14. Juni 2021
Alles lesen
Alex Baur

Für «10 vor 10»-Moderator Arthur Honegger ist SRF eine Volksschule zur Erziehung von Erwachsenen. Er trifft den Nagel auf den Kopf

Soziale Medien sind schrill und schnell. Für Reflexion und Relativierung ist kein Platz. In der Hitze des Gefechtes offenbaren Menschen oft unfreiwillig, wie sie wirklich ticken. Das ist erfrischend in einer Zeit, in der PR-Abteilungen jede griffige Aussage zur Unkenntlichkeit verstümmeln.

So liess «10 vor 10»-Moderator Arthur Honegger 9. Juni via Twitter die Welt wissen, dass er die geplante Initiative zur Halbierung des Rundfunk-Gebühren ablehnt. Natürlich, er lebt von den Zwangsabos. Interessant ist Honeggers Begründung.

Honegger setzt die Staatsmedien mit der Volksschule gleich. Es käme doch auch keinem in den Sinn, das Budget bei der Bildung und Erziehung unserer Kinder zu halbieren. Indirekt bestätigt Honegger damit, was kritischen Medienkonsumenten schon lange sauer aufstösst: SRF sieht sich als eine Art geistige Volkserziehungsanstalt.

Das Schweizer Fernsehen wurde im Kalten Krieg gegründet. Der öffentliche Rundfunk hielt sich damals strikte aus den ideologischen Gräben heraus. Die Nachrichten waren trocken wie Wüstenstaub, monoton bis zum Abwinken und peinlichst auf Neutralität getrimmt. Aber sie galten als verlässlich.

Von diesen Tugenden ist heute nichts mehr zu spüren. Der staatlich finanzierte Monopolist will mehr als Information und Unterhaltung, er will die Bürger zu besseren – sprich staatsgläubigen, gegenderten und klimafürchtigen - Bürgern umerziehen.

Arthur Honegger hat gerade das beste Argument für das Schlachten dieses Heiligen Ochsen geliefert.

866 6

26 Kommentare zu “Für «10 vor 10»-Moderator Arthur Honegger ist SRF eine Volksschule zur Erziehung von Erwachsenen. Er trifft den Nagel auf den Kopf”

  • eduardkeller sagt:

    Ich zahle die sogenannte Zwangsgebühr ohne Kommentar. Es geht nicht anders. Ich frage mich, ob dieser Betrag als Spende bei den Steuern abgezogen werden kann. Das Schweizer Fernsehen schaue ich überwiegend nicht. Demgegenüber sind die Radiosender ohne die blöden Kommentare wir Jazz, Pop und Klassik absolut Spitze. Das wiegt die Zwangsgebühr schon ein wenig auf.

    5
    0
  • Bruno Bettoli sagt:

    Wie können ideologisch Verzogene die Menschheit lebensnah umerziehen?

    76
    1
    • Santenbergler sagt:

      Ihre Frage ist absolut berechtigt. Aber "Umerziehen" braucht's nicht, Erziehen würde genügen. Wenn jedoch die sich auf allen Kanälen dauernd selbstüberschätzende SRG meint, sich auch in diese Belange einmischen zu müssen, dann würde das Land bald vor die Hunde gehen.

      0
      0
  • waschiwischi sagt:

    Die Bärtigen in diesem zwangsfinanzierten linken Staats-Filz-Moloch beschleicht ganz offenbar die Angst - gut so, möglicherweise lernen sie daraus!

    85
    1
  • peterlinz sagt:

    Die politische SRF ist eine linksfeministische Volksverdummungsanstalt. Es ist erstaunlich, dass trotz eher linken Mainstreammedien und den linken Bildungsanstalten eine Mehrheit unserer Stimmbürger noch nicht die Realität verloren hat. Grandios auch der heutige Kommentar von Roger Köppel.

    172
    3
  • holsderkuckuk sagt:

    SRF muss seine (Dienstleistung?) den Kosumenten verkaufen, wer auf die SRG verzichtet muss nichts bezahlen. Fernsehen und Radio werden codiert gesendet, wer interessiert ist meldet sich bei der SRG an und der Kunde bekommt kostenfrei einen Decoder gestellt. Dieser Decoder misst die Nutzungsdauer und dem entsprechend wird seine Rechnung ausfallen. Mit der heutigen Technik ist das alles leicht machbar. Das Motto: Keinen Franken für die Staatspropaganda, für die Falschaussagen der Politiker.

    157
    1
    • Santenbergler sagt:

      Vor einer Messung der Nutzungsdauer fürchten sich die Monopolisten genauso wie vor der Transparenz bei den Einschaltquoten. Wer im Eiltempo durch die Sender zappt, zählt für die SRG als Zuschauer.

      Aber lassen wir das, denn auch ohne Zuschauer können die getrost unsere Zwangsgebühren verprassen.

      Wer gut ist, der kann seine Leistung verkaufen. Wer es nicht ist, muss das Volk mit Zwangsgebühren ausnehmen. Ewig wird diese Misere nicht dauern . . .

      0
      0
  • Pablo sagt:

    Linkes Staatsfernsehen wollen wir nicht mehr !
    Für Leute, die SRF nicht konsumieren, müssen die Gebühren zu 100 % gestrichen werden.
    Es gibt Internet und viele Regionalsender, wie z.B. TeleZüri, wo man sich bestens Informieren kann.

    153
    2
  • R.Roth sagt:

    Was heisst hier die Gebühren auf 200 Fr. senken? Die müssten abgeschafft werden. Sollen doch die Roten und Grünen das Fernsehen finanzieren, denn für sie wird ja Werbung gemacht.

    171
    2
    • holsderkuckuk sagt:

      Die Zwangsabgaben abschaffen so schnell als möglich, ja. Eine Initiative starten, aber Auslandschweizer die mindesten 2 Jahre abwesend sind sollten bei Steuern, die sie nicht betreffen, nicht stimmberechtigt sein. Ihre Ansicht in allen Ehren, aber alle Radio-und TV Sender werden mit Mainstream Journalisten betrieben. Die grossen Zeitungsverlage besitzen viele Sender und kassieren Subventionen, die von den Steuerzahlern aufgebracht werden. Die Politiker kaufen sich die Jubelchöre mit Steuergeld.

      73
      1
  • Fredi Stutz sagt:

    CHF 200.- p.a. für rot-grüne Propaganda zu bezahlen, die unter dem Namen SRF verbreitet wird, kann nicht das Ziel sein. Was letztlich beim SRF produziert wird, ist eine niederträchtige und unterschwellige Volksumerziehung unter dem Vorwand von Information und Unterhaltung und sie ist somit als äusserst gefährlich einzustufen. Gut gibt es Politiker wie Th. Matter aber was unternehmen alle anderen bürgerlichen Politiker und Parteien dagegen? Nichts, nicht einmal ein Hauch Kritik ist zu spüren.

    165
    3
  • euseg sagt:

    Jetzt wäre der richtige Moment eine Initiative zu starten um die Zwangsgebühren zu senken. Diese hätte sehr gute Bedingungen um angenommen zu werden. Das SRF hat jetzt selber gezeigt, dass sie Lügen, auch vom Bundesrat (z.B. Hr. Berset, Arena Covid-19-Gesetz), verbreitet oder wichtiges einfach nicht berichtet und somit unterstützt. Wo ist da die ausgewogene und wahrheitsgetreue Berichterstattung? Und all das bezahlen wir Bürger. Dreiester geht's nicht!

    166
    2
  • Hoenggi55 sagt:

    Für mich, ein zu Hoch Bezahlter Dummschwätzer und Rot-Grün Infizierter Laferi nichts Anderes ! Sollte mit seiner Ansicht mal ein Bisschen Hirn( was wohl das Problem sein würde ) einschalten, bevor er sein Maul aufmacht !! Jetzt hoffe ich das die Abgaben nochmals vors Folk kommen, denn JETZT würden die Trümpfe anders verteilt !! SF-DRS würde UNNWEIGERLICH den Spaarmodus einsetzen müssen !!

    145
    2
  • DCH sagt:

    Schön, wenn man auf Kosten anderer, die eigenen Interessen oder Gesinnungen verbreiten kann, Herr Honegger

    156
    1
  • minibixi2008 sagt:

    Nein ich will auch nicht 200 Franken bezahlen für etwas das ich nicht brauche und das sich die frechheit erlaubt mich als Dank dafür noch als schlechten Mensch hin zu stellen.
    Wenn ich bankrott bin und mir Jemand Geld gibt stelle ich ihn sicher nicht als Idioten hin.
    Diejenigen die diesen Schrott finanzieren sterben aus und die Generationen de jetzt folgen werden bestimmg nicht bereit sein für etwas zu bezahlen das sie nicht interessiert. Adieu Stasifernsehen.

    235
    1
  • Fritz sagt:

    Die Schulpflicht wurde seinerzeit in der Schweiz eingeführt um die Schweizer zu willigen Staatsbürgern zu erziehen, nicht um sie bilden. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Klar, dass Honegger die Kosten dafür nicht halbieren will.

    185
    5
  • gian sagt:

    Weltwoche
    "Lieber Jann Billeter

    Schade, dass Sie SRF verlassen..... Ich habe Sie immer gerne gesehen, Sie sind sympathisch, kompetent, freundlich. Ich werde Sie vermissen.
    Peter Rothenbühler"
    Werter Honegger
    Schön, dass Sie SRF verlassen und Dozent für Meinungsvielfalt und Joe Biden an der Reitschule Bern werden. Sie sind mässig sympathisch, parteiisch, voreingenommen und nicht die hellste Kerze auf der SRF-Tor te.
    Keiner wird Sie vermissen.
    Zwangsgebührenzahle

    255
    2
  • Rolf Bolliger sagt:

    Der Moderator Honegger hat mit seiner Aussage den endgültigen Beweis erbracht, dass das zwangsgebührenpflichtige Staatsfernsehen und Radio zum "Oberlehrer der Nation" geworden ist! Diesmal, beim CO2-Gesetz, hat die monatelange "Umerziehung" nicht gefruchtet! Weitsichtigkeit und andere machbare Wege zur Verbesserung unseres Klimas. hat zum gestrigen Urnenresultat geführt! Wer nun glaubt, dass die SRG jetzt realistischer werde, hat sich getäuscht: Gejammer und Druck auf die Politik wird folgen!

    243
    1
  • Meinrad Odermatt sagt:

    Ob mit der angesprochenen Halbierung der "Bildungskosten" (von Erziehung ist ja nicht viel Gescheites zu sehen) nicht eine Verdoppelung des Bildungsniveaus einhergehen würde, steht noch im Raum. Diese Gelder gehen vorwiegend in linke Taschen. In dem Zusammenhang war aus Baerbock Kreisen in Deutschland zu hören, dass man an die Bildung einer Abteilung für "Bevölkerungsbetreuung" denke. Das hat dann mit Demokratie wohl gar nichts mehr zu tun. SOLL ES JA AUCH NICHT!

    283
    1
  • Elvira sagt:

    Darum schaue ich seit einem Jahr keine Nachrichten mehr. Ich bin alt und schlau genug, mir eine eigene Meinung zu bilden

    338
    3
  • markus.schudel@gmx.ch sagt:

    Den Stimmenden eine Doppel-Initiative mit Stichentscheid betreffend Billag / Serafe anbieten:

    1. Billag / Serafe mit Fr. 200.- p.a. beibehalten, dafür obligatorisches Mitwirken von Medienräten nach Parteistärke in verbindliche Programmgestaltung und -Inhalte.

    2. Billag / Serafe Zwangsgebühr komplett abschaffen, dafür darf SRF senden, was und wie es will.

    3. Stichentscheid: Wenn beide Initiativen angenommen werden, was wird bevorzugt: Nr. 1 oder Nr. 2?

    196
    1

Schreiben Sie einen Kommentar

© Copyright 2021 - Weltwoche daily

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche-daily.ch dienen als Diskussionsplattform und sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird. Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels oder wo angebracht an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Persönlichkeitsverletzende und diskriminierende Äusserungen hingegen verstossen gegen unsere Richtlinien. Sie werden ebenso gelöscht wie Kommentare, die eine sexistische, beleidigende oder anstössige Ausdrucksweise verwenden. Beiträge kommerzieller Natur werden nicht freigegeben. Zu verzichten ist grundsätzlich auch auf Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen), wobei die Online-Redaktion mit Augenmass Ausnahmen zulassen kann.

Die Kommentarspalten sind artikelbezogen, die thematische Ausrichtung ist damit vorgegeben. Wir bitten Sie deshalb auf Beiträge zu verzichten, die nichts mit dem Inhalt des Artikels zu tun haben.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Unzulässig sind Wortmeldungen, die

  • Nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommerzieller Natur sind
  • andere Forumsteilnehmer persönlich beleidigen
  • einzelne Personen oder Gruppen aufgrund von Rasse, Ethnie oder Religion herabsetzen
  • in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • verächtliche Abänderungen von Namen oder Umschreibungen von Personen enthalten
  • mehr als einen externen Link enthalten
  • einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Online-Redaktion behält sich jedoch vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Es besteht grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.