23. April 2021
Florian Schwab

Good News für Guy Parmelin: Neue Zahlen zeigen, dass die Wirtschaft des Vereinigten Königreichs nicht unter dem Brexit leidet

Bundespräsident Guy Parmelin hat bereits angekündigt, in Brüssel nicht Boris Johnson spielen zu wollen. Ein bisschen von den Briten inspirieren lassen könnte er sich trotzdem.

In einer viel beachteten Analyse zeigt Wolfgang Münchau Interessantes. Münchau war lange Zeit wirtschaftlicher Chef-Kommentator der Financial Times, des Leibblattes der Finanz-Aristokratie – ein solider Ökonom, der nicht im Verdacht steht, exotischen Theorien anzuhängen.

Was sagt Münchau? Der Brexit sei ein «ökonomisches Nichtereignis». Das werde anhand neuester Daten deutlich. Exporte und Importe seien nach dem offiziellen Austritt am 31.12.20 kurz zurückgegangen. Die Exporte hätten sich aber bereits im Februar mehr als erholt und die Importe seien auch auf diesem Weg.

In den Prognosen für die nächsten Jahre sei kein negativer Brexit-Effekt auszumachen. Ja, langfristig könne das Vereinigte Königreich sogar profitieren, wenn es digitale Geschäfte intelligenter reguliere als die «wirtschaftsunfreundliche» EU. 

Kurz: Die Angstkampagne vor, während und nach dem Brexit fällt in sich zusammen. Länder, die global prosperieren wollen, sind nicht auf die zunehmend schwindsüchtige EU angewiesen. Welch lehrreiche Lektion – auch für Guy Parmelin.

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3 Kommentare zu “Good News für Guy Parmelin: Neue Zahlen zeigen, dass die Wirtschaft des Vereinigten Königreichs nicht unter dem Brexit leidet”

  • minibixi2008 sagt:

    Das war doch von Anfang an klar dass dieser Brexit den Briten nicht schadet. Im Gegenteil, das macht sie wirtschaftlich verlässlich und glaubwürdig.
    Freie Entscheidungen in sachen Wirtschaftsverträgen,
    Ohne Einmischung der Brüsselerbande.
    Wenn zu viele Köche im Brei rumrühren wird er ungeniessbar.

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  • Bischi49 sagt:

    Die EU-Drohgebärden und Untergangsszenarien fallen in sich zusammen wie Kartenhäuser. Modell: Wer nicht mit uns tanzt, und zwar nach unseren Regeln, dem geht’s schlecht, weil wir ihn nicht vor unserem Protektionismus bewahren werden. Das war’s dann wohl, die Luft ist raus. Das hohe Ross in Brüssel beginnt Reiter abzuwerfen. Good News. Hoffentlich besinnt sich die EU und findet sich wieder als ein Staatenbund mit Respekt für die grosse Vielfalt der Mitglieder und der Nichtmitglieder.

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  • VP-Falger sagt:

    Wenn der Riese um sich schlägt und selbst Freunde drangsaliert, dann liegt er im Sterben. Bei den USA hat man diesen Eindruck schon länger. Die EU ist mittendrin in diesen Sterbeprozess, wenn sie sich nicht endlich rechtstaatlich von der diktatorischen Vereinsführung verabschiedet. Die Länder der EU sind rechtstaatlich, die EU-Spitze ist ein diktatorischer Zirkel ohne rechtlich abgestützte Legitimation und schon gar nicht demokratisch gewählt.

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