26. März 2021
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Wolfgang Koydl

Impf-Hamsterer Deutschland: Statt zu impfen, was das Zeug hält, legt Berlin Millionen von Dosen zur Seite. Teilen will man nicht

Von allen ärztlichen Eingriffen gehört das Impfen handwerklich zu den einfachsten. Zur Not kann man es auch einem Junkie anvertrauen.

Umso erstaunlicher, dass die Vorsprung-durch-Technik-Nation Deutschland nun auch bei dieser schlichten Aufgabe versagt.

Gerade einmal 4,3 Prozent der Bevölkerung sind voll geimpft – weniger als in Serbien, Marokko, den Malediven oder der Türkei. Das muss nicht sein, denn es gäbe schon Stoff.

Doch Deutschland kann offenbar weder mit Mangel noch mit Überfluss umgehen. Haperte es zuerst mit dem Nachschub, bleiben nun Millionen von Impfdosen liegen: 3,5 Millionen nach letztem Stand. Bis Ostern könnten es sechs Millionen sein.

Warum? Deutschland hamstert, legt zurück für später. So wie es die Bürger vor einem Jahr mit Klopapier, Mehl und Nudeln taten, tun es ihre Regierungen in Bund und Ländern nun mit Vakzinen.

Hamstern geht Hand in Hand mit Geiz. Da passt es, dass die deutsche EU-Chefin von der Leyen nichts von dem gehorteten Impfschatz an andere Länder abgeben will.

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3 Kommentare zu “Impf-Hamsterer Deutschland: Statt zu impfen, was das Zeug hält, legt Berlin Millionen von Dosen zur Seite. Teilen will man nicht”

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