26. Juli 2021
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René Hildbrand

Ich nix verstehen, ich Schweizer

Wie in vielen anderen Kantonen und Städten ist das Betteln in Zürich verboten – und das seit 1927. Trotzdem wird man in der grössten Schweizer Stadt immer häufiger angepumpt. Oft aufdringlich. Inzwischen gibt es in der Limmatstadt gegen 1000 «hauptberufliche» Schmarotzer.

Wohin das führen kann, haben die Erfahrungen in Basel gezeigt. Es sind vor allem rumänische Roma, die bei uns ihr Unwesen treiben. Organisiert wie eine Firma arbeiten die meisten als Spendenbetrüger für reiche Bosse, die in protzigen Villen in Bukarest leben – der siebtgrössten Stadt der EU.

In der Nähe meines Büros im Zürcher Stadtkreis 7 befindet sich eine Filiale der ZKB. Neben dem Bankomaten liegt immer häufiger ein Roma, der um Münz und Nötli schnorrt. Bei älteren Frauen sei er am erfolgreichsten, hat er mir auf Nachfrage erklärt. Auch die Treppe vor der Kirche ist zu einer beliebten Bettlerzone geworden. Wer den lieben Gott besucht, hat möglicherweise ein schlechtes Gewissen und ist besonders spendefreudig, werden sich die Roma denken. Aggressives betteln ist übrigens gang und gäbe. Ein Nachbar meint, betteln sei immer noch besser als klauen.

Mein Motto: dem Armen hilf, den Bettler lasse stehen. Und: Freundlich abschlagen ist besser als unfreiwillig geben. Bettlern, die mich in deutschen, englischen oder französischen Brocken ansprechen, versuche ich gutmütig den Weg zum Zürcher Sozialamt an der Werdstrasse zu erklären. Wer mich  –  was immer häufiger vorkommt  –  auf Rumänisch anpumpt, bekommt beim Vorbeigehen die Antwort: «Ich nix verstehen, ich Schweizer.»

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9 Kommentare zu “Ich nix verstehen, ich Schweizer”

  • minibixi2008 sagt:

    Lange dauert es nicht mehr und dann sprechen die meisten Schmarotzer schwizerdütsch, weil sie nichts mehr zu fressen haben.
    Wenn man blindlings dieser linken grünen Schmarotzerpolitik folgt muss man sich nicht wundern.

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  • Rolf Bolliger sagt:

    Im Internet und durch die vielen rumänischen Erfahrungen kennen die Bettlerbanden die Abzockermöglichkeiten in der "reichen" Schweiz oftmals viel besser, als jene Einheimischen, die täglich einer Arbeit nachgehen und brav ihre Steuern zahlen! Dazu erwähnen die linken Einheitsmedien bei jeder Gelegenheit, wie hoch das Durchschnitts-Einkommen von uns Schweizer(innen) sei! Darum liegt es an uns, griffige Gesetze gegen diese Bettelei endlich durchzusetzen! Punkt!

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  • Albert sagt:

    Bravo: unübertrefflich gute Entgegnung: «Ich nix verstehen, ich Schweizer.»

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  • T sagt:

    Und abends, nach erfolgreicher Betteltour, steigt der bettelnde Roma in seinen, am Stadtrand geparkten Benz.

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  • VP-Falger sagt:

    Der Staatsführung entgleitet die weise und auch konsequente Führung bis hinunter zu Kantons- und Gemeineden. Die einzige Führung besteht darin, zu moralisieren und dann seinen Beamtenspezies hunderttausende von Abgangsentschädigungen zu zahlen. Im Gegenzug Pseudoflüchtlinge etc. betteln zu lassen, damit Tränendrüsen nicht zu kurz kommen.

    Toll, wer kündigt, bekommt eine Abgangsentschädigung wie in den abzockerischen Managementetagen der Grosskonzerne.

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  • Rote Pille sagt:

    Die Gesellschaft zerfällt von ganz unten (Low-IQ-Migration) und ganz oben (inkompetente Politik, Medien, vergrünte Wirtschaft, etc.). Zusammengehalten wird der Laden vom einheimischen, kinderlosen Mittelstand, welcher für die Hypothek, die Rente und das Leasing noch arbeiten geht. Ohne diese einheimische Kernbevölkerung - also spät. in ca. 20-30 Jahren - wird der Laden auseinanderfallen. Dann werden auch die restl. paar Schweizer sich überlegen müssen, ob sich ein anständ. Leben noch lohnt.

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  • winner16 sagt:

    Sind bei den 1000 «hauptberufliche» Schmarotzern die Politiker schon eingerechnet??

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