28. Juli 2021
Thomas Renggli

Grünes Seilziehen in der Klimafrage. Der Zürcher Regierungsrat sistiert den Kampf gegen den CO2-Ausstoss. Aber die juvenilen Aktivisten proben beim Speedating den zivilen Ungehorsam.

Überraschender Rückzieher in der Zürcher Kantonsregierung. Trotz Wetterextremen, Flutkatastrophen und Gewitterschäden schubladisiert der grüne Baudirektor Martin Neukom die Klimastrategie, die den CO2-Ausstoss auf 0 senken will. Er spürt wohl, dass die grüne Welle zuletzt der eigenen Partei den Boden unterspülte; bei so viel «Hallo Velo» und «Anti Auto». Vielleicht ist die Aktion aber auch nur kühles politisches Kalkül – um vor der wegweisenden Abstimmung am 28. November über das kantonale Energiegesetz nicht noch mehr Öl ins Feuer zu giessen.

So oder so: Die juvenile Basis hält nichts von einem Waffenstillstand. Die Umweltaktivisten des Bündnisses «Rise up for Change» führen ab Freitag auf dem Gelände des früheren Hardturm-Stadions eine Aktionswoche durch. Sie wollen zelten und demonstrieren. Ausserdem sind «Aktionstrainings» geplant, in denen die Teilnehmer geschult werden, wie ziviler Ungehorsam funktioniert. Auch eine Rechtsberatung steht zur Verfügung. Zudem ist ein «Speedating» geplant.

Der Aussenstehende reibt sich verwundert die Augen – und sieht bei der grünen Partei akute Parallelen zu einem talentfreien Fussballer: Die Füsse machen etwas anderes, als dass der Kopf will.

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7 Kommentare zu “Grünes Seilziehen in der Klimafrage. Der Zürcher Regierungsrat sistiert den Kampf gegen den CO2-Ausstoss. Aber die juvenilen Aktivisten proben beim Speedating den zivilen Ungehorsam.”

  • Stefan Mueller sagt:

    So funktioniert halt der Bünzli-Filz!
    Utopische Versprechen um vom Sektierer-Volk gewählt zu werden.
    Was danach kommt ist ja sowieso egal, da sich der Filz längst darauf eingerichtet hat, Volksentscheide die dem Linksstaats-Sumpf nicht in den Kram passen, per Filz-Komplott ins Gegenteil zu verdrehen!
    Und solange es Bünzli gibt die auf Gutmenschen-Phrasen und Tarnmäntelchen der Mitte/Wischiwaschi-Scheinbürgerlichen hereinplumpsen...werden weiter solche Neukomm-Typen das Volk belügen und betrügen!

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  • olive sagt:

    Hoffentlich hat es dort genügend Polizei vor Ort, um strengstens auf Abstände Masken und Impfausweise zu achten. Oder besser noch sofort verbieten.

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  • minibixi2008 sagt:

    Gott vergib ihnen denn sie wissen nicht was sie tun aber sie tun was sie nicht wissen.

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  • eduardkeller sagt:

    Den CO2 Ausstoss auf null zu senken zu wollen, ist der grösste Unsinn seit Christi Geburt. Das wird nie gelingen; eher geht die Menschheit unter. Im ersten Jahrhundert lebten auf der Erde um 300 Mio. Menschen. Der CO2 Gehalt in der damals Luft gering. Heute sind es 8 Milliarden nebst dem Rindvieh. Alle müssen essen und fressen. Kunstdünger festigte die Ernährung. Der CO2 Gehalt in der Luft korreliert mit dem Umfang der Lebewesen. So wie es ist, ist es bestens.

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  • Edmo sagt:

    Politisches Kalkül ist bei Martin Neukomm zu vermuten. Sicher können wir jede Art von Einsicht ausschliessen. Natürlich überlässt Neukomm den jungen Wilden gerne die Strasse. Sie arbeiten ja freiwillig, gratis und hochgradig ideologisiert f¨ür seine Ziele. Die globale marxistische Öko-Diktatur ist das gemeinsame Ziel von Neukomm und all den durchgeknallten Aktivisten. Wenn die Jungen dereinst begreifen, wofür sie gekämpft haben, werden sie sich weinend wünschen, auf Feld 1 zurückkehren zu können

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  • VP-Falger sagt:

    Wenn ein Grüner ein grüngefärbtes Politpapier schubladisiert, dann ist es sicher politisches Kalkül. Was den sonst?

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  • steinlin sagt:

    Was will das grüne Fröschchen Neukom, den Co2 Ausstoss auf o senken. Vielleicht müssten sich solche Phantasten einmal darüber Gedanken machen, wie viele Arbeitsplätze am bösen Auto hängen und wie viele an unseren geliebten Fahrrädern.
    Wer wählt solche Figuren in den Zürcher Regierungsrat, so ein Mensch ist doch in so einer Position nicht tragbar.
    Das Beste für unseren Kanton wäre, wenn er zusammen mit Jaqueline Fehr zurücktreten würde

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