/grün gewordenen Quotenregelung, eine neue Esther Vilar bitter nötig! Was uns die linken Frauenrechtlerinnen täglich vorführen, bewirkt bei realistisch und klar denkenden Menschen genau das Gegenteil! Die SVP-hassenden, linksideologischen Parteien beschimpfen ihre "Hass-Kollegen" aus der wählerstärksten Partei stets mit der Behauptung, sie geben nur ihre "Blablas" ab und lehnen alle Vorstösse aus den sozialen Bereichen ab! - Das stimmt nicht, - nur die Unnötigen!

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