17. September 2021
Thomas Renggli

In der Kantine der Uni Luzern gibt es kein Fleisch mehr. Zum Glück kämpfen Leute wie Rosy Schmid gegen diese Bevormundung

«Schweizer Fleisch – alles andere ist Beilage»: Der Slogan der Branchenorganisation der Schweizer Fleischindustrie ist schon fast in den Sprachgebrauch eingegangen.

Und er ist nicht gratis: Mit jährlich sechs Millionen Franken aus Steuergeldern wird er alimentiert.

Doch im Sinn des kulinarischen Patriotismus ist er jeden Rappen wert. Es gibt – abgesehen von einem Schwing-Fest und der 1.-August-Feier auf dem Rütli – wohl nichts helvetischeres als Cervelat und Bratwurst.

Doch nun ist fertig mit der Fleisches-Lust. Die Universität Luzern streicht Fleisch von der Menü-Liste und zwingt die Studenten zum Salat- und Gemüse-Essen.

Bei aller Liebe zu Tieren und das Zeitalter der Veganer und Vegetarier – genug ist genug!

Wenn uns politische Instanzen auch noch das Menü aufzwingen, muss tatsächlich von einer Diktatur gesprochen werden – von einer Diktatur der Fenchel-Sirup-Sommeliers und Sesam-Kernen-Gourmets.

Glücklicherweise hat die FDP-Kantonsrätin Rosy Schmid ein Postulat eingereicht, das Konsum-Freiheit über die staatliche Bevormundung stellen soll.

Und als flankierende Massnahme will McDonalds ab sofort einen Gratis-Lieferservice zur Uni Luzern lancieren.

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7 Kommentare zu “In der Kantine der Uni Luzern gibt es kein Fleisch mehr. Zum Glück kämpfen Leute wie Rosy Schmid gegen diese Bevormundung”

  • steinlin sagt:

    Demnächst schreibt uns die rotgrüne Bande vor, was wir essen und trinken dürfen !

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  • Eulenlaender sagt:

    Es sollte so oder so nicht die Aufgabe des Staates sein, seine Studenten zu bekochen. Die Kantinen könnte man schliessen und dafür sorgen, dass im Umfeld einer Schule oder Uni eine ausreichende Zahl privat wirtschaftender Anbieter tätig sind. Die würden dann aus Rentabilitätsgründen von selbst für ausgewogene Menüs sorgen. Mit dem bei den Kantinen eingesparten Geld wären sogleich die Studiengebühren zu senken, damit sich die einkommensschwächeren Studenten ihre Verpflegung noch leisten können.

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  • redsofa sagt:

    Ganz ehrlich, ich liebe die vegetarische Küche. Aber auf ein Stück Fleisch möchte ich trotzdem nicht ständig verzichten. Heute hat es in den meisten Kantinen ganz tolle vegetarische Menüs. Genauso sollte es im umgekehrten Fall auch sein. Wenigsten ein Menü sollte mit Fleisch angeboten werden. Wo bleibt da das «Miteinander»? Wo bleibt da die «Toleranz»? Das Leben ist nicht nur Schwarz-Weiss, es hat gottseidank viele Graustufen. Gerade an einer Uni sollte man dies wissen.

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    • olive sagt:

      Vegetarisch ist nicht gleich vegan. Wie essen oft vegetarisch, ohne Vegetarier zu sein .Die Menge machts. Veganismus ist eine Ideologie, wobei: jeder, der die Massentierhaltung nicht unterstützt, ist mir eigentlich sehr willkommen.

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      • Eulenlaender sagt:

        So wie Sie sich beschreiben, sind Sie Flexitarierin und essen oft fleischlos, gelegentlich vermutlich sogar "vegan". Vegetarier verzichten ganz auf Fleisch und sind genauso ideologisch wie Veganer, welche zusätzlich auch noch von Tierprodukten wie Eier und Milch absehen. Dann gibt es noch die Brexitarier, welche immer davon reden mit Fleischessen aufzuhören, es aber dennoch nicht richtig fertigbringen.

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  • hape sagt:

    Also dann lieber vegetarisch als den Mc. Donalds-Müll....

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  • Bischi49 sagt:

    „Fenchel-Sirup-Sommeliers und Sesam-Kernen-Gourmets“ Danke, selten so gelacht 😂🤣😂🤣.

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