24. August 2021
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Marcel Odermatt

Nur knapp ein Fünftel der Bewohner von Asylzentren lässt sich impfen. Warum wird das toleriert, während andere gebrandmarkt werden?

Im Augenblick stecken sich wieder mehr Leute mit Covid-19 an. Auch die Zahl der Hospitalisierten, die mit dem Virus infiziert sind, nimmt zu. Obwohl Corona seit vielen Monaten das dominierende Thema ist, versuchen die Behörden die Leute «aufzuklären» und sie zu einer Impfung zu bewegen.

Von einer vierten Welle ist überall die Rede. In einem Bereich scheint die Pandemie aber Tempi passati: im Asylwesen. Das zeigen die neusten Statistiken des Juli 2021. Die Zahlen sind wieder ähnlich hoch wie 2019. Lapidar schreibt das Staatssekretariat für Migration (SEM): «Gegenüber Juli 2020 ist die Zahl der Asylgesuche um 317 gestiegen und liegt im Bereich der Werte vor der Pandemie.»

Gleichzeitig gab der Direktor des SEM – Mario Gattiker – gestern in der NZZ ganz beiläufig bekannt, die Impfquote der «meist jungen Bewohner» in den Asylzentren liege «leider lediglich zwischen 10 und 20 Prozent».

Fassen wir zusammen: Es kommen wieder mehr junge Flüchtlinge, die sich kaum impfen lassen. Warum wird das toleriert, während Teile der Bevölkerung sich jeden Tag Vorwürfe gefallen lassen müssen, sie gefährde die Gesellschaft, wenn sie sich nicht piksen lässt?

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23 Kommentare zu “Nur knapp ein Fünftel der Bewohner von Asylzentren lässt sich impfen. Warum wird das toleriert, während andere gebrandmarkt werden?”

  • Alain sagt:

    Keiner will Verantwortung übernehmen in unserem Land. Ferien macht man in der ganzen Welt, Kontrollen finden bei der Rückreise in die Schweiz praktisch nie statt. Bei SBB und Postfinance macht man Homeoffice....am Strand im Ausland. Wir werden mehr und mehr zu einem Spinner-Hotspot, rot-grüne Gutmenschen poltern/diktieren, Wirtschaftsflüchtlinge verwöhnt man mit coolen Empfangsgesten, Schweizer jagt man vielerorts zum Teufel und im Globus kostet eine Melone CHF 110. Absurdistan lässt grüssen.

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  • peterlinz sagt:

    WESHALB LIEGEN DENN JETZT WEGEN COVID19 SO VIELE AUSLÄNDER IN DEN SPITÄLERN? WEIL SIE SICH OHNE IMPFUNG IM AUSLAND ANGESTECKT HABEN. MAN SOLLTE EINMAL DIE REALITÄT ERKENNEN. BEREITS BEI AUSBRUCH DIESER KRANKHEIT WAR ES SO, WEIL VIELE SICH NICHT AN DIE HYGIENEVORSCHRIFTEN HIELTEN.

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  • D. Keller sagt:

    Ich nehme an die lassen sich nicht impfen, weil so die Ausschaffung sehr unwahrscheinlich ist.
    Der Staat könnte den Spiess umdrehen: ohne Impfung gibts keine Möglichkeit für Asylantrag. Hier wäre eine Impfpföicjt wirklich sinnvoll.

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  • waschiwischi sagt:

    Ich kann diesen Corona-Schwachsinn einfach nicht mehr hören. Man wird jetzt sogar von den Impf-Lemminge genötigt diese Picks auch zusetzen!
    Was wir erleben, ist der vollkommen normale Verlauf eines endemischen Erregers, das heisst, der Erreger richtet sich in uns ein und unsere Immunsystem lernt, damit umzugehen. Wir müssen die Pandemie politisch beenden, denn medizinisch hat sie nie begonnen.
    Schrecklich und bemerkenswert zugleich, wie schnell man vormals Heiliges jetzt über Bord wirft.

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  • mhol sagt:

    Sie meinen das tatsächlich ernst, dass die Schweizer Behörden aufzuklären versucht?
    Wo bitteschön, können Sie nur den Ansatz des Versuches von solchen Aufklärungen erkennen?
    Ich höre und lese nur von ideologisierenden und panikschürenden wertezerstörenden Einpeitschungsversuchen über das was richtig und falsch sein soll.
    Persönlich habe ich das Bild, dass etwas ist, was echt schwierig einzuschätzen ist und dass die Verantwortlichen sich nachhaltig weigern, der Sache auf den Grund zu gehen.

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  • Josef Hofstetter sagt:

    Es gibt doch eine ganz einfache Lösung. Alle welche sich nicht impfen lassen, die wollen sich ebenfalls nie integrieren, sollen unser Land sofort verlassen.

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    • mhol sagt:

      Sicher doch .. warum nicht gleich alle, welche nicht an das Impfen g-l-a-u-b-e-n hinterherschicken. Richtig: denen soll der Bundesrat mittels Verfassungsänderung entrechten und mittels dafür geeigneter Massnahmen der Endlösung zuführen?
      Fundamentalisumus à la Taliban in der Schweiz?

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    • Realistin sagt:

      Wir als Schwyzer und aus Familien, die seit über 750 Jahren in diesem Land leben, werden in dem Fall wohl die Impfgessler aus unserem Land vertreiben müssen.

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  • Der Michel sagt:

    Mal eine steile Vermutung: Der alteingesessene Schweizer (gilt für Deutsche und Österreicher natürlich genauso) "gefährdet" die Gesellschaft allenfalls - und auch das natürlich nicht - indem er sich nicht impfen lässt. Bei diversen "Gästen" dominieren andere Aspekte diese sehr reale "Gefährdung der Gesellschaft", gegenüber denen die mangelnde Impfbegeisterung vernachlässigbar ist.

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    • Hans Peter sagt:

      Offensichtlich scheint in den Asylzentren einfach der Intelligenzgrad, sowie das Rückgrat der Insassen bedeutend höher als bei uns Einheimischen, von der Erfahrung in Bezug auf totalitäre Regime gar nicht erst zu reden.
      Dass der WW-Schreiberling zwischen den Zeilen nach dem zwangsweisen russisch Roulette schreit, passt zum aktuellen Einstimmen in den medialen Hetzerchor des Mainstream.

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  • Arnold Ganz sagt:

    Sass es in den Asylzentren an der nötigen Impfbereitschaft und offensichtlich auch an der zu erwartenden Solidarität mit dem Land fehlt, welches ihnen Schutz, Sicherheit sowie den Lebensunterhalt gewährleistet, beweist einfach, dass es mit der vielgerühmten Integrationförderung und -bereitschaft nicht so weit her ist, wie man der Öffentlich weismachen will. Es erstaunt auch niemanden, dass mit den Ereignissen in Afghanistan von den Linken bereits wieder mit der Moralkeule herumgefuchtelt wird.

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    • Hans Peter sagt:

      So so? Russisch Roulett heisst auch bei Ihnen also nun "Solidarität"? 1984 lässt grüssen.

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      • Arnold Ganz sagt:

        warum machen sie den hier so ein hysterisches Geschrei? Es zwingt sie doch niemand sich impfen zu lassen. Es gibt die Mehrheit die vom Nutzen der Impfung überzeugt sind.Eine ebenfalls freie Meinung, welche nicht durch blöde Sprüche, wie „russisches Roulett“ abqualifiziert werden sollten. Solidarität heisst im vorliegenden Fall Eigenverantwortung und Verantwortung der Gesellschaft gegenüber wahrzunehmen. Dies im Gegensatz zu jenen, die sich vor allem mit dummem Geschwätz hervor tun.

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        • mhol sagt:

          Eine Frage der Perspektive, Abwägen, Entscheiden, Bezug der eigenen Position.
          Wenn es Ihnen selbst nicht gefällt, abqualifiziert zu werden: Warum tun Sie es selbst?
          Was soll denn Eigenverantwortlich daran sein und welche Verantwortung an der Gesellschaft wünschen Sie damit zu indoktrinieren?
          Einverstanden: nur polarisieren hilft nicht. Aber etwas das inhaltlich nicht überzeugt nachzudackeln, kann nicht gesund sein. Wo sind nachvollziehbare wissenschaftlich belegte Inhalte?

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        • Realistin sagt:

          Welche Verantwortung der Gesellschaft gegenüber nehme ich wahr, wenn ich mich opfere und mein Immunsystem einem Experiment aussetze, aber dann trotzdem andere Leute anstecke?

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  • Dominik Graf sagt:

    Was soll das?
    Das ist doch jedem selbst überlassen - Schweizer oder Asylbewerber. Niemand darf gezwungen sich diesem Grossversuch hingeben zu müssen. Ich "bewundere" Herrn Köppel und alle anderen Geimpften für Ihren Mut diesen definitiv nicht auf Langzeitfolgen getesteten Impfstoff sich verabreichen zu lassen - alles ok. Aber bitte nicht das Gleiche bei uns einfordern!!!
    Die Geschichte wird zeigen, wer hier vernünftig entschieden hat.

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    • Adam Schmid sagt:

      Hören sie endlich auf mit diesen Verschwörungstheorien! Der Impfstoff ist bestens erprobt, was ihnen 95 Prozent aller Mediziner bestätigen werden. Die MRNA-Technologie wird auch in Zukunft erfolgreich angewendet werden. Aber der Autor hat schon recht: Wer Asyl in der Schweiz beantragt, muss sich zwingend impfen lassen. Amerika hat bei den grossen Einwanderungswellen vor 100 Jahre jeweils auch eine medizinische „Eintrittskontrolle“ gemacht. Wer krank war, wurde isoliert und wieder heim geschickt

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    • Realistin sagt:

      Es geht eigentlich nur darum, dass Kriminelle und Ausländer hier machen können, was sie wollen, ohne von den Linken terrorisiert zu werden. Für die gelten unantastaber alle Menschenrechte, sogar solche, die es gar nicht gibt, zum Beispiel ein Leben lang in der Schweiz auf Kosten andere zu leben.
      Während für die normalen steuerzahlenden Bürger kein einziges Menschenrecht mehr gelten, nicht mal das der körperlichen Unversehrtheit, der Meinungsfreiheit oder der Versammlungsfreiheit.

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      • chemiepetet sagt:

        Sie haben recht, für Asylanten (inkl Kriminelle) gilt hier die Narrenfeiheit. Die Linken und die grünen Sozialisten wollen es so. Also wird es entsprechend gemacht. In deren Augen stehen wir tief in der Schuld dieser Menschen aus Asien oder Afrika. Wir haben sie jahrhundertelang ausgebeutet und von der Kolonisation proftiert. Jetzt ist es Zeit, das Gestohlene zurückzugeben. So denken die. Schade eigentlich.

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  • oazu sagt:

    Passt doch zum ganzen Umgang und Politik in unserer Asylwesen. Mit heuchlerischem Gutmenschentum werden eigenen Interpretationen von Gesetzen angewendet oder diese gleich ignoriert, die für normale Bevölkerung mit ganz anderen Ellen gemessen werden. Solcher Missstand muss nicht wundern, Fundament Links-Grüner Politik ist ihnen genehmer Relativismus, Gesetze sollen nur in Betrachtung der Umstände gelten, die sie selber beurteilen und als gültig ansehen.

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  • VP-Falger sagt:

    In der ganzen Diskriminierungsdiskussion frage ich mich, weshalb die Gripp-Impfunwilligen 2015, mit ähnlich gelagerten Todesfallzahlen, wie 2020, nicht derart diskriminiert worden waren? Weshalb veröffentlichte damals das BEAG noch Grippeerkrankungen separat, wie z.B. Zeckenbisse? Staatliche Fehlinformation und Manipulation der Wahrheit, im Tandem mit Medien, lassen grüssen. Die Wählerschaft wacht langsam auf. Dies trotz der Hirnwäsche, die da eindeutig zelebriert wird...!

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  • Rolf Bolliger sagt:

    Dass eingewanderte junge Männer (laut den Medien sind sie alle echte Flüchtlinge (!)) sich nicht impfen lassen, ist völlig unverständlich, sind diese Leute doch in einem Gastland, in dem auf die Einheimischen seit Monaten Impf-Druck ausgeübt wird! Offensichtlich sind wir jetzt genau dort angekommen, wo Migranten bei uns mehr Rechte und Toleranz erwarten können, als wir Eidgenossen! Der damalige Republikaner Jams Schwarzenbach würde sich im Grab umdrehen, könnte er diese Situation erkennen!

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