13. Oktober 2021
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Thomas Renggli

Der Zürcher Stadtrat Richard Wolff (AL) will die Sommerhitze erträglicher machen. Sein Mittel: Outdoor-Klimaanlagen mit Kunst-Nebel

So viel vorweg: Der 1. April wurde nicht in den Oktober verlegt. Doch die Meldung, die vergangene Woche vom Tiefbauamt der Stadt Zürich versandt wurde, tönt wie eine Breaking-News aus Absurdistan. 

Künftig soll mit künstlichem Nebel die Sommerhitze in der Stadt Zürich gemildert und das Klima für die Bevölkerung erträglicher gemacht werden. 

Departements-Vorsteher Richard Wolff will die Outdoor-Klimaanlage ab Juli 2022 beim Turbinenplatz testen. Danach soll sie in anderen Stadtteilen zum Einsatz kommen. Und eher früher oder später wird Wolff den Nebel als touristisches Verkaufsargument benutzen und auf allen Postkarten implementieren. Was gibt es schliesslich langweiligeres als eitel Sonnenschein?

Doch möglicherweise hegt AL-Mann Wolff auch ganz andere Machtansprüche: Vielleicht orientiert er sich an zwei der grössten Autokraten der Weltpolitik. Auch Vladimir Putin und Xi Jinping pflegen es, mit künstlichen Mitteln in die Wetterküche einzugreifen. Vor wichtigen Feiertagen oder Staatsanlässen werden in Russland und China die Regenwolken jeweils mit Silberiodid vom Himmel gesprengt, der Lösungsansatz verfolgt allerdings das konträre Ziel von Wolff. 

Putin und Xi Jinping wollen die Sonne scheinen lassen – und nicht das Stimmvolk im Regen stehen lassen.

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20 Kommentare zu “Der Zürcher Stadtrat Richard Wolff (AL) will die Sommerhitze erträglicher machen. Sein Mittel: Outdoor-Klimaanlagen mit Kunst-Nebel”

  • benpal sagt:

    Wer schon einmal andere Klimazonen bereist hat, weiss dass feuchte Hitze (Singapur) unerträglicher ist als trockene Hitze {Weist-Australien).
    Wasserdampf ist ein stärkeres Treibhausgas als CO2.

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  • olive sagt:

    Mit was für Energie läuft wohl diese Klimaanlage? Grüne Velofahrer mit angehängtem Dynamo im Grossformat?

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  • Marlisa Schmid sagt:

    Genf hat seinen Jet d'Eau, Zürich seinen künstlichen Nebel. Auf einen solchen Unsinn kann nur ein Mann (diesmal keine Frau) kommen, dessen Gehirn komplett vernebelt ist. Der gute Mann vergisst, dass die Feuchtigkeit in der Luft die Hitze verstärkt und einen Waschkücheneffekt erzeugt. Analysiert man die aus den Hirnen der Zürcher Politiker entsprungenen Ideen, könnte man eine Sammlung von heiteren Geschichten aus dem Irrenhaus machen.

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  • Heinrich sagt:

    Vor 2/3 Jahren, wo die Sommer auch warm waren, wurde von den Bewohnern von Altenheimen von der Stadt gebeten doch bitte einen Aufenthaltraum zu klimatisieren, damit man sich dort abkühlen könne.
    Die Stadt hat das Ansinnen abgelehnt mit dem Arrgument Sie wollen die 2000 Watt Gesellschaft. Nicht verständlich denn Älterer Menschen sind empfindlicher gegen hohe Temperaturen als Normalo. Vielleicht will Wolff die Rote Fabrik beglücken ?

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  • Eulenlaender sagt:

    Es ist doch erfrischend, dass das Sequel der Schildbürger-Geschichten nicht nur Coronavirus-Material enthält. Und man sollte sich wirklich mal daran machen herauszufinden, wer oder was für die schleichende Verdummung von Regierung und Bevölkerung verantwortlich ist.

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  • minibixi2008 sagt:

    Hätte Wollfs Vater dazumal einen Gummi getragen müssten wir heute nicht solchen Schwachsinn ertragen.

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  • Desperado sagt:

    Wenn das vernebelte Wasser vorher nicht durch Erhitzen keimfrei gemacht wurde, haben wir dann bald eine Legionellen-Pandemie in Zürich. Symptome wie Covid oder Grippe. Ich konnte in Spanien durch beherztes Eingreifen vor 2 Jahren eine solche Anlage stoppen.

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  • Bischi49 sagt:

    Herr Wolff, noch nie was von Physik gehört? Nebel bei Hitze steigert das Hitzeempfinden beträchtlich (in feuchter Luft verdunstet Schweiss nicht mehr, die kühlende Wirkung entfällt). Vielleicht wäre zum Erkenntnisgewinn ein Stadtratreisli in eine äquatornahe Afrikanische Hafenstadt zu empfehlen. Dort gemessene Temperaturen oft >30, gefühlt aber > 40 Grad. Wunderbar in der Regenzeit, wenn’s gerade nicht regnet, und unklar ist, ob das nasse Hemd von der Feuchte oder vom Schweiss herrührt.

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  • Andreas M sagt:

    Zu diesem Zweck kann Zürich die Schneekanonen aus den Berggebieten anmieten, gutes Sommergeschäft für die Bergkantone..
    Wollten die grünen Städter diese Schneekanonen den Berggebieten nicht verbieten aus ökologischen Gründen ?

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  • eduardkeller sagt:

    Früher zogen viele Leute zur Sommerfrische in die Berge. Heute fliehen viele Leute vom kälteren Zürich nach Süden; alles um 30° ist zu kalt. Mind. 33° in Griechenland muss es schon sein. Zurück in Zürich kämpfen sie wieder gegen den Klimawandel. In Märchen, Fabeln und Gleichnissen spielt der Wolf(f) eine spezielle Rolle.

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  • Edmo sagt:

    So rettet Rotgrün die Welt. Mit der Klimaanlage wird das Klima gemacht. Wenn die zubetonierten Städte im Sommer heiss werden, darf man weder Mühe noch Energieaufwand scheuen, um die Genossen zu kühlen. Ein einziger Laubbaum bringt im Sommer die Kühlleistung einer 30 KWh Klimaanlage. Ohne Strom und Technik. Aber für Zürich ist das nichts. Die Bäume machen ja Laub und ziehen kackende, lärmende Vögel an. Da sind Klimaanlagen natürlich erste Wahl. Alles für die gute Sache.

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  • oazu sagt:

    Der link-grün-alternative Tagträumer in weltfremder Klimaverblendung will die Stadt mit unsäglicher Trinkwasser-Verschwendung mit einer künstlichen Dunstglocke überziehen, um den Klimanotstand in seinem Kopf und dem Seinesgleichen auf Kosten der Zürcher Steuerzahler zu vertreiben. Dass Wasserdunst 7-mal stärkeren Treibhausgaseffkt hat wie CO2, das überlässt er der ihn zahlenden Agglomerationen.

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  • VP-Falger sagt:

    Typische Politiker Show. Jederamann weiss, wenn die Sonne Wasser aufsaugt, dann kommt es unweigerlich zu Gewitter und oft verheerenden Stürmen. Wassernebel lässt sich noch besser hochziehen. Also Will Herr Wolff offenbar noch stärkere Gewitter provozieren?!

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    • Edmo sagt:

      Jetzt mal bloss nicht übertreiben. Wolffs Klimaanlagen wären Wetter- und Klimatechnisch völlig bedeutungslos. Mit sehr viel Energieaufwand würde sehr wenig erreicht. Die Menge Wasserdampf, die es für ein einziges Gewitter braucht, würden solche Anlagen bei Dauerbetrieb in einem ganzen Jahr nicht liefern. Wolff ist ein politischer Dummschwätzer und Grössenwahnsinniger. Er kann das Klima nicht machen und wir sollten seine geistigen Schäumchen auch nicht so ernst nehmen.

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  • katarina graf sagt:

    Was hat Herr Wolff eingeworfen??? Ich will es auch haben. IRONIE OFF!

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  • Florence sagt:

    Ich finde es so passend nach einen total verregneten Sommer solche Ideen umzusetzen. Ich glaube der Mann sieht den Puck nicht mehr!

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  • 369 sagt:

    Dumm ist, wer dummes tut!

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