25. Februar 2021
Beat Gygi

Im Dienst des Bundes – wie der «Blick» sich mit Corona-Zahlen wichtig macht

Immer wieder bringt der Blick die offiziellen Corona-Zahlen als Hauptmeldung, so auch am Mittwoch zur Einstimmung auf die Bundesrats-Pressekonferenz. Sieht wichtig aus.

Es ist einfach der tägliche Lagebericht des Bundesamts für Gesundheit, aufbereitet wie ein Cockpit, das dem Piloten Orientierung geben soll.

Die Botschaft: Der Leser sitzt im gleichen Cockpit wie der Bundesrat, der ja auch auf Fallzahlen, Positivitätsrate, Todesfälle, R-Wert etc. schaut.

Dabei sind all die Angaben schlabbrig wie Pudding.

Positivitätsrate bei den Tests 5 Prozent! Was heisst das? Auch Bundesrat Berset konnte an der Pressekonferenz nicht sagen, wie die Zahl genau zustande kommt.

Und was heissen positive Tests? Fallzahlen? Heisst natürlich noch lange nicht Infektion. Aber egal, Blick und Tamedia rufen Ansteckung!

Und laborbestätigte Todesfälle? Heisst ja nur, dass da irgendwie ein positives Testergebnis im Spiel ist. Irgendwie. Genaues weiss man nicht, will man nicht wissen.

Hauptsache, der Blick gibt uns das Gefühl, wir sähen ein Cockpit, nicht Pudding.

 

 

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12 Kommentare zu “Im Dienst des Bundes – wie der «Blick» sich mit Corona-Zahlen wichtig macht”

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