09. Februar 2021
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Beat Gygi

Gentechnik-Moratorium – wie die Schweizer Landwirtschaft die Zukunft verpasst 

In der Schweiz wurde 2005 via Volksinitiative ein fünfjähriges Gentechnik-Moratorium für die Landwirtschaft erwirkt. Der Befehl: Landwirtschaft bleibt Gentechnik-frei. Drei Mal verlängerte die Politik das, zuletzt bis 2021.

Jetzt steht die Frage an: Das Moratorium verlängern bis 2025? Der Bundesrat möchte es so. Die Beratende Kommission für Landwirtschaft des Bundes sprach sich dieser Tage auch für die Fortsetzung der Gentechnik-Blockade aus.

In welcher Zeit leben wir?

In Medizin und Pharmazie hat die Anwendung von Gentechnik viele Krankheiten besiegt und unzählige Menschenleben gerettet. Gerade eben haben Wissenschaftler mit dieser Technologie in Rekordzeit neue Impfstoffe geschaffen, um die Corona-Pandemie zu bekämpfen.

In der Landwirtschaft könnten neue Pflanzensorten mit höheren Erträgen, wertvolleren Produkten und mehr Widerstandskraft gegen Trockenheit und Krankheiten unzählige Menschen von Hunger und Mangelernährung befreien.

Aber da soll die Gentechnik nicht wirken dürfen.

Ist die Ernährung der Menschen weniger wichtig als die Gesundheitsversorgung?

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2 Kommentare zu “Gentechnik-Moratorium – wie die Schweizer Landwirtschaft die Zukunft verpasst ”

  • Edmo sagt:

    Gentechnik ist bei uns eine reine Glaubensfrage. Fakten spielen also keine Rolle und der Glaube ist, je nach Kontext, ebenso streng wie dehn- und biegbar. Im Kontext der Landwirtschaft ist er nur streng. Geht es allerdings um eine Impfung, verhelfen die panischen Ängste vor dem eher harmlosen Covid-19 der Gentechnik im Bereich der Medizin zu höchstem Ansehen. Das ist ja das schöne am Glauben. Man kann es sich selbst als Strenggläubiger immer bequem einrichten.

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  • D. Keller sagt:

    Hauptsache die Homöopathie mit ihren Zuckerchügeli bleibt im Leistungskatalog der KK-Grundversicherung.
    Willkommen im Jahr 2021!

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