29. März 2021
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Beat Gygi

Falscher Fetisch Fallzahlen – nun verliert sogar Lukas Engelberger den Glauben an die Lockdown-Politik

Mit wenigen Worten zertrümmert Lukas Engelberger als Sprecher der kantonalen Gesundheitsdirektoren Bundesrat Bersets Corona-Strategie.

Im Interview mit der Sonntagszeitung kommt die Frage auf, das Verschärfungsmodell des Bundes werde ja wohl bald neue Einschränkungen verlangen.

Engelbergers Antwort: «Ich glaube, wir sollten dieses Modell und die Grenzwerte noch einmal überdenken. Höhere Fallzahlen sollten wahrscheinlich nicht so stark bewertet werden.»

Das ist ein Blitz. Heisst: Das Bundes-Modell mit seinen Grenzwerten zu Fallzahlen, Positivitätsrate und R-Faktor ist taugt nicht als Führungsinstrument.

Genau das sagen prominente Kritiker seit langem: Der Bund orientiert sich an Kriterien, die viel zu schwammig, willkürlich sind.

Etwa: Fallzahlen im Sinn positiver Tests bedeuten noch nicht Ansteckung, aber Behörden und zugewandte Medien verbreiten diese unverdrossen als Alarmsignale.

Der Vermehrungsfaktor R ist wie ein Irrlicht.

Und zum Verhältnis positive gegen negative Tests: Wie viele negative Resultate es gibt, weiss man nicht.

Mit Engelbergers Aussage ist endlich offiziell zu hören, wie unverantwortlich Bersets Behörden arbeiten.

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27 Kommentare zu “Falscher Fetisch Fallzahlen – nun verliert sogar Lukas Engelberger den Glauben an die Lockdown-Politik”

  • kritisch2020 sagt:

    Wir sollten vor allem auch beachten, in welchen Altersgruppen positive Fälle entstehen. Nicht alle positiven Fälle führen zu Hospitalisationen. Diesem Umstand muss mehr Beachtung geschenkt werden. Und in Florida gibt es gute Entwicklungen - ohne Lockdown und Masken. Welche Erfolgsfaktoren liegen dort vor? Warum analysiert dies niemand?

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  • Buecherwurm sagt:

    In Deutschland sollen inzwischen 2,8 Mio genesen sein, andererseits wird angenommen, die Dunkelziffer sei 10 mal höher, weil viele überhaupt nichts gemerkt haben oder sonstwie nicht getestet wurden, wären 28 Mio. Dazu kommen 12 Mio, die mindestens die erste Impfung haben, sind zusammen 40 Mio bei einer Gesmtbevölkerung von 83 Mio.

    Jeder 2. Ist also immun oder teilimmun und da sollen die Fallzahlen exponentiell anwachsen ? Irgend etwas stimmt da nicht.

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  • Dansku sagt:

    Beim Ausbruch der Vogel Grippe – Avian Influenza - in 2006 folgte G. W. Bush nicht dem Rat der Epidemiologie-Experten-Mehrheit [drastische Massnamen, Lock-down, etc.] sondern der Empfehlung des damaligen CDC Direktors Dr. Donald Henderson: Die Funktionstüchtigkeit und Rezilienz einer – über Jahrzehnte, ja Jahrhunderte gewachsenen – Gesellschaft ist so wenig wie nur irgendwie verantwortbar einzuschränken, zu stören; ansonsten entsteht Chaos mit unbestimmtem Ausgang.

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  • swisskritiker sagt:

    Alle reden über fall zahlen, warum gibt keine Kritik auf Impfschtoff Beschaffung .
    Gibt keine Möglichkeit Verantwortliche anpacken und rausschmeißen??
    Swissseltsam@gmail.com

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  • Peter Rossa sagt:

    Diese künstlich hochgefahrene und weiterhin hochgehaltene „Krise“ und der politisch-publizistisch herbeigeführte Ausnahmezustand dient Berset und seinen linken Kampfgenossen vollständig und ausschliesslich dazu, Volk und Wirtschaft in politische Abhängigkeit und Knechtschaft zu führen und darin langfristig zu behalten.
    Dazu dienen auch die Hilfskredite: 1.wenn Ihr nicht brav seid, so nehmen wir Euch die Hilfs-Gelder wieder weg und 2.dazu missbraucht, „endlich gerechte“ Steuern zu rechtfertigen.

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  • Richard Mohler sagt:

    Der Bengelberger muss ja um seine Arbeit behalten zu können auch eine Vielzahl von Bürgern überzeugen ihn zu Wählen. Ein Bundesrat muss dazu nur 125 Polittiere ähnlicher Ambitionen überzeugen...

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  • D.Z. sagt:

    Mit den «Fallzahlen» kann man «Lockdowns» für die nächsten 10 Jahre rechtfertigen, v.a. da die Impfung nach heutigem Kenntnisstand die Übertragung nicht verhindert, sondern nur eine gewisse Immunität für die Geimpften sicherstellt. Solange man weiter testet, wird man Fälle finden! Bei Sars-CoV-2 hätte es spätestens seit Sommer 2020 nur um den Schutz der Risikogruppen gehen sollen, während man die Bevölkerung wieder ohne schikanöse «Massnahmen» leben lässt.

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  • Edmo sagt:

    Die späte Erkenntnis von Engelberger, die Fallzahlen wären kein brauchbares Führungsinstrument, bringt Berset höchstens leichte Unannehmlichkeiten. Er muss jetzt einmal mehr neue Gründe für die Fortsetzung seiner katastrophalen Diktatur finden. Für uns wird sich kaum etwas ändern, denn seine Taskforce wird Berset sicher intensiv beraten und ihm neue Benchmarks liefern. Die umliegenden Länder mit noch absurderen Massnahmen werden Berset und den Medien weiterhin als Bestätigung dienen.

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  • bernhard sorg sagt:

    Man sollte endlich einmal die Kompetenz von Tanja Stadler hinterfragen. Welche Aus- oder Weiterbildung rechtfertigt ihre immense Einflussnahme auf den Bundesrat mit dem höchst fragwürdigen und nicht evidenzbasierten R-Wert. Warum gilt diese mathematisch ausgebildete Frau als „Expertin“ in einer medizinisch begründeten Pandemie.

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    • Juergen sagt:

      Frau Stadler wurde meiner Meinung nach gekauft oder unter Druck gesetzt. Sie hatte anfänglich vor 1 Jahr einen Bericht verfasst, der sachlich der Panikmacherei entgegentrat. Sie wurde darauf in den Medien heftig angegriffen, wie andere Wissenschaftler auch, die die Panikmache nicht mitmachten. Später verhielt sie sich wie umgedreht.

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  • ADLO37 sagt:

    Die Zahlen, worauf sich die Massnahmen «stützen», werden schon lange von div Seiten angezweifelt. Doch das BAG und BR Berset sehen keinen Anlass, den Verlauf dieser angeblichen Pandemie, (die nie eine war) korrekter zu beurteilen! Es scheint fast, dass das BAG und der BR sich an «schlechte Erkenntnisse» klammern möchten? Dieses Mal sieht es so aus, als hätten die WHO, ihre Spender u Günstlinge (Pharma) es geschafft, was bei der Vogel- u Schweine-Grippe misslang, die Völker in Geiselhat zu nehmen

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    • Skywalker sagt:

      Die Zahlen vom BAG stimmen sowieso nicht! Fängt schon damit an, dass Fälle doppelt und dreifach gezählt werden (amb und stat.)! Weiter werden Fälle als "Covid Hospitalisierte" bezeichnet, obwohl sie wegen etwas ganz anderem ins Spital eingetreten sind (zum Beispiel Geburt). Da zur Zeit grosszügig getestet wird, finden sie viele, die positiv sind jedoch asymptomatisch sind oder nur Halsweh oder Husten haben! Auch die Todesursachen wurden bis anhin noch nicht validiert!

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  • TherMeinung sagt:

    Endlich kommt Kritik auch aus der Politik.

    Positiv getestet heisst nicht unbedingt
    "infektiös" und schon gar nicht " krank".
    Zumal diese Tests gar nicht "validiert" sind und auch " falsch- positiv" sein können.
    Aber A. Berset empfiehlt, sich vor Ostern in Apotheken testen zu lassen.🙈🤣
    Und die Apotheken können den Ansturm nicht bewältigen.🙄
    Schnellschuss über Schnellschuss kommt vom BAG und dem Bundesrat.
    Das wird immer unglaubwürdiger!!!

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  • pboehi sagt:

    Was für viele Massnahmen-Kritiker seit Monaten offensichtlich ist, kommt nun langsam im Mainstream an. Ein Lichtblick!

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  • Melanie sagt:

    Wann endlich kommen Verstand und praktisches Denken wieder zurück?? ... ist man genötigt zu schreien, seit MONATEN! Ob das hier jetzt ein Lichtblick ist - man wagt es nicht zu glauben...
    Der ganze Hype ist in sich selber und von Anfang bis Ende ein entsetzliches, fatales IRRLICHT.

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    • juege sagt:

      Wann kommt der Verstand zurück? Wenn all roten und grünen ins Weltall gebeamt sind.

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      • Melanie sagt:

        ... oder abgewählt! Leider geht es noch verd... lange bis zur nächsten Parlamentswahl. Und dann ist noch nicht mal sicher, dass es wieder auf die andere Seite kippen wird. Ganz und gar nicht sicher.

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        • hape sagt:

          ..man merke sich die Namen, die sicher NICHT auf die Wahlzettel gehören:

          Glättli, Grossen, Meyer, Badran, Funicello, Wermuth, Girod, Arslan 8und viele mehr. Die von mir aufgezählten sind die schlimmsten Pandemie-Exponenten.

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          • Melanie sagt:

            Diese Namen sind unterdessen dermassen beliebt in der Bevölkerung, dass man sie Landesväter und Ländesmütter nennen kann. Die werden alle niemals abgewählt werden. Leider. Ganz im Gegenteil wahrscheinlich

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