15. März 2021
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Beat Gygi

Die herzlose Schweiz lasse ihre Kranken im Stich – das Kartell der Hochsteuer-Länder greift zur Moralkeule

Die internationale Koalition der Hochsteuer-Länder hat eine neue Masche gefunden, um Standorte mit günstigeren Steuerbedingungen anzuschwärzen.

Diesmal nicht mit schwarzen Listen, sondern mit dem halb versteckten Vorwurf, sie würden Menschenleben aufs Spiel setzen. 

Die Sonntagszeitung schreibt, dass die Schweiz in Spitälern, Heimen und Spitex 74699 Pflegerinnen und Pfleger mehr bezahlen könnte, wenn sie nicht Opfer von steuerflüchtigen Personen und Firmen wäre.

Die Daten dazu stammen von einer NGO zu Steuergerechtigkeit und von der OECD, der Organisation von Industrieländern, die seit zwanzig Jahren eine aggressive Kampagne gegen den Steuerwettbewerb führt.

Das heisst gegen Länder mit attraktiven Steuerbedingungen.

Und mit voller Härte gegen die Schweiz, die Teil einer «Achse der Steuerumgehung» sei.

Es sind nicht ganz neue Zahlen.

Neu ist aber der Versuch, den Vorwurf von OECD und NGO, die Schweiz sei eine Profiteurin der Steuerflucht, moralisierend umzumünzen in die Beschuldigung, man lasse kranke, todkranke Menschen im Stich.

Ganz kranke Argumentation.

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6 Kommentare zu “Die herzlose Schweiz lasse ihre Kranken im Stich – das Kartell der Hochsteuer-Länder greift zur Moralkeule”

  • zeus2@ sagt:

    Ich wach aus Kind zum erst mal in der Schweiz zum Ferien mit Eltern .
    Und es war Lieb auf die ersten Blicke.... danach , tja all die vertrauen. , und meinen abgöttisch liebe in dieses Land, bräuchte, Gesetze, Kultur, Schönheit .
    Und die Höhe Meinung Respekt ..... ist auf ein schlagartig mal einfach WEG!!!
    Was ist auf diese großartige Land geworden????
    Habe ich eventuell all die Zeit nur durch eine Rosa rote Brille. durch geschaut ???Es war all diesen Perfektion nur einen Traum gewssen

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  • Buecherwurm sagt:

    Ich bin gesund, 68 Jahre, BMI < 22, Blutdruck < 120 (ohne Pillen), keine Vorerkrankungen, die letzten 30 Jahre (mindestens) habe ich nur einen Zahnarzt gebraucht. Dürfen wir wirklich alle nicht mehr "leben", damit ein paar verfettete, demenente Alte, die von Ihren Angehörigen in ein Heim abgeschoben wurden, vielleicht (?) besser geschützt sind und in einem Heim noch vor sich hindämmern können?

    Ich selber will nicht in ein Heim und wenn ich eines Tages verhungere oder an Verwahrlosung eingehe.

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    • Realistin sagt:

      Man könnte es etwas netter schreiben, indem man darauf hinweist, dass viele der Alten, die man schützen will, lieber sterben wollen, als dass ihretwegen alle anderen bevormundet werden oder sie mit allen Mitteln am Leben gehalten werden.

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  • Bischi49 sagt:

    Dass diese genau 74699 Pflegekräfte natürlich nur dank Personenfreizügigkeit überhaupt gefunden würden, dass sie dann aber in den Herkunftsländern fehlen würden, und dass sie vor allem dank den attraktiveren Salären in die Schweiz kommen würden, welche wiederum u.a. dank dem günstigen steuerlichen Umfeld möglich sind, davon schreibt die Sonntagszeitung kein Wort. Das allerdings ist bei diesem Presseerzeugnis kein Wunder und von NGO‘s nicht zu erwarten.

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  • Mueller sagt:

    Das sozialistisch kommunistische China hat den Virus losgeschickt, um als Folge dieser „Pandemie“ die etatistisch sozialistische Marktwirtschaft auf dem Globus einzuführen! Es sieht wirklich so aus, dass dieser Coup gelingt!

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  • Edmo sagt:

    NGO zu Steuergerechtigkeit? Die NGO-Mafia lässt kein einziges Feld unbesetzt. Die OECD hat sich zu einem ganz üblen Kartell der Steuereintreiber entwickelt und müsste international geächtet, ja sogar verboten werden. Die OECD-Länder machen mit ihrer abartigen Organistaion genau das, was das Kartellgesetz den Firmen verbietet. Die OECD beschränkt den Wettbewerb massiv und ist somit volkswirtschaftlich und sozial schädlich. Unsere Behörden lassen den Dauerbeschuss der OECD unwidersprochen.

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