07. April 2021
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Florian Schwab

Guy Parmelin lobt Christian Levrats Ernennung zum Post-Chef. Gerät die Schweizer Konkordanz zur Comedy Show?

Bundespräsident Guy Parmelin (SVP) gibt der Sonntags-Zeitung ein Interview. Die Rede kommt auf die Kür des früheren SP-Chefs Christian Levrat zum Post-Präsidenten.

Ob das ein guter Entscheid sei, will die Zeitung wissen? «Ich halte fast jeden Entscheid des Bundesrats für richtig», antwortet Parmelin. Um dann weiterzufahren: «Nein, im Ernst. Herr Levrat hat die Wirtschaftskommission geführt, er kennt das Parlament, er kennt die Post, er kennt das Gewerkschaftsmilieu. Es ist ein guter Entscheid.»

Vor dem «Nein, im Ernst» kann man sich das tosende Gelächter am Tisch hinzudenken – denn wozu der Wechsel ins ernste Fach, wenn es zuvor nicht lustig war?

Die Schweizer Konkordanz als Comedy Show: Bundesräte müssen vor Mikrofone und Kameras treten und Dinge verteidigen, von denen das ganze Land weiss, dass sie sie persönlich kritisch sehen. Leider vergraben Parmelin und die Sonntags-Zeitung die Heiterkeit zwischen den Zeilen.

Ueli Maurer, der Grossmeister der komödiantischen Konkordanz-Persiflage, hätte den Gag wohl offensiver zelebriert.

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12 Kommentare zu “Guy Parmelin lobt Christian Levrats Ernennung zum Post-Chef. Gerät die Schweizer Konkordanz zur Comedy Show?”

  • hape sagt:

    Söihäfeli - Söideckeli...

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  • Elba sagt:

    Ungehörig ist auch, dass das staatsozialistische Fernsehen den Genossen Levrat in langatmigen Ovationen zelebrierte, anstatt die parteigenössliwirtschaft um lukrative Staatspöstchen von Genossin Sommaruga zu hinterfragen.

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  • Dani Frei sagt:

    Höchste Zeit für ein Bundesrat Impeachment. Diese Leute betreiben öffentlich Korruption praktiziert.
    Wollen wir wirklich noch länger unsere Freiheit und Rechte von solchen Witzfiguren stehlen lassen?
    Mistgabeln und Fackeln raus und nach Bern! Die Leute müssen endlich aus dem Corona Schlaf erwachen und ihre Rechte zurück kämpfen!

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  • gian sagt:

    Herr Bundespräsident Parmelin - pas la bougie la plus brillante du gâteau - lässt sich von linken Journalisten ausnehmen wie eine Weihnachtsgans zum Thema Postenfilz. Nächstens im Cabaret Féderal: Bittgang nach Brüssel, begleitet von Cassis und der Bundesratsbarbie KKS. Heil dir Helvetia.

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  • Realistin sagt:

    Die Konkordanz in der Schweiz ist längst nur noch eine Farce. Seit Jahren werden nur die schwächsten Kandidaten der SVP gewählt, die weder die Persönlichkeit noch das Charisma haben, die Linie der SVP wirklich zu vertreten. Starke Persönlichkeiten, die die Anliegen der SVP Wähler tatsächlich vertreten, werden von den anderen Parteien nicht gewählt.
    Konkordanz heisst heutzutage, nur linke und grüne SVP Vertreter haben eine Chance oder einfach ganz Schwache

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  • beatz sagt:

    Ein weiterer Beweis warum dieser Mann vom Parlament zum BR gewählt wurde, so wie die anderen sechs opportunistischen Wendehälse.Der Fisch stinkt am und hier auch im Kopf. Wir sind selber schuld, wollen keine BR Volkswahl einrichten. Von wegen, das Volk ist der Souverän, haha. Die Wahllandkarte beweist es: die sozis haben gewonnen.Die sozi Kleinschreibung ist mein zahnloser Versuch meine Hilflosigkeit und Wut zu zu zeigen, aber bald kaufe ich eine Mistgabel und stehe vor das Bundeshaus .

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  • Silvio Valentino sagt:

    Solange sie die Beute untereinander einigermassen angemessen verteilen, gibt es keinen Streit; sie spielen uns höchstens einen vor. Es gibt kein "links", "rechts" oder was auch immer. Es gibt nur "oben" und "unten", wobei sich die Spitze der Pyramide in den letzten vierzig Jahren dramatisch verengt hat. Die Figuren, die "oben" sitzen, sind austauschbar und vollkommen irrelevant. Es geht um das System. Und zur Zeit wird dieses System perfektioniert, stabilisiert und unangreifbar gemacht.

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  • Edmo sagt:

    Nach der Comedy Show fällt der Vorhang und gut ist. War der Comedian exzellent, bleibt noch etwas Heiterkeit zurück. Doch wenn Bundesräte und Journalisten ins Comedy-Fach wechseln, bleibt am Ende meist nur grosse Frustration zurück. Wenn der Vorhang fällt, spielt nämlich die Korruption fröhlich weiter und das Publikum weiss haargenau, über wen die ganze Zeit hämisch gelacht wird.

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  • Bernhard Bossard sagt:

    Guy Parmelin ist wohl nur noch ein ‚vierteli‘ SVP Bundesrat.

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  • Arnold Ganz sagt:

    Das Informationssystem des Bundesrates ist durch das absolut praktizierte Kollegial-System für den einzelnen Amtsträger eine Zumutung erster Ordnung. In der Öffentlichkeit muss eine Meinung vertreten werden, von der jeder politisch interessierte Stimmbürger weiss, dass sie zu 100% nicht mit der persönlichen Meinung übereinstimmt. Warum soll dem Volk die persönliche Meinung der Bundesräte eigentlich vorenthalten bleiben? Elfenbein-Türme haben mit Demokratie bekanntlich wenig zu tun.

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