25. Mai 2021
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Thomas Renggli

Gjon Muharremaj: Der Schweizer Beitrag am Eurovision Song Contest könnte dem Bundesrat den Weg weisen

Eine Bronzemedaille, die glänzt wie Gold. Am Eurovision Song Contest, einer gebührenfinanzierten Freekshow für singende Exhibitionisten, war die Schweiz diesmal viel besser als die standardisierten «Zero Points». Der dritte Platz des Freiburgers Gjon Muharremaj wird auf dem medialen Boulevard sogar als Quantensprung der helvetischen Showgeschichte gefeiert.

Aber trifft das wirklich zu?

Wer am vergangenen Samstag zuschaute (und zuhörte) konnte den Schweizer Beitrag «Tout l’univers» auch als Gekrächze und Gejaule wahrnehmen. Selbst Baschi bringt die Töne klarer über die Lippen. Und die Katze unserer Nachbarn klingt sogar dann sonorer, wenn sie in der Küchentür eingeklemmt ist.

Trotzdem: Allein die Nomination von Muharremaj zeugt von höchstem diplomatischem Geschick. Als Mann mit albanisch-kosovarischen Wurzeln erhielt er nicht nur von den Balkanländern viele Stimmen – sondern auch von der in ganz Europa verteilten Diaspora seines Mutterlandes. Und sein Eunuchen-ähnlicher Gesang stellte ihn als Minoritäten-Vertreter quasi unter Artenschutz der LGBT-Bewegung.

Würde der Bundesrat bei den Verhandlungen um das Rahmenabkommen so geschickt vorgehen wie SRF bei der Rekrutierung unseres singenden Botschafters, wäre die EU schon lange eingeknickt.

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22 Kommentare zu “Gjon Muharremaj: Der Schweizer Beitrag am Eurovision Song Contest könnte dem Bundesrat den Weg weisen”

  • Andi Blauer sagt:

    Der junge Mann kann Singen, das steht ausser Frage! Ob man seinen Song gut findet ist hingegen Geschmacksache (wie bei der Ländler musig welche ich regelmässig höre wenn ich staubsauge) . Und dass ein Secondo die CH am ESC vertritt widerspiegelt die Realität in der Schweiz.

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  • Realo100 sagt:

    HELVETIA, QUO VADIS ??

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  • Realistin sagt:

    Die Doppelbürger sind ein Hauptproblem der Schweiz. Die identifizieren sich nicht mit der Schweiz, sondern mit ihrem Herkunfstland. Je länger sie hier sind, desto glorifizierter erscheint denen ihre Heimat.
    Besonders schlimm sind die Deutschen, die in der Bildung und im Journalismus überhand nehmen und die Schweizer Mentalität verdrängt haben. Leider haben sie die Schweiz bereits nicht zum Guten verändert.
    Die echten Schweizer sieht man zur Zeit an den Demos gegen die Corona Massnahmen.

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    • Johann sagt:

      Als gebürtiger Bayer, der schon länger hier ist wie die meisten Schweizer, stimme ich Ihnen voll und ganz zu! Das neudeutsche Preissngschwerl fällt nur noch negativ auf!

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    • markus.schudel@gmx.ch sagt:

      Wenn man endlich ehrlich die Arbeitslosenzahlen ausweisen würde inkl. Ausgesteuerter und zwangsweise Unterbeschäftigter in den Kleinbetrieben.
      Wenn sich das Faktenwissen endlich durchsetzen würde, dass die Zuwanderung zu 80% lediglich ein quantitatives Aufblähen der Wirtschaft bedeutet, die weder der Umwelt, den Menschen und auch der AHV-Kasse nichts bringt, sondern nur einigen Unternehmen und Staatsbetrieben.

      Dann wäre die Zuwanderung mit diesen schrägen Multikultierscheinungen schnell erled

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    • Melanie sagt:

      Eine der allerbesten + korrektesten Feststellungen, die ich sofort unterschreibe: " DIE ECHTEN SCHWEIZER SIEHT MAN ZUR ZEIT AN DEN DEMOS GEGEN DIE CORONA MASSNAHMEN"

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      • Kurt Rustem sagt:

        Sehr geehrte Melanie, das stimmt leider nicht ganz! Die echten Schweizer sitzen in Bern und grübeln darüber nach wie sie die Schweiz weiter kaputt machen können. Sie heissen Glättli, Nussbaumer, Markwalder, Moser, Sommaruga, Portmann, und, und, und,,,,,,,,Die ,die diese Demos ins Leben gerufen und organisiert haben sind keine 100% Schweizer, Nicolas Rimoldi, ist er ein 100% Schweizer?

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        • Melanie sagt:

          Ein/e echte/r SchweizerIn zu sein, hat nichts mit Herkunft und Vorfahren zu tun, sondern mit dem Herzen und der Gesinnung. Nicolas Rimoldi ist, gemessen an seinen Aussagen und Interviews, ein waschechter URSCHWEIZER, denn er hat verstanden, was Freiheit ist und wie schnell sie verloren gehen kann. Alle Namen, die Sie, sehr geehrter Herr Rustem nennen, die in Bern - das sind für mich FAKE-Schweizer! An den Demos hat es unglaublich gute, vernünftige und mutige Leute mit Herz. Ich war an vielen.

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    • remoloetscher sagt:

      HEUL, HEUL, HEUL. Ihre sog. "echte" Schweiz gibt es in 25 Jahren nicht mehr...nicht schlimm...dafür ein prosperiendes, erfolgreiches, multikulturelles Land, das es nicht nötig hat, sich über Steinstossen, Kühe melken und Misthaufen zu definieren!

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  • Realistin sagt:

    Ich stimme dem Autor nicht zu. Obwohl schwer zu singen, hat er die Töne getroffen. Er hat auch eine schöne Stimme, was Geschmacksache ist.Mir hat der Beitrag gefallen.
    Aber eben: Er hat nicht die Schweiz vertreten, sondern seine Heimat. Und deshalb hat er auch so viele Stimmen bekommen.
    Für Secondos und bis in die vierte Generation ist die Heimat nicht die Schweiz. Die ist nur gut, um im Wohlstand zu leben. Doppeladler überall: Musik, Fussball, Armee....

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  • Fritz sagt:

    Und der Doppeladler durfte natürlich nicht fehlen.

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  • Melanie sagt:

    Der junge Mann war allerdings auch einer der ganz wenigen, der wirklich singen kann und eine gute - wenn auch besondere, zugegeben - Stimme hat. Er hat zudem von den Fachjuries die meisten Punkte erhalten, und von den Zuschauern aller Länder eher sehr wenige. Deshalb stimmt die Kernaussage dieses Textes nicht.

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    • Mikesch sagt:

      Auch wenn mir persönlich der Beitrag dieses jungen Musikers nicht besonders gefallen hat, so gehe ich mit Ihnen einig, dass er wirklich singen kann (eher eine Ausnahme bei diesem Contest) und wohl deshalb von der Fachjury die meisten Stimmen erhielt. Dort werden vermutlich nicht nur Albaner, Kosovaren und Vertreter anderer Balkanstaaten drin gewesen sein. Deshalb ist für mich ebenfalls die Kritik, er sei nur wegen seiner effektiven Nationalität so weit vorne gelandet, unhaltbar.

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  • VP-Falger sagt:

    Da zollten die Euro Turbo Medien ein musikalisches Tribut an die EU. "Tout eurovers" hätte die versteckte Huldigung offensichtlicher gemacht. Eine einst von Stimmen und komponisten dominierte Veranstaltung hat sich immer mehr zu einem politischen Spektakel verunstaltet, nämlich wer die eindrücklichste Show präsentiert.

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  • T sagt:

    Schrecklich! Eunuchenhaftes Gekrächze und Gejaule trifft es genau. Aber wie heute überall nicht mehr Wissen, Erfahrung und Eignung zählen, sondern einfach nur dem Zeitgeist entsprechend anders zu sein. So soll das Denken und Handeln der Menschen beeinflusst werden. Das künstlich Normale soll normal werden. Aber alles was gegen den gMV gerichtet ist, wird eines Tages in sich zusammen fallen. Danach zählt wieder das Bewährte, das von der Natur Gewollte und nicht das Erzwungene, künstlich Normale.

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  • Rolf Bolliger sagt:

    Eine weitere Ausgabe dieser Freekshow mit "kreischenden" Exhibitionisten (bei denen die Lichtershow wichtiger wird als echtes Singen!) ging am Samstag für "die Schweiz" mit dem 3. Rang zu Ende! Auch in diesem Jahr stand kein "Müller oder Huber" kreischend auf der Weltbühne! Diesmal war es mit Gion Muharremay ein eingewanderter Albaner, der natürlich durch die Tausenden von Telefon-Stimmen aus Exjugoslawischen Kreisen mit der Bronze-Medaille rechnen konnte! Wie im Fussball, so in der Musik...!

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