09. Juli 2021
Thomas Renggli

«Football is coming home»: Die Euro verläuft nach Plan und gipfelt im Wunsch-Final England–Italien. Es ist fast zu schön, um wahr zu sein

Es ist das schönste am Fussball, dass er oft seine eigenen Geschichten schreibt und auch dem Aussenseiter eine Chance lässt.

Dies ist auch an der Euro so: Die Schweizer kippten Weltmeister Frankreich aus dem Rennen, die heldenhaften Dänen stürmten bis in den Halbfinal.

Doch weiter sollte es nicht gehen. Ein Pfiff des Schiedsrichters und das Desinteresse der Video-Assistenten beförderten eine englische Schwalbe zum Sieg-bringenden Penalty – und das Mutterland des Fussballs zum ersten Mal seit 55 Jahren in den Final eines grossen Turniers.

Football is coming home: Am Sonntag im Wembley vor 60.000 Zuschauern. Denn neben dem sportlichen Geschehen hat die Uefa auch die Pandemie vorbildlich im Griff.

Während Rest-Europa vor den Virus-Mutationen zittert, erklärt der Veranstalter die Euro-Stadien zwischen Baku und London zu keimfreien Zonen.

Und sie lässt auch Toleranz und Solidarität im Sinne des Regenbogens zu – solange sich kein Politiker betupft fühlt.

Letztlich gibt es aber fast nur Sieger – darunter die Schweizer Nationalmannschaft. Sie gewinnt den Frequent-Flyer-Award: mit 15.500 Kilometern.

Dies ist auch im Sinne der sportlichen Nachhaltigkeit. Die gesammelten Punkte reichen für Trainer Vladimir Petkovic für einen Freiflug an die WM 2022 in Katar.

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4 Kommentare zu “«Football is coming home»: Die Euro verläuft nach Plan und gipfelt im Wunsch-Final England–Italien. Es ist fast zu schön, um wahr zu sein”

  • holsderkuckuk sagt:

    Und die Schweiz kippte sich selbst aus dem Rennen. Sie haben immerhin die Spanier übertroffen. Die Spanier beginnen mit einem Fehlschuss und die Nati kann diese Chance nicht nutzen. Vargas schoss gegen Frankreich einen lahmen Penalty, den der Goale beinahe abwehren konnte und verschoss gegen Spanien. Dass die Spanier 23 Minuten in der regulären und 30 Minten Verlängerung in Überzahl kein Goal schaffen, ist mehr als schwach.

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  • Freigeist sagt:

    Das England ins Finale kommt , stand doch offensichtlich schon zu Turnierbeginn fest : dass eine brutale Fehlentscheidung des Schiedsrichters
    gegen Dänemark aufgrund einer für jeden erkennbaren Schwalbe gefällt wurde , unterstützt diese These . Es geht letztlich nur noch um Geld . Dass
    die nächste WM in einem Folter - und Hinrichtungsstast stattfindet, der Frauen zudem unterdrückt , ausgetragen wird , zeigt die Doppelmoral dieses Milliardengeschäftes . Katar hat Geld und nur das zählt .

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  • Stefan Mueller sagt:

    Wie schon geschrieben, geht es bloss noch darum, dass die kleinen als Garnitur mitmachen dürfen, den Grossen aber das Finale, die grosse Kohle und die Plätzchen zu überlassen haben, damit mit gestelzten "Auslosungen" den Grossen keine unnötigen Steine in die Wege gelegt werden!
    Auslosungs-Komödienstadls, Ein-/Auswechslung von halben Teams, Schiedsrichterentscheide wie rote Karte-CH/Penalty-DAN etc, trotz VAR wo Schwalben/Ellbogenchecks/takt.Fouls etc. locker mitbestraft werden könnten....

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