14. Dezember 2020
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Pierre Heumann

Friedensstifter Trump schafft solides Fundament für Biden im Nahen Osten

Nein, nein, nein und nochmals nein: Mit dieser Vierfach-Negation schloss der ehemalige US-Aussenminister John Kerry israelisch-arabische Beziehungen aus, solange der Palästinakonflikt ungelöst ist. Jeder müsse das verstehen, dozierte Kerry vor vier Jahren: Ohne israelische Konzessionen an die Palästinenser werde es im Nahen Osten keinen Frieden geben.

Kerry lag mit seiner Prognose völlig falsch. Ohne dass der Staat Palästina ausgerufen worden ist, hat sich ein arabisches Land nach dem anderen den Abkommen angeschlossen, die US-Präsident Donald Trump seit Mitte September angestossen hat. Die Vereinigten Arabischen Emirate normalisierten vor vier Wochen als erste die Beziehungen zu Israel, Bahrain folgte ihnen, dann Sudan, am Donnerstag Marokko und am Wochenende Butan.

Wetten dass weitere Staaten ihre Beziehungen zu Israel normalisieren, bevor Trump das Weisse Haus verlässt – Oman, Saudi Arabien oder vielleicht sogar Indonesien?

Trump hat im Nahen Osten in kurzer Zeit mehr erreicht als alle US-Präsidenten der letzten zwanzig Jahre. Trumps Nachfolger John Biden wird auf dieser  Grundlage den Neuen Mittleren Osten weiter kräftigen können. Und wenn es die Palästinenser geschickt anstellen, sind ihre Chancen auf einen eigenen Staat besser als je zuvor. Denn je mehr Friedensverträge zwischen Israel und arabischen Staaten unterzeichnet werden, um so stärker können sie Jerusalem unter Druck setzen, den Palästinensern entgegenzukommen.

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