18. Juni 2021
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Thomas Renggli

Immer wieder Baku

Im Nachgang zur Niederlage gegen Italien fand der Schweizer Kapitän Granit Xhaka deutliche Worte: «Wenn du den Ball nicht willst, musst du dir überlegen, ob du auf dem Platz stehen solltest.»

Wen Xhaka damit meinte, sagte er nicht. Sich selber aber wohl kaum. Derart viel Selbstkritik läge ihm fern. So oder so geht es für die Schweizer strapaziös weiter.

Anstatt in Rom gemütlich Cappuccino zu schlürfen und sich die Zeit mit Shopping zu vertreiben, muss das Team von Petkovic zurück nach Baku: 3000 Kilometer, vier Flugstunden, zwei Zeitzonen. Schon jetzt werden Bedenken geäussert, dass unseren Fussballern der Jetlag die Lust am Spiel verderben könnte.

Doch das schlimmste ist die Destination selber. «Debaku» dichteten die Schweizer Medien, als die Nati am 31. August 1996 gegen Aserbaidschan 0:1 verlor. Der damalige Trainer Rolf Fringer errötet noch heute, wenn man ihn darauf anspricht.

Es wäre nun an Xhaka & Co. mit einem Sieg gegen die Türkei diese Schmach zu tilgen. Wer sich die Leistung gegen Italien aber nochmals vor Augen führt, zweifelt an den helvetischen Erfolgsaussichten. Der Beobachter fragt sich eher: Wissen die Männer in den Schweizer Trikots überhaupt, für welches Land sie spielen?

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16 Kommentare zu “Immer wieder Baku”

  • verena sagt:

    Kaum zu glauben! Uns will die Regierung erklären, dass wir unbedingt und am liebsten auf alles verzichten sollen wegen des CO2-Ausstosses. Die Nati von denen der grösste Teil nur aus Salär- und Prestigezwecken das Tricot mit dem Schweizerkreuz überstreift, jettet binnen einer Woche 6000 km in Europa umher.
    Denen geht es doch am A…. vorbei, ob sie gewinnen oder nicht. Hauptsache der Rubel rollt.
    Einmal mehr ein Politikum……

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  • Realo100 sagt:

    Der Spruch ist zwar nicht von mir, aber ich finde ihn trotzdem gut 😉 :
    Die Schweiz ist mein Geh heim Favorit....

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  • Josef Hofstetter sagt:

    Glaubt tatsächlich jemand, dass diese importierten Spieler sich für die Schweiz einsetzen oder nur wenn es um viel Geld geht. Die Einbürgerungspraxis ist nicht akzeptabel. Früher wurden bei der Veröffentlichung der Eingebürgerten das Herkunftsland angegeben, warum wird dieses verschwiegen, Rassismus? Vorwiegend Fussballer brauchen keine Kriterien zu erfüllen, unglaublich

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  • Stefan Mueller sagt:

    Ach so, der Jetlag ist es also, der seit Jahren aus der Bünzli-International-""Mannschaft"" eine peinliche Ballgeschiebe/Fehlpass-Orgie/Lust-Charakterlos-Bande macht!
    Und ja auch beim Debaku war es ein absoluter Bünzli-Superstar-Second, der den entscheidenen Penalty ver-pomadete!
    Entlarvt man die Unfähigkeit und 3.-Klassigkeit der Bünzli-Truppe mit ihren Zufalls-/Glücks-""Erfolgen"" als Schein-Riesen wird man angedreckelt!
    Und der Bünzli-Müllstrean mit seinen Zensuranfällen tut das Übrige dazu!

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  • Alain sagt:

    Das Auto- und Frisurentheater sind mir dann egal wenn die Einstellung zum Spiel und zu unserem Land stimmt. Es ist erstaunlich wenn man sieht wie gewisse Spieler gegen Serbien und wohl auch gegen Kroatien, Montenegro, Albanien, Nord-Mazedonien usw bis zum Unfallen kämpfen, gegen "unwichtigere" Nationen wie Italien, Deutschland, Frankreich, England etc auf dem Feld stehen um die 90 Minuten abzuspuhlen. Mental fehlt da viel, man schaue einmal den Italienern und Portugiesen bei der Nationalhymne zu

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  • Florence sagt:

    Ich denke, wenn die Schweiz keine Nationalmannschaft zusammen bringt-
    SCHWEIZERN !- bliebe sie besser zu Hause. Das Geld, das für diese lächerlichen Figuren die Bügeleisen anstelle von Füßen haben, welche sie nicht 10 cm vom Boden brachten, könnte man für Schweizer Nachwuchs gebrauchen. …Ich glaube kaum, dass diese blondierten Hampelmänner in ihren Ländern eine Karriere gemacht hätten.

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    • hape sagt:

      Das mit den Bügeleisen an den füssen kann nicht sein.

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    • hape sagt:

      Das mit den Bügeleisen an den Füssen kann nicht sein. Denn unter anderen verkauft Fust Bügeleisen. Und wie heisst es doch in der Werbung? "Fust - und es funktioniert".
      Was für die Blondinen auf dem Spielfeld definitiv nicht gilt.

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    • Stefan Mueller sagt:

      Im Ausland nimmt man die Bünzli-International-Mannschaft höchstens noch aus übersteigerter Höflichkeit wahr!
      Als Eidgenosse erduldet man dafür bei all dem unterirdischen, dafür mit riesengrosser Arroganz selbstbeweihräuchernd vorgetragenem Rumgestolpere, jede Menge Häme über's Netz!
      Lustig, wie die Italos jeden einzelnen Bünzli "gelesen" haben;
      sich lediglich auf's Ausnützen all der technischen fussballerischen körperlichen charakterlichen Mängen und logo der Arroganz der Bünzli-Stars verliessen

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  • gian sagt:

    "Blond sein ist ein Menschenrecht" "Petkovic an der Migros-Kasse: Sammeln Sie Punkte, nein."
    "War ein ungleicher Kampf - 11 Italiener gegen 3 Schweizer", " Xhaka lässt sich seinen Make-Up Artist
    einfliegen, damit er die passende Clown-Schminke tragen kann." "Vollkrass, au Petkovic mit blonde Haar."
    "Vom Geheimfavoriten zum Geh Heim-Favorit." Weiter Vollgas, wir treten in jedes Fettnäpfchen, nehmen alles ausser Punkte.
    Schade, dass die EM bald für die Schweiz vorbei sein wird.

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  • Rolf Bolliger sagt:

    Genau die gleiche Frage, wie im letzten Satz des Artikels von Thomas Renggli, stellen sich immer mehr Fussballbegeisterte (Sportfans) schon lange! Diese Gedanken weiter zu führen darf man nicht, sonst wird man sofort zu einem Rass..........!

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  • Putin sagt:

    Sie spielen vor allem für die "Kohle"!

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