13. Juli 2021
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Thomas Renggli

Orientierungslauf mit Stadträtin Karin Rykart (Grüne): Zürichs neuer Hunde-Zonenplan umfasst 72 Seiten

«Züri Hünd sind Fründ», hiess ein Slogan zur Deeskalation im Umgang mit den vierbeinigen Gefährten des Menschen.

Die Zürcher Stadtregierung hat das Vertrauen in die Kommunikations-Diplomatie offenbar verloren, greift zum bürokratischen Zweihänder und führt flächendeckende Hundezonen ein.

Die Vorlage umfasst 72 Seiten und die Zonenplanung fünf verschiedene Kategorien: Neben Freilauf-Gebieten sind Areale mit tageszeitlich begrenzter Leinenpflicht, mit saisonal begrenzter Leinenpflicht, mit permanenter Leinenpflicht sowie strikte Hunde-Verbotszonen vorgesehen.

Doch die Opposition schläft nicht. Nach heftigen Protesten wurde das generelle Verbot am Seeufer wieder aufgehoben.

So oder so wird der Hundespaziergang in Zürich künftig nur mit Kompass und Navigationsgerät zu absolvieren sein. Denn wo was erlaubt ist, kann nur auf dem städtischen Kataster-Plan abgelesen werden.

Im Zweifelsfall gibt auch die zuständige Sicherheitsvorsteherin Karin Rykart (Grüne) Auskunft. Ihr angebliches Hobby: Orientierungslauf.

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12 Kommentare zu “Orientierungslauf mit Stadträtin Karin Rykart (Grüne): Zürichs neuer Hunde-Zonenplan umfasst 72 Seiten”

  • Peter Rossa sagt:

    scheiss doch der Hund drauf !

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  • Mens Sana sagt:

    Alwin Münchmeyer, damals Präsident des Bundesverbandes deutscher Banken, wird im SPIEGEL 29/1974 mit den Worten zitiert:

    „Das Vaterunser hat 56 Wörter, die Zehn Gebote haben 297 und die amerikanische Unabhängigkeitserklärung etwas mehr als 1300.
    Aber eine Verordnung der EWG-Kommission über den Import von Karamellen und Karamelprodukten zieht sich über 26 911 Wörter hin.“
    Hat man(n) da noch Töne???
    Im Westen nix neues 😂😂😢😢

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  • eduardkeller sagt:

    Wenn das so weitergeht mit der Orientierungsläuferin Frau Rykart, sucht sie mal einen Posten fälschlicherweise 10m unter dem Zürichseespiegel.

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  • Florence sagt:

    Als Hundebesitzerin gäbe es für mich nur EINE Regel. Außer den für Hunde vorgesehene Spielwiesen, die genau eingezäunt sind, gilt LEINENPFLICHT!
    Die Hunde können sich auf den Wiesen austoben und sonst werden sie vom Besitzer geführt. Hundebesitzer müssen eine Haftpflichtversicherung für ihre Tiere haben.

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  • Bischi49 sagt:

    Kann man nicht die Handynummer von Frau Rykart veröffentlichen? Dann könnten sie Hundehalter bei Unsicherheit direkt fragen. Das wäre dann doch echter Service Public. (Ende Ironie). Es scheint in der Zürcher Stadtverwaltung tatsächlich zu viel Personal zu haben. Oder weiss jemand eine bessere Erklärung für dieses Verwaltungsmonster?

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    • holsderkuckuk sagt:

      Sollte Frau Rykart einmal vermisst werden, möglicherweise würde sie niemand, vermissen. Die Vermisstenanzeige der Kantonspolizei würde neben den Angaben zur Person anmerken "wir bitten um schonendes anhalten." Die Wahlberechtigten die grün wählen und vielen anderen die nicht wählen, machen das schon richtig. Kopf hoch, auf eine grüne Zukunft.

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  • Mueller sagt:

    Die Hundekotsäckli dann bitte nach dem Stadtlauf bei der Stadtregierung vors Büro legen!

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  • VP-Falger sagt:

    Heute kann ein aus Asterix und Obelix stammender Ausruf guten Mutes umgetextet werden, was die Stadtzuürcher Regierung getrifft: "Sie spinnen, die Zürcher!"

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  • Edmo sagt:

    Es gibt zu viele Hunde in unserem Land. Und es gibt viel zu viele Hundehalter mit extrem schlechten Manieren, die sich 1:1 auf den vierbeinigen Gefährten übertragen. Als Spaziergänger habe ich keine Lust, von einem Hund als Spielzeug entdeckt und misbraucht zu werden. 'Er will ja nur spielen' ist die beliebteste dreiste Erklärung der überforderten Hundehalterin, wenn ich attackiert werde. Doch mit Rykarts Bürokratiemonster wird nichts besser, sondern nur komplizierten. So geht grüne Politik.

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  • Realo100 sagt:

    Ich befürworte einen Zonenplan für links-rot-grüne Politiker. Allerdings nur mit einer Zone:: permanente Leinenpflicht!

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