16. Juli 2021
Alexandra Janssen

Falsche Zahlen, falsche Annahmen: Die Juso bringen zwei Argumente für ihre 99-Prozent-Initiative vor. Beide sind falsch

Die Juso und die SP behaupten, dass das reichste Prozent der Schweiz heute mehr als 43 Prozent der Gesamtvermögen besitze.

Diese Statistik zu den Vermögenswerten stützt sich auf Steuerdaten und ignoriert gut die Hälfte des Schweizerischen Volksvermögens.

In der Statistik fehlen die Vermögen der zweiten und dritten Säule sowie die hohen Werte der Eigenheime.

Zieht man diese wichtigen Vermögensbestandteile mit in die Statistik ein, ist die Ungleichheit deutlich geringer, als von den Initianten berechnet.

Weiter behaupten die Initianten, dass diese Ungleichheit wegen der steigenden Bedeutung der Kapitaleinkommen stetig zunehme.

Erhebungen des Bundes zeigen: Der Anteil der Kapitaleinkommen am Primäreinkommen ist tief (im Schnitt liegt der Anteil seit dem Jahr 2000 bei 6 Prozent) und über die Zeit hinweg konstant (die Zahl schwankte seit dem Jahr 2000 zwischen 4.5 und 7.5 Prozent).

Störender als die falschen Statistiken der Initianten ist die der Initiative zugrundeliegende Annahme, dass Ungleichheit schlecht und Gleichheit gut sei.

Wichtig für die Zufriedenheit in einer Gesellschaft ist die Möglichkeit, aus eigener Kraft viel erreichen zu können.

Die 99-Prozent-Initiative gefährdet genau diese Möglichkeit. Sie wirkt sich negativ auf die Löhne aus und macht es wegen der beabsichtigten Steuererhöhung auf Kapitaleinkommen deutlich unattraktiver in der Schweiz als Unternehmer tätig zu sein.

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14 Kommentare zu “Falsche Zahlen, falsche Annahmen: Die Juso bringen zwei Argumente für ihre 99-Prozent-Initiative vor. Beide sind falsch”

  • J. Lee sagt:

    Man soll die Kuh melken und nicht schinden.

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  • Rolf Bolliger sagt:

    Natürlich hoffe ich, geehrter Herr Beri, dass alle arbeitenden und steuerzahlenden "Nichtlinken" geschlossen an der Urne das notwendige und klare NEIN einlegen werden! Zu diesem folgenreichen Anliegen einer weiteren massiven Umverteilung durch die linksextremen JUSO sollte jede(r) weitsichtige Bürger(in) wissen,was zu tun ist!

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  • Hans Peter sagt:

    Ab einer gewissn Höhe geht der Grenznutzen eines Vermögens gegen Null (sprich der 20. Ferienvilla und dem 8. Sportwagen), es dient dann nurmehr gesellschaftlichem und politischem Machtgebahren z. B. eines "Philantropen" Gates oder Soros.
    An diesem Punkt hilft der weise Demokrat mit, solche monströsen Ungleichheiten zu beschneiden, ohne dabei zwangsläufig in ideologielastige Gleichmacherei zu verfallen.
    Kurz, Millionäre genügen, während Multimilliardäre meist nur schaden.

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  • Petersen sagt:

    Linke verwechseln gerne Kapitaleinkommen mit Kapitalbestand bzw mit dem gegenwärtign Marktwert (- zB der Aktien). Wenn ich die Invesition verkaufe, erst dann habe ich davon ein Einkommen - und das wird versteuert.
    Und die Dividenden werden ja ohnehin versteuert.

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  • Marlisa Schmid sagt:

    Diese absurde Initiative wird genauso scheitern, wie die seinerzeit von Bäumle lancierte Initiative Energie statt MwST, die mit 92Prozent nein eine historische Schlappe erlitt. Es ist das Verdienst der Reichen, dass es unserem Staat derart gut geht. Das reichste Prozent der Steuerzahlenden bezahlt fast ein Viertel aller Steuern und die reichsten 10 Prozent zahlen sogar über die Hälfte aller Bundes- Kantons- und Gemeindesteuer. Diese Superreichen werden sich subito in in andere Länder absetzen...

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    • Marlisa Schmid sagt:

      ....und zurück bleiben die Hardcore Sozialisten und die Menschen der A-Kategorie, die Arbeitslosen, die Ausgesteuerten, die Alleinerziehenden, die Asylanten, die Armen.. Alle diese Menschen werden nach der Flucht der Reichen erheblich Federn lassen müssen, da die üppigen Geldquellen versiegen. Der Mittelstand wird noch unbarmherziger geschröpft werden, weil das Geld irgendwoher kommen muss. Nicht umsonst hat Frankreich die hohen Steuern für die Reichen wieder rückgängig gemacht.

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  • Realo100 sagt:

    Wer es immer noch nicht begriffen hat, der sollte den verpassten Geschichtsunterricht eiligst nachholen. Der Sozialismus ist zum Schiffbruch verurteilt und hat in der Vergangenheit bewiesen, dass er höchst untauglich ist. Verlogen von A - Z. Genauso operieren auch die heutigen Sozis, ob jung oder alt. Der Sozialismus gehört entsorgt, und zwar ohne Recycling!!
    Sonst steuern wir direkt auf die nächste Katastrophe zu.

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  • oazu sagt:

    Falschheit ist eine der Charakterzüge aller linken Ideologen.

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  • Edmo sagt:

    Die streng kommunistischen Juso wollen die Rentner massiv schädigen. Für viele Rentner, die etwas Geld angespart haben, sind Dividenden ein wesentlicher Teil des verfügbaren Einkommens. Vor allem Selbständige, die keine zweite Säule haben, sparen mit Wertpapieren auf das Alter hin. Nun wollen ihnen die egoistischen, verwöhnten Jungspunde gnadenlos die Rente kürzen. Diese Frechheit begründen sie mit höherer Gerechtigkeit. Aber was will man von dieser tiefroten Bildungselite anderes erwarten?

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  • Rolf Bolliger sagt:

    Sich über diese Umverteilungs-Initiative der linksextremen JUSO aufzuregen oder zu ergründen, ist für alle Steuerzahler(innen) reine Zeitverschwendungè Diese absurde Geldverteilung wird an der Urne eine klare Ablehnung zurücklassen!

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    • Edmo sagt:

      Das ist natürlich zu hoffen. Doch vor der Ablehnung an der Urne, müssen die Leute erst mal die Konsequenzen erkannt haben. Wenn jeder denkt, das Thema erledige sich von selbt, gehen nur die Marxisten abstimmen und der Rest erlebt dann die böse Überraschung. Auch wenn die Juso bis zum Abwinken vetrottelt sind, muss man ihre Initiativen mit dem nötigen Ernst betrachten und mit politischer Wucht bodigen. Von selbst passiert gar nichts.

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    • Beri sagt:

      Da bin ich mir nicht so sicher, Herr Bolliger. Wenn man diese Initiative nicht ernst nimmt, in der Meinung, sie hätte an der Urne sowieso keine Chance, verhilft man ihr geradezu zum Erfolg. Dann stimmen nämlich viele Leute (die Gegner) gar nicht ab. Die Befürworter, und das werden nicht wenige sein in unserer Neidgesellschaft, erhalten somit die Oberhand.

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    • Realistin sagt:

      Je mehr Eingebürgerte aus anderen Mentalitäten wir hier haben, desto wahrscheinlicher wird es, dass solche Initiativen angenommen werden.

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