25. Juni 2021
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Hubert Mooser
Hubis Bundeshaus

Gefährliche Portemonnaie-Diplomatie: Wie sich Aussenminister Cassis die Liebe Brüssels erkaufen will

Der Entscheid des Bundesrats zum Kauf eines neuen Kampfjets fällt am kommenden Mittwoch.

Bereits ist aber durchgesickert, dass Aussenminister Ignazio Cassis einen europäischen Kampfjet favorisiert. Der Tessiner will sich nach der Beerdigung des Rahmenvertrages durch den Bundesrat mit der EU gutstellen. Er putzt derzeit in ganz Europa Klinken, um sich für das geplatzte Abkommen persönlich zu entschuldigen.

Er hat auch noch andere Ideen, wie die Schweiz sich die Liebe der EU erkaufen kann – zum Beispiel auch mit einer Beteiligung am europäischen Green Deal. Unter diesem Titel plant Brüssel Investitionen in Billionenhöhe, um von Öl, Gas, und Kohle wegzukommen.

Zudem soll zügig die Zahlung einer weiteren Milliarde Franken an Kohäsionsgelder fliessen, also an den innereuropäischen Finanzausgleich, an dem wir uns bereits einmal beteiligt haben.

Eine erneute Zahlung von 1.3 Milliarden Franken hat das Parlament jedoch blockiert, weil die EU die Schweizer Börse diskriminiert. Jetzt soll das Geld trotzdem überwiesen werden, neu verpackt als Marktzutritts-Prämie.

Statt dass wir Rückgrat zeigen und der EU selbstbewusst begegnen, lassen wir uns einschüchtern und zu Geldgeschenken verleiten. Eigentlich kann man es in jedem Mafia-Film sehen, wohin sowas führt.

Wer einmal zahlt, kommt aus diesem Schutzgeld-Zahlungssystem nur schwer wieder heraus. Also lassen wir doch besser die Hände davon. Das wird die EU ohnehin nicht daran hindern, uns zu piesacken.

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24 Kommentare zu “Gefährliche Portemonnaie-Diplomatie: Wie sich Aussenminister Cassis die Liebe Brüssels erkaufen will”

  • holsderkuckuk sagt:

    Die vereinigte Bundesversammlung die die Bundesräte wählt, wählt nicht die tüchtigste Person; sie verhindert jemanden der geeigneter wäre. Gerne wählt man Theoretiker, ehemalige Konsumentenschützer*innen, Juristen, alles Leute die keine Wertschöpfung bewirken. Alle an der Wahl beteiligten glauben die beste Person wären sie selbst, aus diesem Grund wird die Stimme einem "non valeur" gegeben. Keiner der aktuellen Bundesräte (m.w.) hat jemals ein KMU geführt. Gleich wie die meisten Regierungsräte.

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  • holsderkuckuk sagt:

    Die SVP Vertreter sind an der heutigen politischen Misere mitschuldig. Ihre Unterstützung der FDP über Jahre haben diese grossartigen Verfechter der schweizerischen Interessen gestärkt. Die Feigheit der SVP Führung ist bedenklich, es ist besser die FDP im Lager der politischen Gegner zu sehen. Da weiss man was man hat. Der Fluri (SO) die Markwalder (BE) der Noser (ZH) sind nur die Spitze des Eisbergs. Die links-grünen-eingemitteten Schmarotzer sind zu verachten. Alle wollen abkassieren.

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  • Ingo sagt:

    In Rumänien zeigt sich gerade der ganze Wahnsinn des Green Deals. Kohlekraftwerke müssen Millionen teure Kohlenstoff-Zertifikate kaufen, was sie in den Bankrott treibt. Das hat verheerende Folgen für die Menschen. Ein sozialer Genozid spielt sich vor unseren Augen ab. Die EU kümmert das nicht. https://www.youtube.com/watch?v=zcdbgW5lO80

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  • scavenger sagt:

    Dieser Bonsai aus dem Tessin , will das wieder gutmachen was er vergeigt hat , aber zum Glück werden die Leute darauf aufmerksam und merken , was für Nieten wir in der Regierung haben.

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    • Stefan Mueller sagt:

      Das war doch nur ein Signal an die linken und linkschaotischen Heimatmüden im Bernsumpf, dass auch er EU-devot-KANN,
      sobald die Schweizerin des Jahres Nummer-II zum Heckenschuss auf IHN ansetzt,
      à la Dauergrins auf Metzler,...
      Zumal die ihr Bundesrätli-Plätzchen so lange erdulden musste und dafür gar noch widerlicher als die Schweizerin-des-Jahres-Nummer-I, ihren Judaslohn an den Linksstaatsfilz entrichtet!!!

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  • Gadsden flag sagt:

    Ich finde, die Bestrebungen, einen europäischen Jet kaufen zu wollen, setzen ein falsches Zeichen. Wir sollten der EU dabei helfen, den Verbrauch von Öl und Gas zu senken. Und die europäische Industrie nicht dazu verleiten, noch mehr Gerätschaften herzustellen, die der Erdöl-Lobby noch mehr Geld in die Kassen spült. Sobald Dassault ein solarbetriebenes Kampfflugzeug anbietet, kann man darüber nachdenken. Bis dann aber soll man das beste am Markt erhältliche Modell kaufen.

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  • Josef Hofstetter sagt:

    Hat jemand gestern die Werbesendung in 10 vor 10 wieder für die EU gesehen. u.a. mit Molina, Schneider-Schneiter und Markwalder, alles EU Turbos. Dazu dass Interview mit Cassis. Unglaublich die einseitige Berichterstattung von SRF. Dazu kam die Infragestellung der beschlossenen Öffnungen nach Corona u.a. mit einer jungen Virologin und Engelberger. Virologen und Virologinnen gibt es wie Sand am Meer und die Studienplätze sind überfüllt.

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  • Josef Hofstetter sagt:

    Der EU sollte auch zu denken geben, dass die Schweiz der zweitgrösste Investor in der EU ist. Hundertsausende von EU Bürgen kommen täglich in die Schweiz um zu arbeiten.
    Tausende von EU Bürgern können an Schweizer Universitäten studieren, welche besser sind als diejenigen in der EU. Wir importieren mehr aus der EU als wir exportieren. Besonders die Automobilindustrie ist auf Schweizer Produkte angewiesen. Die EU will Ungarn sogar aus der EU werfen. Keine Zugeständnisse an die EU!

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    • Meinrad Odermatt sagt:

      Es macht überhaupt keinen Sinn Argumente für oder gegen dies oder das vorzubringen, denn die mafiösen NWO-Globalisierungs-Terroristen sind fest entschlossen ihren Plan gegen alle Widerstände durchzusetzen: "Whatever it takes!" Daran müssen wir uns orientieren. Die EU wird niemanden rauswerfen, sondern den Widerstand brechen. Für die freien Bürger und ihre Staaten geht es um sein oder nicht mehr sein. Alles andere ist Schattenboxen und Selbstüberlistung.

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  • Marlisa Schmid sagt:

    Es ist höchstpeinlich, einen solchen Schleimer als Aussenminister zu haben, der sich entschuldigt und wundenleckend zu Kreuze kriecht. Man sollte Cassis subito abziehen und an die Reissleine ziehen. Er ist schon früher von einem Fettnäpfchen ins nächste getreten und hat unser Land massiv blamiert. Der Resetknopf ist jetzt gedrückt. Jetzt gilt es, die gravierendsten Probleme anzupacken, nämlich nochmals einen Anlauf zu nehmen, die unsägliche PFZ abzuschaffen. So kann es nicht weitergehen!

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    • waschiwischi sagt:

      Ja Frau Schmid, es hilft alles nichts! Die grosse Mehrzahl in Bundesbern besteht aus angepassten Karrieristen, die weder über eine fundierte Bildung noch über eine verlässliche Weltanschauung verfügen. Sie hängen ihr Fähnchen nach dem Wind und dünken sich grossartig, weil sie palavern können. Was soll oder kann man von denen erwarten die ständig in der Bückling-Haltung unterwegs sind? Den BR können wir nicht wählen, aber diejenigen die diese wählen können wir im Herbst 2023 die Stimme verweigern

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    • Stefan Mueller sagt:

      Frau Schmid...stellen Sie sich doch mal den Aussenminister...gar Bundesrätli in ein paar Jahren vor...wenn der Filz die SVP total ausgegrenzt hat und die Inländervorrang-light-Verfassungsbrecher alleine das Sagen haben.
      Bei dem Personal mit Kasachstan-Göre Schwätzer-Moser-Sirene den Subventions-Abzockern Nussbaumer/Nordmann/Grossen oder gar den Einschleicher-Schnorrer-Secondos Wermut Molina Fucinelle Aslan Badran etc etc.
      dazu der mit Steuer-Mrd. geschmierte Einheitsbrei-Ekel-Müllstream.
      DDR2.0

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  • Guy Tiger sagt:

    Brüssel ist eine Blase mit ungemeiner Anziehungskraft für Karrieristen. Diese Bubble hat aber in den letzten 20 Jahren einen unkontrollierten Drall entwickelt. Anziehung und Drall ergeben in der Potenz die Zentrifugalkraft, welche die Blase schlussendliche vollständig zerreissen wird. Brexit war nur der Anfang. Alles was sich nicht bedingungslos zur Kern-EU zählt, wird früher oder später die Trennung wollen.

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  • Juerg Schneeberger sagt:

    Hier zeigt sich eben, dass Cassis doch ein äusserst schwacher und damit für die Schweiz gefährlicher Bundesrat ist. Eine solche Unterwürfigkeit, eine solche Heuchelei, eine solche Schwäche bildet geradezu die Grundlage zur Erpressung durch die EU. Bundesrat Cassis ist kein Magistrat, keine Grösse, nein, Cassis zeichnet sich durch ein äusserst infantiles Verhalten aus, welches schlussendlich das Weiterkommen mit der EU blockiert und uns immer und immer wieder in die Bredouille bringt.
    Jürg 51

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  • olive sagt:

    Entsetzlich wie unsere Bundesräte gegen das eigene Land agieren.

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  • Beo B. Achter sagt:

    Passt scho . . Das Einzige was die EU zusammenhält ist das Geld. Es ist traurig zu beobachten wie gewisse Mitglieder sich grossmäulig am Futtertrog der EU suhlen und sich dafür als willfährige Gehülfen für Unfrieden in Europa einspannen lassen.

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    • Hegar sagt:

      Ich gehe davon aus, Sie meinen, die EU suhlt sich am Futtertrog der CH, oder?!
      Die Schattenrechnung unter Einbezug des durch die Grenzgänger in der EU versteuerten CH-Lohnsubstrats und das durch den CH-Einkaufstourismus in D, F, I und A angekurbelte EU-BIP und drittens die x-Hundert Milliarden an Euros, welche die SNB ,freundnachbarschaftlich‘ in den Büchern stehen hat; Aufzählung nicht abschliessend.
      Ich gehe davon aus: ,wir verstehen uns‘! Ja?
      Die EU ist nimmersatt, dreist und verlogen.

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  • Meinrad Odermatt sagt:

    Es ist schon sehr "mühsam" festzustellen, dass immer noch niemand gemerkt haben will, dass der Europäische Greendeal das Triple B (Build Back Better) - Programm der Globalisierer des WEF ist. Genau wie auch das Billionen Programm von Biden. Und dass dem globalen Investitionsfonds BlackRock dabei eine Führungsrolle zugedacht ist. Man mache sich bitte in diese Richtung schlau.

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  • Realo100 sagt:

    Die EU gleicht einer großen WG, deren meisten Miglieder nichts bezahlen und von den Dummen profitieren (zB Deutschland), die ihren Obolus entrichten. Da diese Beiträge aber längst nicht ausreichen, um die gigantischen Schulden zu tilgen geht dieses Gebilde auf Geldsuche und scheut auch vor Erpressungsversuchen nicht zurück. Wir schulden der EU gar nichts, wir haben die besseren Universitäten, das bessere Bildungssystem, die bessere Wirtschaft.Stopp der Erpressung und der „Einschleimung“!!!

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  • Bischi49 sagt:

    Solange der zuständige Bundesrat nicht in der Lage ist, Augenhöhe zu erreichen und böse Blicke auszuhalten, wird jedes Abkommen mit der EU zum abzulehnenden Unterwerfungsvertrag. Man darf von Brüssel keine Liebe erwarten und kann sie sich auch nicht erkaufen (gälte auch mit dem glücklicherweise angelehnten Rahmenvertrag). Brüssel verfolgt Interessen, mehr nicht. Und das sind, die „demokratische Störung“ Schweiz zu beseitigen und gleichzeitig von ihr zu profitieren und einzukassieren.

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  • VP-Falger sagt:

    Die alte Leier der Armeeabschaffer und EU-Turbos, Unruhe zu stiften und die Gesellschaft zu terrorisieren. Hoffentlich erinnern sich die Stimmbürger in zwei Jahren an der Urne noch daran, wer das meiste Öl ins Feuer der Zerstörung der Schweizer Demokratie geschüttet hat.

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  • VP-Falger sagt:

    Ist die EU, die gar kein Staat ist, zum Schurken- und Erpressungsstaat geworden?
    Eigentlich ist das Fragezeichen am falschen Ort, denn es müsste ein Ausrufezeichen sein, erleben wir doch seit Jahren die Erpressungsversuche. Und der Bundesrat... Auf weiten Strecken des vergangenen Jahrzehnts schlichtweg rückgratlos und denselben Träumereien verfallen, welche Wirtschaft und Gesellschaft dem Zusammenbruch nahebringen wird.

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  • markus.schudel@gmx.ch sagt:

    Das Verhalten von Cassis & Co. gegenüber der EU erinnert mich an jenes eines Teenagers, der in der Schule unbedingt zu den Tollen und Schönen dazugehören will: Er hängt ihnen an den Lippen, holt die Kohlen für sie aus dem Feuer, steht Schmiere, wenn ein Scheiss läuft, und zahlt in der Disco die Drinks, wird aber dennoch nie für voll genommen.

    Statt auf sich selbst zu vertrauen, das eigene Aussenseitertum auszuhalten, darauf aufzubauen sowie andere Freumde zu suchen. Zum Fremdschämen.

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