31. März 2021
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Marcel Odermatt

Gegen den Druck von aussen und innen, blieben die Schweizer Skigebiete offen. Wie richtig der Entscheid war, zeigt sich jetzt

Es bräuchte eine starke Regierung, die entscheidet, warnte der Spiegel im Dezember. Auch die Frankfurter Allgemeine Zeitung hatte für den Entschluss, die Skipisten in den Schweizer Alpen zu öffnen, nur Kopfschütteln und einen Schuss Häme übrig.

Für einmal liess sich der Bundesrat von den ausländischen und inländischen Besserwissern nicht einschüchtern. Die Schneesport-Gebiete blieben offen - die Ausflüge in die sonnigen Berge stellten für viele Menschen das Highlight der vergangenen Monate dar.

Nun ist Frühling. Der Schnee schmilzt. Die Resorts schliessen ihre Tore oder werden es nach Ostern tun. Das Fazit: Deutschland, Österreich und Italien verzeichnen eine angespanntere und schlechtere Covid-19-Situation als ihr Nachbarland. Ihre Schliessungen brachten nicht den gehofften Vorteil in der Bekämpfung der Pandemie. Das Risiko von Ansteckungen im Freien bei Skisport wurde von Experten und Politik offenbar falsch beurteilt.

Die Lehre daraus für die Regierung ist eigentlich klar: Sich nicht unter Druck setzen lassen, selbstständig und eigenverantwortlich handeln, zahlt sich aus. Die Bevölkerung wird es danken.

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8 Kommentare zu “Gegen den Druck von aussen und innen, blieben die Schweizer Skigebiete offen. Wie richtig der Entscheid war, zeigt sich jetzt”

  • mikueder sagt:

    Ich war diese Saison trotzdem nicht auf den Ski. Hatte keine Lust mir den ganzen Tag diese Maulkörbe anzusehen und dadurch die Laune zu verderben.

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  • VP-Falger sagt:

    Was heisst "selbständig und eigenverantwortlich" handeln? Ist es das, was Berset heute wieder herausgelassen hat? Die ganze COVID Geschichte ist ein Schmierentheater, um die Demokratie auszuhebeln! Viren gab es immer und wird es weiterhin geben, mal weniger und mal mehr ansteckende. Die einzig relevange Zahl, ist die Todesfallzahl. 84-jährige so schlecht zu schützen und dann noch 100 Milliarden dafür auszugeben, und den natürlich todgeweihten (Lebenserwartung 82) damit zu helfen... Makaber!

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  • Richard Mohler sagt:

    Nur wegen einem einzigen guten Entscheid ist die Corona-politik trotzdem ein Desaster. Immerhin könnte sich der BR daran orientieren, macht er aber nicht.

    Ich habe irgendwie das Gefühl dass der BR die Skigebiete nur darum bucht geschlossen hat weil sonst die Kantonsregierungen der Berggebiete rebelliert hätten!

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  • hape sagt:

    Wie ich schon an dieser Stelle geschrieben habe: "Bringt Dich das, was Du tust, nicht dorthin, wo Du hin willst, so mach solange etwas ANDERES (nicht mehr vom Selben), bis Du Dein Ziel erreichst. Wir sehen ja in unserem Land und den Nachbarstaaten, dass mehr Lockdown eben nicht weniger Virus bringt. Auch bei uns gingen ja die "Fallzahlen" erst hoch, NACHDEM Diktator Berset wieder einmal mehr einen Lockdown verordnet hat. Und die Skigebiete geben meiner Aussage recht.

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  • Janosh sagt:

    Super, dass die Schweiz die Druckversuche der Nachbarländer ignorierte. Das beste Mittel um eine Virenerkrankung zu behandeln war schon immer ein Spaziergang an der frischen Luft.
    Was uns Sorge bereiten sollte sind die nach wie vor praktisch 'unkontrollierten' Grenzen. Reisende aus einem Hochrisikogebiet sollten trotz Impfpass und Negativtest für eine Woche in Quarantäne. Die Erfahrung zeigt, dass weder Impfung noch überstandene Infektion vor einer weiteren Ansteckung schützen.

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  • tinaabegg sagt:

    Wenigstens ein Mal hat der Bund Karakter gezeigt! Wäre schön er würde so weiterfahren und sich nicht im „Schönreden“ verlieren.

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  • Edmo sagt:

    Die Experten und die Politik beurteilen die Corona-Risiken durchs Band falsch. Die ganzen Massnahmen sind sinnlos und absurd. Das erstaunt nicht weiter, denn wir wissen längst, dass Covid-19 eine Grippe ist. Wie jede andere Grippe ist Covid-19 nicht harmlos, doch sie rechtfertigt niemals den politischen Wahnsinn, der deswegen veranstaltet wird. Die permanente Nutzlosigkeit aller Massnahmen gegen Corona zeigt auch deutlich, dass die Massnahmen ganz anderen Zielen dienen müssen.

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  • T sagt:

    Die Schweizer Regierung soll selbständig, eigenverantwortlich handeln und sich nicht vom Ausland unter Druck setzen lassen? Mit diesen Opportunisten? Ich musste mich gerade in den Arm kneifen.

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