23. Juni 2021
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Alex Baur

Durch die Hintertür will das Gleichstellungs-Büro der Stadt Zürich Gender-Sprech an den Schulen durchsetzen. Widerstand wird zur Bürgerpflicht

Sprachen ändern sich andauernd. Vielleicht werden die Geschlechter in zweihundert Jahren aus der deutschen Sprache verschwunden sein. Vielleicht auch nicht. Wir wissen es nicht.

Deshalb passt der Rat der deutschen Rechtschreibung die Regeln für Orthografie (oder Orthographie) und Grammatik immer wieder den Entwicklungen an.

Doch das Gleichstellungsbüro der Stadt Zürich foutiert sich um diesen Konsens. Eigenmächtig hält es die Lehrerschaft an, den so genannten «Gendersprech» an den Schulen einzuführen.

Die Sprache ist ein Spiegel der Gesellschaft. Entwicklungen finden in den unergründlichen Tiefen des Kollektivs statt. Seit Urzeiten versuchen Religionsführer, Ideologen und Diktatoren, diesen urdemokratischen Prozess mit Sprachregeln zu überlisten. Sie wollen die Gesellschaft beherrschen und lenken, indem sie ihr Spiegelbild verändern.

Der Gender-korrekte Sprachkodex ist nicht aus dem Sprachgebrauch heraus gewachsen. Er wird uns aufoktroyiert von einer fanatisierten Minderheit, via Schulen, Verwaltungen und Medien.

Sternchen, Binnen-I oder Doppelpunkte stehen nicht für Toleranz und Gleichberechtigung. Sondern für Geschlechterkampf. Sie sind ein politisch-ideologisches Instrument zur Zwangsbekehrung, die eine freie und offene Gesellschaft niemals tolerieren darf.

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32 Kommentare zu “Durch die Hintertür will das Gleichstellungs-Büro der Stadt Zürich Gender-Sprech an den Schulen durchsetzen. Widerstand wird zur Bürgerpflicht”

  • peterlinz sagt:

    Wir bewegen uns auf eine Drei- oder Mehrgenderpolitik. Eine Frauisierung der Sprache. Unser Lautsprecher wird "Unsa Lautsprecher". Aus "human" wird "hum@n um die Zweigeschlechtlichkeit zu betonen. Die Unsitte treibt auch schon Blüten im Spanischen. Compañeros y Compañeras heisst jetzt einfach compañer@s. Und eben damit die anderen angeblichen 72 Geschlechter und sonstigen Minderheiten berücksichtigt werden, kommen noch die****::::: oder sonst was dazwischen. Alles totaler Schwachsinn.

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  • minibixi2008 sagt:

    Kriegt der grüne Gender keinen Ständer
    Wird alles geändert im Kalender.

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  • mikueder sagt:

    Genderstern fürs gutfühlen aber künftig Ablehner der Gen-Staatsspritze ausgrenzen?

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  • juege sagt:

    Das kommende Kalifat wird's richten. Die nützlichen Idioten tun ja alles dafür.

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  • Alt-Badener sagt:

    Liebe Schweizer Freunde, ihr seid doch zu Recht so stolz auf euer Land und eure Eigenständigkeit. Wieso lasst ihr euch diesen Gender-Wahnsinn eigentlich gefallen? Kann es da keinen Volksentscheid geben? Bitte, macht euch diesen Wahnsinn, der aus diesem irre gewordenen Deutschland zu euch rüber schwappt nicht zu eigen! Bitte, bitte, wehrt euch, lasst das nicht zu!!! Die deutsche Sprache, die mit dem Staat Deutschland nichts zu tun hat, muss in ihrer kulturellen Schönheit erhalten bleiben.

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    • Marlisa Schmid sagt:

      Eine Initiative könnte dagegen helfen. Aber nicht einmal die SVP ist auf meine Anregung eingegangen, eine Initiative zu lancieren, weil es nicht ihr Hauptthema ist. Vermutlich müsste das eine Privatperson oder eine Organisation wie Freunde der Verfassung an die Hand nehmen. Einen grossen Anteil hat auch die besorgniserregende Invasion von zahlreichen aus Deutschland migrierten Professorinnen, wie Schutzbach, die immer mehr unsere Unis mit diesem Gendervirus infizieren. Schlimmer als Corona!

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    • T sagt:

      Leider bleibt auch die Schweiz nicht von diesen Marxisten verschont. Es scheint, dass die ehemaligen Staaten, welche jahrzehntelang unter den Kommunisten gelitten haben, die einzigen sind, welche sich gegen diese Scheisse wehren. Und das ist gut so! Dort wo sich die Dekadenz ausbreiten kann, hat man die leidvolle Erfahrung unter den Kommunisten noch nicht machen müssen. Es scheint, dass dies ein reinigender Prozess werden muss. Ich hoffe nur, ohne erneute 100 Millionen Opfer unter den Roten.

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    • Florence sagt:

      Es ist schon bedenklich was aus dem Lande der Dichter und Denker geworden ist. Aber wenn Sie meinen ,in der Schweiz sei der Migration- Einfluss auf die Kultur spurloser vor sich gegangen, dann irren Sie sich. Keiner kann mehr richtig Dialekt sprechen, die Volksbräuche werden abgeschüttelt wie lästige Insekten. Unsere Politiker wollen durchs Band zur EU gehören und verraten ihre Landsleute an den europäischen Irren Haufen. Was aus vielen Schweizern geworden ist, das sehen Sie auf SRF.

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  • B.Djuricic sagt:

    Zürich wird langsam zu einer Belastung für alle, die das links-grüne Lager nicht unterstützen. Das betrifft auch Secondos, die aber entweder gar nicht wählen oder Links-Grün wählen, nur um der SVP eins auszuwischen, leider..

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  • Marlisa Schmid sagt:

    In Zukunft sollen die Begriffe Vater/Mutter, Sohn/Tochter und Bruder/Schwester... aufgrund der neuen Korrektheitsdiktatur nicht mehr verwendet werden. Aus Vater/Mutter soll Elter 1 und Elter 2 werden. Die Begriffe für Sohn/Tochter, Bruder/Schwester, Tante/Onkel.... sollen im Laufe der Zeit durch neu zu erfindende Alternativen ersetzt werden. Nein, das ist kein Witz. Ein Bekannter aus den USA hat mir das tatsächlich erzählt. Die Welt ist rettungslos krank und hochdekadent, dem Untergang geweiht.

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  • Marlisa Schmid sagt:

    Das zeigt, wie krank die Gesellschaft heute ist. Genderismus, Frühsexualisierung, LBGTQ.... Alles Bewegungen, die weder Männern noch Frauen wirklich helfen, noch eine bessere Welt garantieren. Es sind ideologische Fehlentwicklungen, welche die Leute verunsichern und, wenn man sie zu Ende denkt, Zweifel an der geistigen Verfassung der “Erfinder” dieser Theorien angebracht sind.Vor einiger Zeit war ein Artikel in der BaZ zu lesen “Nun lehrt Basel die Buben, dass sie Mädchen sein sollen....”

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  • Fredi Stutz sagt:

    "Seit Urzeiten versuchen Religionsführer, Ideologen und Diktatoren, diesen urdemokratischen Prozess mit Sprachregeln zu überlisten." Sehr zutreffend formuliert. Es wäre folgerichtig, wenn Eltern zuerst auf die Konsequenzen einer Sprachdiktatur in Schulen aufgeklärt würden, dann könnten sie sofort auf die Barrikaden gehen oder endlich damit beginnen, die Rot-Grüne Indoktrinierung zu hinterfragen.

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  • Ba We sagt:

    Hatte ich nicht gestern was gelesen, dass den Beamten (Angestellte) im öffentlichen Dienst der Einsatz von Gendersternchen etc verboten wurde?
    Und jetzt wollen die Schulbehörden das einführen?
    Was können da Eltern und vom Gendersprech nicht Infizierte dagegen tun? Gibt es da überhaupt Einsprachemöglichkeiten?

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  • Ba We sagt:

    Hatte ich nicht gestern was gelesen, dass die Beamten (Angestellte) im öffentlichen Dienst der Einsatz von Gendersternchen etc verboten wurde?
    Und jetzt wollen die Schulbehörden dad einführen?
    Was können da Eltern und vom Gendersprech nicht Infizierte dagegen tun? Gibt es da überhaupt Einsprachemöglichkeiten?

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  • Edmo sagt:

    Der Genderwahn und der unsinnige Neusprech sind deutliche Anzeichen für ausgeprägte Dekadenz in Verbindung mit undemokratischem politischem Fanatismus. Wer die Sprache kontollieren will, will das Volk beherrschen. Unsere Politik, die Behörden und sämtliche Institutionen sind mit solch demokratiefeindlichem Pack schwer verseucht. Wir müssen den Staat dringend extrem verschlanken, um diesen Auswüchsen Herr zu werden. Der Staat mit brutaler Macht gegen das Volk, das dürfen wir nie zulassen.

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    • Robert sagt:

      Ich bin voll einverstanden: Wir dürften das nie zulassen. Aber wie soll das gehen? Die Linken haben die absolute Oberhoheit in den Medien und im Erziehungswesen (fast alle Lehrer sind links). Die Bürgerlichen haben seit den sechziger Jahren den Schlaf der Gerechten geschlafen und den Linken überall die Vorfahrt gelassen. Sie wollten den Marsch durch die Institutionen, und er gelang auf der ganzen Linie. Wie kann das wieder korrigiert werden?

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  • oazu sagt:

    In jeder möglichen Verkleidung unterhölen Neo-Marxisten die Gesellschaft, hier in der "Vermummung" als Gender-Aktivisten (natürlich voll von linker Stadtregierung alimentiert). Ein ander mal als Klima-Aktivisten, als rassistische Anti-Rassisten-Aktivisten , als Armeeabschaffer-Aktivisten, als JUSO-Aktivisten geben sie sich wenigstens zu erkennen. In omnipräsenten Begleitung der Medien-Jorunalisten (-Freunde), den Megafonen für deren Sache.

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  • Realo100 sagt:

    Es gibt in der lateinischen Sprache den Begriff "pars pro toto", man bezeichnet einen Körperteil oder allgemein eine Teilmenge, und meint damit das Ganze (wir haben in der deutschen Sprache auch die Begriffe "pro Kopf" oder pro "Nase", und meinen damit den ganzen Menschen).
    Die Gendersprache ist der grösste Unsinn der Grammatik. Aber in Zukunft verkommt die Orthographie wohl zu "Ordo"-GraVieh".....

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  • VP-Falger sagt:

    Diese Verehunzung der Sprache und als Folge auch des Geistes, sollte schleunigst von unseren Schulen entfernt werden. Dass selbst im Kindergarten nicht mehr Schwizerdütsch gesprochen werden darf, ist eine Unterwerfungsstrategie und zeugt von der Unfähigkeit sowie des fehlenden Willens unserer Behörden, genügend schwizerdütsch sprechende Pädagogen auszubilden. Ein Affront gegen den Nationalstolz, der mich von Anfang an ärgerte.

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  • olive sagt:

    So ist es. Es handelt sich nicht um eine Sprachentwicklung, ( die man nicht verhindern dürfe) wie viele Befürworter behaupten, sondern ein Konstrukt, das uns aufgezwungen wird von den "woken" und das die Sprache verschandelt.

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  • Robert sagt:

    Schon im Roman "1984" von George Orwell über ein grauenhaftes Terrorregime, wo es keinerlei Freiheit mehr gibt und jeder Schritt überwacht wird, ist die Sprache ein wichtiges Instrument, um die Bürger gefügig zu machen. Die hergebrachte Sprache ist verboten, erlaubt ist nur noch "Neusprech". Unsere Linken möchten natürlich am liebsten ein derartiges Regime installieren. Das Traurige dabei ist, dass sie damit durch kommen! Sie sind doch eine Minderheit. Wo bleibt nur die Vernunft?!

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    • Markus Mohr sagt:

      Genossinnen und Genossen!
      Ich bin im kommunistischen Tschechoslowakei geboren und durfte in den 60-er Jahren bereits in der 1. Klasse Friedensunterricht geniessen: dabei haben wir in Gasmasken im Keller gesessen oder haben blutrünstige Partisanenfilme schauen müssen. Die Neu-Deutung von Wörtern wie Toleranz oder Antirassismus erinnert mich schauderhaft an meine Kindheit im "Sozialistischen Paradies"!

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  • Rolf Bolliger sagt:

    Das Ziel solcher geschlechterlosen Worte und Redewendungen (Gendersprache!) ist einfach zu erkennen: Solche Ideen und Ansinnen dienen nur einem: Die Umgestaltung (somit diktatorische Befehle) durch eine fanatisierte Minderheit aus dem progressiven/links/grünen-Lager! Wenn sogar die FDP-Bundesrätin sich für die Home-Ehe und Lesbenheirat vor der Referendums-Abstimmung dermassen für diese Gesellschaftsverstümmelung einsetzt, macht das einem Familienvater und Grossvater grosse Angst und Sorgen!

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