12. März 2021
Florian Schwab

Frauen-Aufstand bei der TX Group: Verleger Pietro Supino hat eine Ideologie genährt, die ihn jetzt jagt

Da wurde tatsächlich einer Mitarbeiterin beschieden, wenn sie mehr Lohn wolle, dann müsse sie kündigen und sich später wieder bewerben! Und in einer Redaktionskonferenz wurde gesagt, um ein Kinder-Thema solle sich idealerweise eine Frau kümmern!

Solche Erfahrungen unter dem Label «Sexismus» schildern gegen 80 Mitarbeiterinnen bei der TX Group in einem offenen Brief. Bezeichnenderweise sind zwei der profiliertesten Schreiberinnen über Geschlechter-Themen aus dem TX-Haus nicht bei den Unterzeichnerinnen: Michèle Binswanger und Bettina Weber.

Der Tages-Anzeiger zelebriert wie kein anderes Medium in der Schweiz die moderne Woke-Kultur, die unter dem Vorwand des Anti-Sexismus gerne Mücken zu Elefanten aufbläst.

Nachdem TX-Verleger Pietro Supino jahrelang zugesehen hat, wie seine Blätter die Trommel des aus den USA kommenden Trends gerührt haben, kann er jetzt schlecht sagen, das sei Unfug. Er hat einer Ideologie viel Raum gelassen, die sich jetzt auch im eigenen Haus austobt. Gegenwehr zwecklos.

Ober-Chefredaktor Arthur Rutishauser verneigt sich schon vor dem Frauen-Protest: «Wir haben diese Schilderungen mit grosser Betroffenheit gelesen.»

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4 Kommentare zu “Frauen-Aufstand bei der TX Group: Verleger Pietro Supino hat eine Ideologie genährt, die ihn jetzt jagt”

  • bhueti sagt:

    Meinen Sie wirklich "zwei der profiliertesten Schreinerinnen"? So nach dem Motto "wo gehobelt wird fliegen Späne?"
    Macht den Artikel noch witziger ...

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  • baloiszydeco sagt:

    Mit Feusi und Binswanger im Haus hatte ich Hoffnung. Jetzt minus Feusi fürchte ich der woke Mob in den Redaktionsstuben hatt freien Lauf, den Tagi inhaltlich auf das Niveau eines lefty party rags runter zu wirtschaften.

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    • Edmo sagt:

      Die Furcht ist völlig unbegründet. Das Niveau des lefty party rags hat der Tagi schon vor Jahren erreicht. Natürlich kann der woke Mob das Niveau noch um eine Spur weiter absenken. Doch da sprechen wir über feinste Nuancen. Wen interessiert das noch?

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