19. März 2021
Wolfgang Koydl

Grillspiesse gegen Lauchstangen: In Amerika eskaliert der Streit zwischen Veganern und Fleischliebhabern

Schwul, vegan und tierlieb der eine, ein Vollblutkerl mit Appetit auf Steaks der andere – die Gouverneure der US-Bundesstaaten Colorado und Nebraska könnten unterschiedlicher nicht sein.

Nun ist ein Streit zwischen den Nachbarn entbrannt, die New York Times spricht sogar von Krieg: Es geht buchstäblich um die Wurst, genauer genommen ums Fleisch.

Als Colorados Gouverneur Jared Polis einen Veggie-Tag (MeatOut Day) ausrief, sah Amtskollege Pete Ricketts die Lebensart seiner Nebraskans bedroht. Sofort verkündete er einen «Meat On The Menu Day» - und nahm damit – wohl unwissentlich – eine Anleihe beim Franzosenkönig Henri IV., der jedem Untertan ein Huhn im Topf versprach.

Sollte der Konflikt eskalieren, hätte Colorado schlechte Karten. Lauchstangen gegen Grillspiesse? Keine Chance. Immerhin ist eine der Grundfragen der amerikanischen Politik geklärt: «Where is the beef?» Wo wird nicht geschwafelt, sondern gehandelt? In Nebraska natürlich. Eher blutig als durchgebraten.

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3 Kommentare zu “Grillspiesse gegen Lauchstangen: In Amerika eskaliert der Streit zwischen Veganern und Fleischliebhabern”

  • Florence sagt:

    Wäre es nicht angebrachter jeden nach seiner Façon Leben zu lassen?
    « Chacun à son goût? » Wenn jemand ganz bewusst keine tierische Produkte zu sich nehmen will,weshalb auch immer, ist das seine Angelegenheit. ,und umgekehrt. Er ist deswegen nicht klüger oder dümmer . Weshalb müssen Fleischesser sich nur so aufregen über Veganer? Die tun ihnen doch nichts! Ganze Artikel verfassen , um denen mal richtig die Meinung zu sagen...
    Leben und leben lassen ...

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  • Mueller sagt:

    Nach meiner Meinung ist Veganismus eine missionarische Sekte!

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  • hape sagt:

    Wie titelt doch die Weltwoche? Veganes Essen macht dumm!

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