24. September 2021
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Marcel Odermatt

Im Bundeshaus herrscht Betrieb wie vor Corona. Es ist nicht das erste Mal, dass unsere Politiker das eine sagen und selbst etwas anderes tun

Im Bundeshaus herrschte diese Woche wieder emsiges Treiben.

Wüsste man es nicht besser, wäre man sicher, dass die Covid-Pandemie längst überwunden ist.

Politiker führten Führungen mit Besuchern durch, die sich Kopf an Kopf durch die Wandelhalle drängten.

Andere Parlamentarier empfingen Lobbyisten, die sie für ihre Anliegen gewinnen wollten und viele National- und Ständeräte diskutieren ohne Maske miteinander.

Dabei ist das Parlaments-Gebäude eigentlich prädestiniert für eine Ausbreitung des Virus. Ein Impf-Zertifikat, wie es an immer mehr Orten verlangt wird, braucht es für einen Besuch nicht – die einzige Ausnahme ist das hauseigene Restaurant «Galerie des Alpes».

Per Anfang Oktober sollen die Vorschriften für das Publikum nun verschärft werden. Just dann ist die Herbst-Session zu Ende.

Ein Schelm der etwas Böses denkt: Die National- und Ständeräte wollten möglichst unbehelligt und unter normalen Bedingungen ihre Session durchführen.

Korrekt ist das natürlich nicht. Viele dieser Volksvertreter sind schliesslich für die aktuellen Corona-Massnahmen verantwortlich.

Aber es ist ja nicht das erste Mal, dass man in Bundesbern das eine sagt, aber das andere tut.

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19 Kommentare zu “Im Bundeshaus herrscht Betrieb wie vor Corona. Es ist nicht das erste Mal, dass unsere Politiker das eine sagen und selbst etwas anderes tun”

  • ubi sagt:

    Liebe schweizer Bürger/-innen, gemäss Bundesrat Berset sind Zertifikate für Bürger in Restaurants, Fitnessclubs, etc, ja sogar via Obrigkeiten an Unis nun auch für Studenten, unter Androhung von Bussen (und dies nicht zu knapp) absolute Vorschrift. Da ist es serstaunlich, dass wir Bürger uns an diese Vorschriften halten müssen, jedoch die Polizei OHNE Zertifikat dich in der Beiz kontrollieren, dich und den Beizer zur Kasse bitten, aber selber kein Zertifikat haben. Wenn das nicht Diktatur ist???

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  • kritisch2020 sagt:

    Das Vertrauen in die Politik und die Behörden ist weg. Es braucht eine Reform im politischen System. Die Demokratie muss noch direkter werden. Die Leistungen des politischen Personals muss regelmässig überprüft und bewertet werden. Die Entschädigung soll der Leistung angepasst werden. Zu viele befinden sich im Machtrausch. Das gefällt mir ganz und gar nicht.

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  • Heinrich sagt:

    Wenn Not-Zeiten anbrechen, ja dann schaut man nach Oben und nicht nach Unten. Loyalitäten gehen verloren gegen Unten, die Privilegien werden gehätschelt und dankbar nach Oben genickt. Das ist menschliche Hierarchie, war immer so und wer möchte schon gerne Winkelried sein ?

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  • waschiwischi sagt:

    Das Volk wird geknechtet, währenddessen die Nomenklatura ihr eigenes Leben pur geniessen, dies natürlich ganz abseits der der Untertanen vorgeschrieben, auferlegten Beschränkungen. Dekadenz pur, Wasser predigen und hektoliterweise Wein saufen. Bundesbern, die grösste Ansammlung von überbezahlten Berufs-Opportunisten die notabene noch vom Steuerzahler alimentiert werden. Eine nie dagewesene Respektlosigkeit in der angeblichen CH-Demokratie! Günter Wallraff: "Ihr da oben - wir da unten."

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  • Kurt_W sagt:

    Ich lese hier sehr oft Postings à la ‚ich hoffe, dass die da oben bei den nächsten Wahlen die Quittung kriegen…‘ Ja Herrgott noch mal: GEHT WÄHLEN UND NEHMT ALLE EURE FREUNDE UND KOLLEGEN MIT! Aber geht alle, von selbst funktioniert es sonst nicht!

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  • Alpenfurz sagt:

    Diese Fake Pandemie wird erst vorbei sein, wenn die Regierung und das Gros der Parlamentarier ausgetauscht wurde. Ich glaube, die haben immer noch nicht begriffen wie "pissed" ein Riesenteil der Bevölkerung ist.

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  • Stefan Mueller sagt:

    Eigentlich erstaunlich, dass die Linksfilz-Volksgenossen nicht schon wieder ein Trickli ausgegraben oder zusammen-gemerkelt haben, um persönlich dann doch noch zum Corona-Zustüpfchen zu kommen... da es ja mit der Staatsknete-Abzocke für nicht-stattfindende Staatssumpf-Plauderstündeli vor ein paar Monaten nicht klappte

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  • gschafi sagt:

    Das alles ist so abartig ... das hat aber auch gar nichts mit Gesundheit zu tun hat. Wieso spannt da die Weltwoche "nicht endlich" den Bogen und spricht "noch" mehr Klartext? Blackrock, WHO, Pharma, digital-finanzieller Komplex, nennt die Kuh doch beim Namen ... denn DIE Kuh hat einen Namen. Hitler hatte es deutlich geschrieben in "Mein Kampf", Klaus Schwab auch (4.Revolution, Great Reset). Die Richtung ist klar, die Parallelen sind offensichtlich! Das ist die Verschwörung und schon angesagt!

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  • Bischi49 sagt:

    Alte Tatsache, dass oft die lautesten Wasserprediger die grössten Weinsäufer sind. Warum soll das im Parlament anders sein? Störend ist lediglich, dass sich wohl viele von ihnen für etwas Besseres halten. Man müsste eigentlich erwarten dürfen, dass die dann diesem Anspruch auch gerecht werden, doch erfahrungsgemäss bleibt das oft für die Wahlplakate reserviert.

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  • oazu sagt:

    Wer erwartet was anderes von sich selbst Privilegien herausnehmenden Berufspolitikern? Linke sind da besonders grosszügig mit sich selber, historisch zieht sich wie roter Faden durch Geschichte wie links-gerichtete Staatsführungen sich jedes Privileg gönnten, während Bevölkerung sich mit Brosamen genügen musste. Liegt wohl im Charakter solcher, sind sie ja durchwegs durchdrungen von Berufung, das Wohl der anderen zu steuern, solch hehre Mission darf von Unagenehmlichkeit gestört werden,

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  • Rolf Bolliger sagt:

    Wenn Politiker oder einfach die Leute im Bundeshaus "Wasser predigen - und selber Wein trinken"! Das ist mein Eindruck dieser ganzen politischen Verlogenheit und Eitelkeit der Bundespolitiker(innen)!

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  • Juerg Brechbuehl Diplombiologe sagt:

    Ich denke, es ist andernorts genau gleich. Das Corona-Affentheater interessiert keine Sau mehr.

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    • verena sagt:

      Genau! Lebt einfach wieder.
      Gutgläubige gab es schon immer, wird es immer geben und jetzt einfach ein wenig mehr. Aber wenn wir ihnen vorleben wie es geht und die realisieren, dass wir besser leben als jene die guten Glaubens ins Moloch gefolgt sind, werden auch diese wieder ihre Ansichten ändern.

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  • Edmo sagt:

    Die Verlogenheit der Politik ist untragbar geworden. Das Volk knechten und spalten, aber selber alle Freiheiten geniessen. Man muss schon sehr naiv sein, um zu übersehen, dass der ganze Corona-Wahnsinn nichts mit Gesundheit oder Schutz der Bevölkerung zu tun hat. Der Politik geht es nur um Macht und Kontrolle. Deswegen zieht die Regierung die Daumenschrauben immer enger. Das Zertifikat ist fast beliebig ausbaubar. Deswegen will sie es uns allen jetzt mit Gewalt aufzwingen.

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    • verena sagt:

      Steht auf! Macht etwas! Bewegt euch! Sonst zieht das Moloch der Gutmenschen noch weitere Kreise. Die Bewegung des Lebens ist bereits unterwegs, schliesst euch an, nur gemeinsam und mit friedlichem Gedankengut können wir etwas bewirken.

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