10. Dezember 2020
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Beat Gygi

Heute auf Bühne 1: Die grosse Hilfeleistungs-Show des Bundesrats und seiner befreundeten Organisationen

Der Bundesrat macht den 10. Dezember, also heute, landesweit zum Aktionstag «Darüber reden – Hilfe finden». Das soll in der Corona-Zeit zur Stärkung der psychischen Gesundheit beitragen. Viele litten seelisch unter den Auswirkungen der Krise, 15 Prozent der Bevölkerung fühlten sich schlecht bis sehr schlecht.

Das sagt der Bundesrat, der selber mit seiner hektisch und undurchschaubar gewordenen Corona-Politik dafür sorgt, dass Tausende von Familien und unzählige Leute in der Gastro- und Tourismusbranche auf Weihnachten und Winter zugehen, ohne zu wissen, welche Schliessungsvorschriften wann zu gewärtigen sind.

Egal – am Aktionstag sollen Akteure die psychische Gesundheit thematisieren, damit Personen in schwierigen Situationen Solidarität erfahren und Informationen erhalten über konkrete Hilfsangebote. Wer sind die Akteure? Das Bundesamt für Gesundheit zusammen mit Dargebotener Hand, Pro Juventute, Pro Senectute, Pro Mente Sana, Caritas, Schweizerisches Rotes Kreuz und weiteren. Im ganzen sind gegen fünfzig Organisationen mit von der Partie. Dazu: «Voraussichtlich Auftritt von Bundesrat Alain Bersets in einer zu bestimmenden Form». Und die Marketing-Abteilung hat eigens ein Logo kreiert.

Dieser Aktionstag festigt vor allem den Kitt zwischen dem Bund und all seinen zugewandten privat-staatsnahen Hilfsorganisationen, die ja praktisch alle irgendwie einen Auftrag erhalten. Diese sind dankbar und dafür können sich die Behörden darauf verlassen, dass sie immer einen treuen Unterstützungsring um sich herum haben

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