04. Oktober 2021
René Hildbrand

Herr und Frau Schweizer streiten immer häufiger mit ihren Nachbarn. Ist Corona schuld?

58 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer leben zur Miete. Gehäuft schwingen sie untereinander das Kriegsbeil.

Das berichten Mietervereine, Liegenschaftsbesitzer, Mediatoren und Anwälte. Über 50 Prozent der Erwerbstätigen arbeiteten während der Corona-Zeit ganz, zur Hälfte oder knapp zur Hälfte im Homeoffice. Das gab unter Nachbarn mehr Berührungspunkte.

Ursachen für Nachbar-Zoff gibt es viele: sie reichen von der Waschordnung bis zu falsch parkierten Autos, stinkenden Grills, lärmenden Kindern und bellenden Hunden.

Sogar Rauchen auf dem Balkon kann Stunk auslösen. Zugegeben: In jungen Jahren hörten meine Nachbarn oft gute Musik. Ob sie wollten oder nicht. Der Sound war für mich und meine Kollegen erst dann laut, wenn wir die Nachbarn nicht mehr klopfen hörten.

Eigenheim-Besitzer sind nicht toleranter als Mieter. Wehe, Hecken wuchern über die Grenze. Oder die Katze des Nachbarn verrichtet ihr Geschäft im Garten.

Man müsste halt miteinander reden. Das Kriegsbeil ist erst begraben, wenn keiner mehr weiss, wo es liegt. Noch ein Grund für Krach: Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn er der Nachbarin gefällt.

Ein Journalisten-Kollege hatte seinem Anrainer vor Jahren die Frau ausgespannt. Beide sind dann aus- und umgezogen. Sie sind bis heute ein Paar.

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15 Kommentare zu “Herr und Frau Schweizer streiten immer häufiger mit ihren Nachbarn. Ist Corona schuld?”

  • Robert M sagt:

    Warum nennt hier niemand die ungefilterte Einwanderung und Überbevölkerung beim Namen?? Das gepaart mit der größer verdende ach so gefeierten Toleranz (=Intoleranz gegen jeden) plus Verrohung der Sitten und zwanghafte Individualität = DICHTESTRESS‘nn
    Aber hey die kleine Schweiz hat Platz.

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  • Eulenlaender sagt:

    Natürlich fördern Stress und Ohnmacht aggressives Verhalten. Wenn man schon nichts gegen die Massnahmen oder die Ungeimpften machen kann, gewinnt man die Kontrolle über sein Leben halt zurück, indem man den Nachbarn vors Gericht zerrt. Aber die Aggression gegenüber Andersdenkenden und -handelnden liegt bereits tief verwurzelt in der Menschheit. Bis jetzt hat noch niemand ein Rezept dagegen gefunden, so dass das halt immer wieder mehr oder weniger ans Tageslicht kommt.

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  • Karin sagt:

    Eine Nebenwirkung der Impfung: Aggressivität.

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    • Eulenlaender sagt:

      Die hier geschilderte Aggressivität wurzelt im allzu menschlichen "Kill All Others"-Gen. Die bisher bekannten Impfnebenwirkungen könnten genauso gut darauf zurückzuführen sein, dass unfähige Verabreicher nicht aspirieren und den Impfstoff aus Versehen in die Blutbahn jagen, statt sich an die vorgesehene intramuskuläre Injektion zu halten. Gegenwärtig kann man weder die Gefährlichkeit noch die Unbedenklichkeit der Impfstoffe garantieren. Man sollte Wissenslücken nicht mit Schwachsinn füllen.

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  • Edmo sagt:

    Corona ist sicher nicht schuld. Rücksichtslosigkeit einerseits und Intoleranz andererseits sind die perfekte Mischung für den immerwährenden Nachbarschaftsstreit. Leider sind Rücksichtslosigkeit und Intoleranz gerade stark zunehmend. Die Spaltung des Volkes durch die Regierung und der spürbare Dichtestress aufgrund massloser Zuwanderung, dürften die Hauptursachen sein. Eine Grippe wie Covid-19 hat keinen nennenswerten Einfluss. Was die Regierung daraus macht, allerdings schon.

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  • minibixi2008 sagt:

    Ganz klar ist Corona Schuld. Die Regierung setzt alles daran die Leute zu spalten. Nur so kann man sie zu Marionetten machen. Ich merke es ja an mir selbst dass ich immer aggressiver werde, aber ich habe mich noch im Griff. Sowas kannte ich vorher nicht an mir.
    Diese Reibereien werden in Zukunft noch viel böser enden. Die Regierungen tun alles dafür und die meisten sind zu dumm um das ganze zu durchschauen.

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  • Peter Rossa sagt:

    "Monsieur" Berset und sein BAG werden wohl schon bald ein Gratis-Valium-Verteil-Programm starten

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    • Edmo sagt:

      Dann müssen wir täglich im Valium-Zentrum unsere Dosis unter Aufsicht einnehmen und im Zertifikat vermerken lassen. Nur wer geimpft und mit Valium ruhiggestellt ist, darf am gesellschaftlichen Leben noch teilhaben. Wer das Valium verweigert, hat selbstverständlich auch kein Anrecht auf eine Mietwohnung oder Wohneigentum. Diese Leute sind dann einfach zu gefährlich. Gut, dass es das Zertifikat schon gibt. Es ist beliebig ausbaubar und muss nicht mehr neu erfunden werden.

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  • Peter Rossa sagt:

    "Monsieur" Berset und sein BAG werden wohl demnächst ein Gratis-Valium-Verteil-Programm starten

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  • Juerg Brechbuehl Diplombiologe sagt:

    Ich habe eine Schwirre in den Boden gerammt, ein Brett daran geschraubt und einen Zettel wetterfest ausgedruckt, auf dem steht "Fuck off!". Seit da lassen die lieben Nachbarn die Finger von meinem Eigentum. Alles davor hat nichts genützt, freundlich genauso wenig wie laut, anständige Worte waren gleich wirkungslos wie berndeutsch und deutlich. Das Schild hat mir Ruhe verschafft.

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    • Juerg Schneeberger sagt:

      Hallo werter Jürg, habe gemeint dass es sowas im wunderschönen Emmental/Eggiwil nicht gibt. Für mich und meine Frau scheint beim mehrmaligen Aufenthalt, den wir dort jedes Jahr verbringen dürfen, die Welt noch in Ordnung zu sein. Muss unbedingt beim nächsten Vorbeifahren an Ihrem Haus mal schauen. Ha, ha!

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  • Anna Meier sagt:

    Es hat wohl eher mit der laufend zunehmenden Rücksichtslosigkeit zu tun.
    Und ja, Herr Hildbrand, es ist das Eindringen in die Privatsphäre mit Lärm und Rauchgestank, das einem das Leben zur Hölle machen kann.
    Auch wenn die Rücksichtslosen das nie verstehen werden. Es sei denn, auch sie werden mit einem Nachbarn beschenkt, der etwas tut, was sie stört

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  • Melanie sagt:

    So sind Menschen eben. Man beobachte Primaten-Gesellschaften: die einen mögen sich, die andern gehen sich auf den Sack, die einen hauen + plagen einander, die andern kuscheln + herzen sich. Ganz genauso ist es bei den Menschen auch. Egal ob im Eigenheim oder auf dem Mietstockwerk. Oder sonst wo.

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