11. Mai 2021
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Beat Gygi

Radikale Grüngeld-Strategie für den angeschlagenen Finanzplatz: Die Schweizer Sozialdemokraten machen die Leute ärmer

Die Sozialdemokratische Partei (SP) hat an ihrer Delegiertenversammlung eine Resolution «für einen zukunftsfähigen Finanzplatz» angenommen.

Die grosse Summe der verwalteten Vermögen sei ein gewaltiger Hebel, um zu mehr globaler Gerechtigkeit beizutragen.

Nach dem Kampf gegen sogenanntes Schwarzgeld und der Umstellung auf Weissgeld will die SP jetzt Grüngeld gross in Mode bringen und dem Gemeinwohl zum Durchbruch verhelfen.

Und ganz zentral: Die Banker sollen «aus der Sachzwang-Logik der Gewinnmaximierung befreit» werden.

Auf dem «zukunftsfähigen Finanzplatz» soll man also beim Anlegen nicht mehr auf eine möglichst gute Rendite schauen.

Endlich ist der Stress weg. Kein Performance-Druck mehr. Grüne Brille, Biodiversität, Friedenspolitik, soziale Gefühle, prima Klima beim Aktienkauf.

Tönt angenehm, kein Wunder, dass sogar Bankmanager beim Grünfärben helfen wollen. Das wird der bequeme Normalfall.

Das Problem ist nur, dass da schwergewichtig unser Pensionskassen-Geld vom Grünfrass angegriffen wird. Eine Finanzplatz-Strategie, die am Kapital der normalen Leute zehrt, kann nicht sozial sein.

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9 Kommentare zu “Radikale Grüngeld-Strategie für den angeschlagenen Finanzplatz: Die Schweizer Sozialdemokraten machen die Leute ärmer”

  • VP-Falger sagt:

    Wenn schon die Pensionskassenrendite angesprochen wird, dann empfehle ich Ihnen diesen Link: https://finance.yahoo.com/quote/CIM?p=CIM&.tsrc=fin-srch

    CIM, wie das Tickersymbol heisst, generierts selbst zu aktuellen Kursen eine Jahresrendite von 9.80 Prozent. Diese Aktie empfahl ich schon 2009 einem meiner Schlfreunde.

    Die in Ketten gelegten PK-Funktionäre kassieren Spitzenlöhne und der Bund verbietet ihnen gute Renditen für die Bevölkerung zu generieren. So werden Sesselfurzer herangezücht

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  • Mueller sagt:

    Die Wähler der Grünen und Sozis sind sich nicht bewusst, dass sie ein System wählen , dass ihren Staat zum ultimativen Bankrott führt; siehe UdSSR mit Comecon Staaten! Siehe Venezuela, Kuba!

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  • Edmo sagt:

    Die SP hat es nicht erfunden. Sie springt nur medienwirksam auf den fahrenden Zug auf. Die Banken sind längst dahinter gekommen, wie mit der Grüngeldstrategie das Image und die Gewinne aufpoliert werden können. Die Realwirtschaft wird von den Staaten zugrunde gerichtet. Gigantische Subventionen fliessen in grüne Planwirtschaft und da haben die Banken früh angedockt. Natürlich ist für die Banker die Befreiung vom Performance-Druck auch hoch willkommen. SP und Banken haben einander gefunden.

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    • VP-Falger sagt:

      2019 belastete dei UBS meiner Frau noch Fr. 7 monatliche Kontogebühr. 2021 schwankt sie ganz nach Belieben und nach Kontostand zwischen Fr. 9 unf Fr. 12. Der Liter Magermilch im Aldi hat von Fr. 1.25 auf Fr. 1.35 aufgeschlagen. Selbst bei diesem Discounter ganze 8%. Bei UBS sind es im Extrem von 12 Franken stolze 71%. Sieht nach staatlich akzeptiertem Wucher aus. Die Banken können ja auch aus 5'000 EK weitere 45'000 aus Luft generieren und die ganzen 50'000 zu 12% p.a. Zin als Kredit vergeben!

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  • Stefan Mueller sagt:

    Andererseits, behuldigen die Linkschaoten die widerlichsten Spekulanten und Abzocker-Kapitalisten, von Soros Gates Clooney/De Niro etc. die Gazprom Gerds/Steinewerfer-Fischer/Bankvasallen-Kavallerie-Oberst/Pack-Gabriel ....bis zu den Bünzli-Läugeli Wyss Implenia-Moritz, SNB-Bänkster-Dealer Rockstar, und Volksgenossen die gar noch für nicht-stattfindende Bernsumpf-Plauderstündeli Staatsknete abzocken wollen!

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  • Rolf Bolliger sagt:

    Dass sich die SP-Schweiz längst vom sozialen Denken in eine reine Umverteiler-Partei verändert hat, merken und wissen immer mehr einfache Büezer und Angestellte längst! Wer heute investiert, 16 Stunden im Tag springt. arbeitet und entwickelt ist nur noch eine künftige "Melk-Kuh", "Gewinnmaximierer" oder Grosskapitalist! Die SP-Strategen merken nicht, dass dem Mittelstand ihre rot/grünen Forderungen am meisten finanziell abverlangt wird! Darum, bleiben nur Ausländer und Ungelernte ihr Klientel!

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    • Realistin sagt:

      Nein, auch Akademiker, die in unserem Schulsystem von klein auf totalitär links infiltriert werden. Am schlimmsten in den Hochschulen. Da die nie in der Privatwirtschaft gearbeitet und ihr Geld verdient haben, haben die keine Ahnung, wie die arbeitende Bevölkerung ihr Geld verdienen muss und was sie alles für Sorgen hat. Die leben in fremdfinanziertem Wohlstand und meinen, es gehe allen Schweizern so gut. Die haben keine Ahnung, was es heisst, wenn der Mittelstand und darunter mehr zahlen müssen

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  • Bischi49 sagt:

    Ein wunderbares Beispiel, wie Ideologie Denken ersetzt. Den bösen Kapitalismus überwinden und unliebe grüne Kapitalvernichtung überführen. Bar jeder ganzheitlichen Optik blendet der Linke Tunnelblick alles aus, was nicht zur momentan gepredigten „Problemlösung“ passt. Als Frage bleibt lediglich, ob solche Ideen aus Ahnungslosigkeit, aus Dummheit oder aus bösartiger Zerstörungslust geboren wurden.

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  • baloiszydeco sagt:

    Nicht vergessen: sie wollen immer noch den Kapitalismus überwinden. Und so gehts ganz friedlich. Mit Sozi Grünschimmel befallen, vermodert auch der letzte Pensions- und kapitalistisch investierte AHV Franken. Und die von Verantwortung befreiten Bankers räumen noch schnell ab bevor der Rolladen runter im grünen Paradies.

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