11. Juni 2021
Thomas Renggli

Granit Xhaka & Co. rechnen sich an der Fussball-EM Titelchancen aus. Bei den Fans punkten sie mit ihrem protzigen Auftreten nicht

Granit Xhaka, der Kapitän der Schweizer Fussballnationalmannschaft, hat breitwillig erzählt, dass er für die Reise an die EM frische Wäsche bis zum Final einpackt.

Als er ins Vorbereitungscamp einrückte, liess er sich von seinem Bruder Taulant im Lamborghini ins Fünfsterne-Hotel chauffieren. In der Hand hielt er eine Luis-Vuitton-Tasche. Am rechten Unterarm präsentierte er ein Tattoo, das er sich am letzten freien Wochenende hatte stechen lassen.

Der Auftritt des Regisseurs macht deutlich, weshalb sich so viele Fans mit der Nati schwertun.

Ein früherer Eishockey-Internationaler sagt: «Wäre bei uns ein Spieler im Lamborghini vorgefahren, hätten wir ihm diese Faxen schleunigst ausgetrieben.»

Im Fussball-Verband gibt es niemanden, der sich zu einer solchen Intervention genötigt fühlt – schon gar nicht Trainer Vladimir Petkovic.

Der lässt es im Gegenteil zu, dass am Vorabend des Eröffnungsspiels Gerüchte um seinen Abgang zu Zenit St. Petersburg die Runde machen.

Was Petkovic wohl ausblendet: Viele Schweizer Fussballfans würden über diesen Transfer laut jubeln.

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12 Kommentare zu “Granit Xhaka & Co. rechnen sich an der Fussball-EM Titelchancen aus. Bei den Fans punkten sie mit ihrem protzigen Auftreten nicht”

  • Realo100 sagt:

    Typisches „Nouveau-Riche“-Benehmen. Es gibt auch wesentlich bedeutendere Sportler, die mehr vollbracht haben, als „unsere“ Fussballer. Ich denke beispielsweise an Roger Federer, der ein solch protziges Gehabe nicht nötig hat und gerade deswegen sympathisch wirkt.

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  • Tony Koechli sagt:

    Na ja, ich dachte es war Shaq mit dem Lamborghini - und bescheiden ja, wir wollen alle Spiele nur 0:1 verlieren, dann habt Ihr alle wieder 4 Jahre zum schreiben und meckern. Vielleicht warten wir mal ab, besser als Dreck aufzuschleudern vor dem ersten Spiel,

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    • Stefan Mueller sagt:

      tja Köchli...wenn einem die Realität so schnell einholt..respektive überrollt...
      1:1 gegen ein biederes bemitleidenswertes Wales.....Göttchen...vom vermeintlichen Titelkandidaten?!?!
      Und eben, das mit den Protz-Karren...geht wohl auch unter: Sitten und Bräuche fremder Kulturen...wie Doppeladler etc!

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  • Collina sagt:

    natuerlich haben die Schweizer Chancen, die EM zu gewinnen; nur wer nicht teilnimmt, hat keine. Auf Betfair kriegt man 67 man seinen Einsatz, falls man auf die Nati setzt und diese gewinnt. In % heisst dies: 1.5% Chancen. Favorite ist Frankreich , dann England, Belgien, Deutschland, Spanien, Portugal und Italien. Diese Laender haben zwischen 10% und 20% Chancen, gemaess den Buchmachern. Und die Quoten basieren auf effektiv eingesetztem Geld, nicht auf einem Satz eines Spielers oder Jurnalisten.

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  • Alain sagt:

    Wenn diese Mannschaft die ersten drei Spiele auf Rang eins oder zwei abschliesst, traue ich dieser Truppe noch einiges zu. Nur, ich bin überhaupt nicht überzeugt dass diese Mannschaft das schaffen wird. Zu wenig Leidenschaft, schaut der Türkei, Italien und Wales zu, die rennen für ihr Land, bei uns rennen sie vor allem für sich selber. War nicht immer so!

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  • Fede sagt:

    Die Protzerei mit den Luxus-Karosseen hat sich ja schon seit Jahren bei einem grossen Teil unseres Natikaders eingebürgert. Etwas mehr Vorbild und Bescheidenheit würde sicher bei den Fans mehr Goodwill schaffen.
    Ob die Anzahl Tattoos nicht etwa auch auf den Intelligenz-Level seines Trägers hinweist..?!

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  • gian sagt:

    Liedermacher Konstantin Wecker: "Patrioten sind Idioten." Habe gelitten, als Ambühl, Untersander, Hoffmann und Genoni unglücklich den Halbfinal verpassten. War ein Idiot.
    Vergangenheit: Werde mich freuen, wenn Petkovics Sympathen (Xhaka, Shaqiri, Akanji) schon bald in die Ferien gehen.
    P.S.: Meniskus nicht verletzen beim Knien gegen Rassismus.

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  • Fritz sagt:

    Ich finde es dürfte keine rein männlichen Mannschaften mehr geben. 50% Männer und 50% Frauen. Ohhh, das geht ja gar nicht bei 11 Spielern, hmmm. Also 5 Männer und 5 Frauen und eine intersexuelle Person. Ja, so geht's.

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  • Stefan Mueller sagt:

    Tja die Gene, respektive die Sitten und Bräuche der maximal 8000 gutintegrierten massenzugewanderten Ärzte Forscher und Ingenieure, hinterlassen halt auch in der Bünzli-Internationalmannschaft so ihre Spuren!
    Und wie seit zig Jahren üblich, versucht der Müllstream auch diesmal dem gemeinen Bünzli einzureden, dass es sich hier um einen absoluten Titelkandidaten handelt!
    Und auch diesmal wird nicht mehr herausschauen als wenn das Team aus Müllers Meiers und Hubers bestehen würde...

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  • bernhard sorg sagt:

    Total abstossend dieses Protzen in Zeiten da Clubs um staatliche Unterstützung betteln. In solchen Karossen kann sich nicht der Kampfgeist entwickeln, den es braucht, um ein entscheidendes Spiel in der letzten Minute noch zu gewinnen. Wer PS braucht um zu überholen, dem fehlt die Muskelkraft um schneller zu rennen.

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