27. April 2021
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Beat Gygi

Gut gegen böse – mit normalen Bauern will das Schweizer Fernsehen nicht viel zu tun haben. «Eco» bringt das perfekt rüber

Die Kampagne zu den zwei Agrarinitiativen vom 13. Juni ist voll am Laufen. Das Wirtschaftsmagazin «Eco» des Schweizer Fernsehens macht mit.

Gut gegen böse.

Kennen Sie die dunkle Macht in der Schweizer Landwirtschaft und Nahrungsmittelindustrie? Nicht? Sie heisst Fenaco.

Ein Agrarkonzern mit 7 Milliarden Jahresumsatz und solider Ertragskraft, der grossenteils den Bauern gehört, entstanden aus früheren Genossenschaften, Selbsthilfeorganisationen.

Fenaco kauft Bauern ihre Produkte ab, verarbeitet Nahrungsmittel zu x Marken, hat den Detailhandel mit Landi und Volg sowie den Handel mit Agrartechnik, Dünger, Pflanzenschutz, Treibstoffen und so bei sich.

Wie berichtet man über eine dunkle Macht? In Schwarz-weiss, Bildern wie Blei, mit bedrohlicher Musik, schweren Maschinen, dunklen Düngerfontänen, Kühen, die dünn scheissen.

«Eco» bringt das perfekt ins Publikum. Dazu die Mitteilung, der Chef wolle nicht vor die Kamera treten. Passt.

Und dann zu den Guten: zum Bio-Pionier mit begeisterter Partnerin. Sorgende Hände, wachsende Pflanzen, Felder in Farben, bunte Blumen, Bio-Life-style, schöne Töne, tanzt mit!

Aber irgendwer muss für das Essen sorgen. Kein Wunder, dass Fenaco 7 Milliarden Umsatz macht.

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18 Kommentare zu “Gut gegen böse – mit normalen Bauern will das Schweizer Fernsehen nicht viel zu tun haben. «Eco» bringt das perfekt rüber”

  • ulrich vogt sagt:

    Nach Parcelsus kommt es eben auf die Menge an, ob ein Stoff giftig oder ungiftig ist. Fakt ist, dass die Nitratüberschüsse aus der Landwirtschaft für die Böden verheerend sind. Seit Jahren wird im Schweizerwald geforscht und festgestellt, dass die Feinwurzeln der Bäume massiv geschädigt werden. Das hat für die Stabilität der Schutzwälder sicher negative Auswirkungen. Selbst in der Bauernzeitung konnte man nachlesen, dass die Nitratüberschüsse ein grosses Problem im ganzen Ökosystem sind.

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  • Realistin sagt:

    Vielleicht schauen Sie bei Ihrem Bio Bauer mal genau zu.
    "Darum nutzen auch Biobauern Pflanzenschutzmittel, z.B. Kupfer
    Der Ökolandbau nutzt keine Chemie. Aber auch Biobauern müssen ihre Ernte vor Schädlingen schützen. Dazu nutzen sie biologische Mittel – die sind aber nicht zwangsläufig weniger schädlich."
    https://www.quarks.de/umwelt/landwirtschaft/darum-nutzen-auch-biobauern-pestizide/

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  • Keller Hans Rudolf sagt:

    Bitte zu Ende denken. ....
    Sollte es dann mal zu Ernteausfällen kommen, was unausweichlich sein würde.... ist das
    Angebot nach G E N -Samen gleich zur Stelle. Wie sollten wir uns dann ernähren, ohne
    fachkundige Bewirtschaftung der Flächen durch die Bauern?

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  • markus9671 sagt:

    Jahrelang zu unproduktiv zu teuer zu wenig fortschrittlich und eigentlich nur wegen der Lobby in Bern und den grosszügigen Subventionen überlebend. Jetzt die super Killer die über den Mafia ähnlich operierenden Monopol- Konzern Fenaco unsere Lebensgrundlagen zerstören! Zum Glück haben wir noch die neuen „Guten“ die sich über das erste „Schneckli“ auf dem Feld kindisch freuen! Leider wird man so keine 10 Millionen plus Schweiz ernähren.

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  • Edmo sagt:

    Landwirtschaft und SVP gehören in der Vorstellung der urbanen Rotgrünen untrennbar zusammen. Wer gegen die SVP ist, muss auch gegen die Bauern sein. So einfach sind die Zusammenhänge. Denn die Rotgrünen ticken nun mal sehr einfach. Unser linksversifftes Staatsfernesehen passt bestens dazu. Bei den Agrarinitiativen geht es ausschliesslich um Politik, um Subventionen für die 'Guten' und gegen die SVP. Die vorgeschobenen Argumente sind Lug und Betrug, das Fernsehen mischt eifrig mit.

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  • hape sagt:

    Es ist an der Zeit, wenn mit den Sonderrechten der Baern endlich aufgeräumt wir. Das fängt beim Erbrecht an und geht bis zur Mutation zum "Baulandbauer".
    Ich bin weiss gott kein Linker.
    Doch wehre ich mich, mir mit Steuergeldern auch noch selber Gülle ins Trinkwasser zu leeren..

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    • Realistin sagt:

      Teil 1: Es ist eher an der Zeit, die Lebensmittelpreise der Importe auf Schweizerisches Niveau zu heben.
      So wie Sie kann nur jemand schreiben, der keine Ahnung hat, was es bedeutet Nahrungsmittel zu produzieren. Würden Sie den Acker pflügen, dann Getreide sähen, dann von Hand die Unkräuter und Schädlinge entfernen, dann ernten, dann das Getreide mahlen, dann Brot backen und am Schluss bekommen Sie für ein Jahr Arbeit dann für ein Brot 3.50 Fr. ?

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    • Realistin sagt:

      Teil 2: Das Trinkwasser in den Ländern, in denen die importierten Lebensmittel herkommen, ist Ihnen natürlich egal.
      Und was es bedeutet, wenn hier keine Lebensmittel mehr produziert werden, haben wir ja gesehen, als wegen Corona null komma plötzlich die Grenzen geschlossen wurden und wir nur noch importieren konnten, was die anderen Länder nicht selber brauchten.
      Ein wenig mehr Weitsicht wäre gut.
      Ihre Steuern werden für sehr viel Dümmeres zum Fenster raus geworfen.

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  • johann6a sagt:

    Naja, der damalige Chef von Fenaco wollte auch nicht mit Avenir Suisse reden, als wir ihn im Rahmen des Agrarprojekts ("Der befreite Bauer"/NZZ Libro) befragen wollten.

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  • Anstolmi sagt:

    Die SRF Leute und auch die meisten linken Politiker sind von der Schule über die Uni direkt in die Redaktionen resp. in die Politik gerutscht. Die wenigsten haben eine Ahnung von harter Arbeit, wissen alles und vor allem alles besser. Sie kennen die Arbeit unserer Bauern im besten Fall vom Hörensagen und verstehen nichts davon. Bei der Annahme dieser Initiative verringern wir die Selbstversorgung und führen Produkte ein, deren Herstellung (wahrscheinlich mehr Pestizide!)wir nicht kontr. können.

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  • Rolf Bolliger sagt:

    Dieser TV-Beitrag "ECO", macht wieder einmal deutlich klar. wie unausgewogen und parteiisch gegen "unbeliebte" Volksgruppen (unsere Bauern) manipuliert wird! Die Landwirte gehörten bei unseren linksideologischen Medien und Parteien schon immer zu den Hassgruppen! Jetzt hat die Sendung "Eco" diese längst feststellbare Realität gründlich bestätigt! Wenn sich die Bauern jetzt nicht wehren, so wird dieser Dauerdruck noch verstärkt werden! Die SRG gehört längst vors Gericht, um bestraft zu werden!

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  • T sagt:

    Nudging, Framing, SRF, Direkte Demokratie.

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  • ulrich vogt sagt:

    Der Autor hat mit seinen Bemerkungen gewiss recht, der Beitrag war wirklich nicht ausgewogen. Aber dass die konventionelle Landwirtschaft mit dem grossen Einsatz an Dünger, Pestiziden, Insektiziden und importierten Futtermitteln Probleme hat, darf auch nicht übersehen werden. Die Landwirtschaft ist keine heilige Kuh, im Hinblick auf eine nachhaltigere und umweltfreundlichere Nahrungsmittelproduktion ist ein Umdenken unbedingt nötig. Die Bauernlobby sperrt sich vehement dagegen, wie lange noch?

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    • juege sagt:

      Und woher soll den Ihre Ernährung kommen? Sorgen Sie dafür, dass sich die Schweizer Bevölkerung wieder bei 5 Mio. stabilisiert, wie einst vorgesehen, dann können sie wieder mit ihren Methoden Landwirtschaft betreiben.

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    • Mueller sagt:

      Ohne Dünger , ohne Schädlingsbekämpfung hätten wir gewaltige Ernteausfälle! Jeder , welcher schon mal in einem winzigen Gärtli z.B. Salat angepflanzt hat, kennt das Problem mit dem Schneckenfrass ! Ohne Bekämpfung fressen die Schleimer alles weg! In der Natur gilt hat „ Fressen und gefressen werden!“ Das Leben ist kein Ponihof!!

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      • ulrich vogt sagt:

        Warum gibt es Landwirtschaftsbetriebe, die biologische Lebensmittel produzieren können ohne chemische Keulen? Studieren Sie einmal den Spritzplan für Obstbäume, da werden Sie staunen, was alles letztlich für schönes Tafelobst an Chemie investiert wird. Oder schauen Sie dem Milchbauern zu, der seine Hofweiden 4-5 mal ausgiebigt güllt, weil sein Viehbestand dank Importen den Bschüttikasten ständig auf hohem Niveau hält. Die triviale Flora auf der Weide zeigt das Ergebnis. Es gibt Besseres.

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        • Anstolmi sagt:

          meinen Sie, bei aus dem Ausland importierten Produkten handelt es sich um weniger von Pestiziden belastete Waren? Wir sollten der hiesigen Landwirtschaft, welche im europäischen Vergleich hinsichtlich Chemieverbrauch sehr gut abschneidet, Sorge tragen. Mit der Illusion, eine moderate Pestizidanwendung sei zu unterbinden, ist man natürlich auf der Seite der heutigen Moralbesitzer auf der richtigen Seite - auf der Seite der Guten - und wenns die grösste Dummheit ist...

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        • Realistin sagt:

          Darum nutzen auch Biobauern Pflanzenschutzmittel
          Der Ökolandbau nutzt keine Chemie. Aber auch Biobauern müssen ihre Ernte vor Schädlingen schützen. Dazu nutzen sie biologische Mittel – die sind aber nicht zwangsläufig weniger schädlich.
          https://www.quarks.de/umwelt/landwirtschaft/darum-nutzen-auch-biobauern-pestizide/

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