11. August 2021
Rolf Hürzeler

Grossbritannien streitet um ein Alpaka, das an der ansteckenden Rinder-Tuberkulose erkrankt ist. Es gehört geschlachtet – very quickly.

Die südamerikanischen Alpakas sind die Gagdets all derjenigen, die sich mit einem exotischen Stück Vieh gerne alternativ zieren. Lieber ein herziges Alpaka im Stall als eine gemeine Kuh.

Das mag sich die britische Landfrau Helen Macdonald gedacht haben, als sie vor drei Jahren das Alpaka Geronimo aus Neuseeland importierte. Ein krankes Tier, wie zwei Tests ergaben. Es leidet unter Rinder-Tuberkulose, die für Mensch und Tier ansteckend ist.

Da für Geronimo eine Maske nicht zumutbar ist, soll er auf Geheiss des britischen Umweltministers Georg Eustice sanft eingeschläfert werden. Aber nicht mit uns, befanden mehr als 100 000 Briten und verlangen nun in einer Petition Gnade für Geronimo – Ansteckungen hin oder her.

Unter den Opponenten sind auch Stanley Johnson, der Vater des Premiers, und dessen Schwiegertochter Carrie, mithin die Frau des Premierministers Boris Johnson.

Man sollte meinen, das Königreich habe nach mehr als zwei Jahren Covid genug von ansteckenden Krankheiten.  Aber weit gefehlt, so ein Alpaka geht ans Herz; im Gegensatz zu den 2,8 Millionen Rindviechern, die im UK jedes auf die Schlachtbank kommen. Aber die fragt ja keiner.

307 6

1 Kommentar zu “Grossbritannien streitet um ein Alpaka, das an der ansteckenden Rinder-Tuberkulose erkrankt ist. Es gehört geschlachtet – very quickly.”

Schreiben Sie einen Kommentar

© Copyright 2021 - Weltwoche daily

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche-daily.ch dienen als Diskussionsplattform und sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird. Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels oder wo angebracht an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Persönlichkeitsverletzende und diskriminierende Äusserungen hingegen verstossen gegen unsere Richtlinien. Sie werden ebenso gelöscht wie Kommentare, die eine sexistische, beleidigende oder anstössige Ausdrucksweise verwenden. Beiträge kommerzieller Natur werden nicht freigegeben. Zu verzichten ist grundsätzlich auch auf Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen), wobei die Online-Redaktion mit Augenmass Ausnahmen zulassen kann.

Die Kommentarspalten sind artikelbezogen, die thematische Ausrichtung ist damit vorgegeben. Wir bitten Sie deshalb auf Beiträge zu verzichten, die nichts mit dem Inhalt des Artikels zu tun haben.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Unzulässig sind Wortmeldungen, die

  • Nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommerzieller Natur sind
  • andere Forumsteilnehmer persönlich beleidigen
  • einzelne Personen oder Gruppen aufgrund von Rasse, Ethnie oder Religion herabsetzen
  • in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • verächtliche Abänderungen von Namen oder Umschreibungen von Personen enthalten
  • mehr als einen externen Link enthalten
  • einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Online-Redaktion behält sich jedoch vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Es besteht grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.