10. Juni 2021
Christoph Mörgeli

Frauenrütli, Rütlifrauen: Am kommenden Nationalfeiertag ist die Wiege der Eidgenossenschaft für Männer verboten

Einst war der Bund Schweizerischer Frauenvereine ein erklärtermassen patriotischer Zusammenschluss bürgerlicher Frauen. Mit dem neuen Namen «Alliance F» haben die Linken wie so vieles andere auch diese Dachorganisation gekapert. Co-Präsidentinnen sind die grüne Ständerätin Maya Graf und die grünliberale Nationalrätin Kathrin Bertschy.

In einem Rundschreiben verkünden die beiden Damen: «Am 1. August 2021 wird die Rütli-Wiese ganz in Frauenhand sein.» Damit würdige man das Jubiläum von 50 Jahren Frauenstimmrecht. Es herrscht also Männerverbot auf dem Rütli am diesjährigen Nationalfeiertag.

Dies ganz offensichtlich mit dem Segen der Schweizerischen Gemeinnützigen Gesellschaft (SGG), die das Rütli verwaltet – auch dies eine ehedem bürgerliche Vereinigung, die heute von Linken geführt wird. Und die grossspurig behauptet: «Mit dem Rütli und der Bundesfeier vom 1. August will die SGG bewusst dem Zusammenhalt der modernen Schweiz dienen.»

Wie sehr es dem Zusammenhalt dient, sämtliche Männer vom Rütli fernzuhalten, bleibt abzuwarten. Und wie modern eine solche Geschlechtertrennung daherkommt, wäre ebenfalls diskutabel.

Nur gut, dass nach den modernen Gesetzen von LGBTQ+ wir Männer uns ohne weitere Formalitäten zu Frauen erklären können – und so am 1. August doch noch auf die Rütli-Wiese dürfen.

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14 Kommentare zu “Frauenrütli, Rütlifrauen: Am kommenden Nationalfeiertag ist die Wiege der Eidgenossenschaft für Männer verboten”

  • Regina sagt:

    Dass der Rütlischwur von Arnolda von Melchtalin, Wernerine Stauffacherin und Waltraut Fürstin, in Begleitung der örtlichen Frauengruppen, abgelegt wurde, ist allgemein bekannt. Schon Frieda Schillerin schrieb über die Freiheitskämpferin Wilhelmine Tellerwäscherin, die ihrer Tochter Waltraut den Pfeil in die Birne (der Apfel ist männlich) auf ihrem Kopf schoss. In der modernen Schweiz liegt die Birne (weiblich) auf der linken Schulter. Schulter ist weiblich, links der Zeitgeist.

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  • verena sagt:

    Es ist nur noch beschämend;(

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  • lionmo sagt:

    Männer emanzipiert euch endlich !!!!! Liebe Grüsse von einer Frau 🙋🏼‍♀️

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  • Hoenggi55 sagt:

    Es währe doch Schön, wenn am 1.August die Schifshaltestelle Rütli nicht Angelaufen würde, so müssten diese Emanzen aus Rot-Grün mit dem Schiffli oder dem Pedalo , auch Schwimend zur Rütliwiese kommen !! Und eben mit dem Gülle ausbringen am 31. Juli währen sogar die Linken Medien für Schlagzeilen Begeistert !!

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  • schraegdenker sagt:

    Jene Frauen, die dort feiern gehen, hätten niemals eine Schweiz gegründet bekommen. Damals hiess es zusammenstehen, nicht ausgrenzen.

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  • Werner sagt:

    Weshalb wollten die Frauen den historischen Tag nich schon am 7. Februar, dem damaligen Abstimmungstag feiern? War es ihnen zu kalt dafür?

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  • Mueller sagt:

    Den Rütliwiesen- Pfleger bitte ich am 31.Juli Gülle auszutragen!

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  • Mikesch sagt:

    Man stelle sich das Geschrei der Frauen(rechtlerinnen) vor, die Situation wäre umgekehrt und es wäre einem Männerbund in den Sinn gekommen, das Rütli für einen 1. August aus irgend einem Jubiläum für sich zu pachten. Welche Diskriminierung!!!

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  • Florence sagt:

    Durch-Gestiere zeugt nur von geistiger Unterlegenheit. Frauen, besinnt euch doch mal auf euer Talent der Feinfühligkeit und Überzeugungskraft.
    Ihr dürft das höchste der Gefühle erleben: die Mutterschaft. Kein Mann hat das je fühlen können. Ihr seid zu allem fähig! Ihr könnt auch „Multitasking“ !!
    Ihr verbeisst euch in diese „Frauen sind besser als Männer“. Sind wir nicht! Wir sind anders! Das einzige was bei der Frauenemanzipation herausgekommen ist: Frauen, die ma wegen der Quote einstellt!

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  • Peter Eschmann sagt:

    …, was beweist, dass es gewissen Frauen letztlich nicht um Gleichstellung geht. Das war nur Einstiegsübungsgelände. Es geht nicht um Miteinander. Es geht jetzt um die Macht und Deutungshoheit.

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  • Edmo sagt:

    Bisher haben wir am 1. August die Gründung der Schweiz gefeiert. Die Rütli-Wiese war dafür natürlich der passende Ort. Mir ist schleierhaft, weshalb 50 Jahre Frauenstimmrecht ausgerechnet am 1. August und auf der Rütli-Wiese gefeiert werden sollen. Immerhin kann ich verstehen, weshalb Männer von diesem Anlass ausgesperrt werden. So wird verschleiert, dass sowieso keiner kommen würde, weil es nach den Erfahrungen der letzten 50 Jahre nichts zu feiern gibt.

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  • Rolf Bolliger sagt:

    Dass sich die SSG noch diesen Frauenrechtlerinnen anschliesst zeigt, dass eben auch dieser "Rütlibesitzer" (die SSG) total in linker Hand amtet! Die Rütliwiese gehört allen Schweizer(innen)! Dieses Grundrecht wird jedes Jahr durch die SSG und deren Akteure und Redner(innen) entzogen! Niemand wehrt sich gegen eine solche Gemeinheit und Ausgrenzung! Diese Tatsache macht mir grosse Sorgen! Offenbar getraut sich nicht einmal die SVP, gegen diese alljährlichen Ausgrenzungen zu opponieren!

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