15. Juni 2021
Christoph Mörgeli

GLP-Präsident Jürg Grossen deutet das «Unbestrittene» am CO2-Gesetz. Doch an Lektionen der Verlierer herrscht kein Bedarf

«Rette sich, wer kann», sagte sich Petra Gössi und kündigte ihren Rücktritt vom FDP-Präsidium an.

«Rette das, was er kann», sagte zeitgleich Jürg Grossen, Präsident der Grünliberalen. In einem Interview mit den TX-Medien meinte er, nun müssten «die unbestrittenen Teile» des CO2-Gesetzes «gerettet werden». Wörtlich: «Die Gegner sollen uns nun sagen, wie wir netto null erreichen.»

Wie bitte? Was heisst hier «unbestritten»? Ist Netto Null etwa unbestritten?

Tatsache ist, dass die Befürworter des CO2-Gesetzes alle ihre bunten Anliegen zu einer einzigen Vorlage zusammengeschnürt haben. Tatsache ist ferner, dass diese Vorlage mit all ihren Einzelteilen abgelehnt worden ist. Tatsache ist drittens, dass unser Souverän dem Ziel Netto-Null-CO2-Ausstoss nie zugestimmt hat. Genau so wenig wie dem ominösen «Pariser Abkommen».

Im Grunde hat sich jetzt erstmals die Bevölkerung eines Landes gegen dieses papierne Projekt der Eliten ausgesprochen.

Statt den Abstimmungssiegern das Verhalten zu diktieren, sollte sich Abstimmungsverlierer wie Jürg Grossen besser in seinem Frutigtal über die dortigen Ergebnisse der CO2- und der Agrarvorlagen umhören. Selbst seine Nachbarn erteilten ihm eine schallende Ohrfeige.

Obwohl Grossen zuvor die Bernischen Kraftwerke BKW für eine persönliche Imagekampagne missbraucht hat und sich mit seiner Firma schamlos am CO2-Umverteilungstopf bedienen wollte.

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10 Kommentare zu “GLP-Präsident Jürg Grossen deutet das «Unbestrittene» am CO2-Gesetz. Doch an Lektionen der Verlierer herrscht kein Bedarf”

  • Sandro Consoli sagt:

    Die Ziele im Pariser Abkommen sind freiwillig und gelten für Länder wie China, Indien, etc. nicht. Das ist geschickt gemacht! In ein paar reichen Ländern geben Linke/Grüne starken Druck mit Massnahmen, welche starken Verlust an Wohlstand und Freiheit mit sich bringen. Der grosse Rest der Welt tut kaum etwas. Und die Schweiz will sich an das Pariser Abkommen halten ganz bestimmt als einziger Staat. Das Parlament soll sofort jetzt den Austritt aus dieser freiwilligen Abmachung durchsetzen.

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  • Bischi49 sagt:

    Was am meisten nervt ist, wie dogmatisch die „Klimatiker“ ihre Modellrechnungen als quasi Naturgesetz verkaufen und die angeblich apokalyptischen Folgen dazu. Wenn Politiker diese Steilvorlage annehmen und darauf ihr Geschäftsmodell bauen spricht das „für“ sie, d.h. ihre Agenda wird sichtbar. Es ist zwar menschlich nachvollziehbar, dass man lautstark den Fellen nachweint, die da den Bach runter gingen, zeugt aber nicht von Grösse, trotz dem Namen.

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  • Edmo sagt:

    Herr Grossen, wir wollen netto null nicht erreichen. Wir wollen das Pariser Abkommen umgehend kündigen. Wir müssen uns nicht rechtfertigen und Ihnen auch nichts erklären. Ich weiss, für Ihre geschäftlichen Ambitionen ist unser Nein zum CO2-Gesetz eine Katastrophe. Wenigstens einen guten Rat kann ich Ihnen geben: Suchen Sie für Ihre geschäftlichen Aktivitäten wirtschaftlich sinnvolle Opportunitäten. Dann klappt es auch ohne Subventionen, die Sie dem Volk so gerne für sich abgerungen hätten.

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  • Juerg Brechbuehl Diplombiologe sagt:

    Knutti im Blick-TV lässt zwei Minuten vom Stapel: "Die Schweiz ist auf dem Pfad zum 3°C Ziel. Die Schweiz muss... Die Schweiz kommt nicht daran herum... Die Schweiz kann nicht anders... Die Flugreisen... Die Mobilität.... Da ist dann die Politik gefordert..." - Antwort: Die Schweiz muss gar nichts. Die Schweizer wollen nicht und damit ist die Sache erledigt. -- Noch etwas: Knutti macht reine Politik. Er soll sich um seine Wissenschaft kümmern oder aber seinen Posten als Prof räumen.

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    • Edmo sagt:

      Knutti muss sich nicht um Wissenschaft kümmern. Davon hat er nämlich keine Ahnung. Den Beweis dafür hat er mit seinen unsäglichen Schrottmodellen längst erbracht. Wenn er Wissenschaft sagt, meint er immer Politik. Wenn er Politik betreibt, beruft er sich auf die Wissenschaft. Fazit: Der Mann taugt für beides nicht. Schaumschläger ist leider kein anerkannter Beruf. Dabei erbringt er genau auf diesem Gebiet unbestrittene Höchstleistungen. Die Welt ist einfach nicht gerecht.

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    • traugi67 sagt:

      Stimmt, wir können das ganz gelassen angehen.
      Die Klimaerwärmung wird uns nicht killen, sondern sogar einen erhöhten Nahrungsertrag bescheren. Schon jetzt ist die Welt grüner als vor 30 Jahren.
      Ein Anstieg des Co2 Gehalts der Atmosphäre um 300ppm könne den Ertrag um 37% z. B. bei Soja steigern. (nach Craig Idso, ein Us- Co 2 Experte)

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  • coronistan.blogspot.com sagt:

    Die Klima-"Retter" und Corona-Besessenen werden die westlichen Länder komplett vernichten, wenn sie nicht gestoppt werden: https://ogy.de/5awv

    Gerade sah ich dieses Ding hier: https://www.germanzero.de/media/pages/assets/32045b6d7e-1623186112/GermanZero_Massnahmenkatalog_210608.pdf Da zieht es einem die Schuhe aus, es kann einem Angst und Bange werden.

    Und dann dass hier: "Merkel nach NATO-Gipfel: "Wir bekennen uns zur Agenda 2030" https://www.youtube.com/watch?v=K05rWHFaU0w

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  • Rolf Bolliger sagt:

    Dass Jürg Grossen wohl kaum im Frutigtal an den Stammtischen sass. bezeugt seine Aussage nach der Ablehnung der "nutzlosen" Geldumverteilungs-Initiative! Vorläufig ist sein Traum, seine Firma wegen dem CO2-Anliegen zu vergolden, geplatzt! Die GLP und die Grünen werden uns aber schon bald mit neuen absurden Forderungen an die Urne rufen und an unsere Geldbeutel gehen! Wenn die Forschung, die Industrie und die Bereitschaft, kleinere "Fussabdrucke" zu hinterlassen greift, wird das Klima besser!

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  • Realo100 sagt:

    Das sind die infantilen Reflexe der Verlierer, bei kleinen Kindern würde man von „zwängle“ sprechen

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