08. September 2021
Marcel Odermatt

In der Schweiz werden immer mehr Menschen diskriminiert. Würdigen womöglich Ausländer andere Ausländer herab?

Die Schweiz ist ein Volk von Diskriminierten und es wird immer schlimmer. Das zeigt ein Blick in den gestern veröffentlichen Monitoring-Bericht der Fachstelle für Rassismus-Bekämpfung des Bundesamt des Innern.

40 Prozent aller 15- bis 24-Jährigen (+2 Prozent) und 39 Prozent der 25- bis 39-Jährigen (+ Prozent) haben in den letzten fünf Jahren Diskriminierung erlebt. Bei den 40- bis 54-Alten stieg dieser Wert auf 30 Prozent (+6 Prozent).

Die interessante Frage, die in der Studie nicht beantwortet wird, ist: In den letzten Jahren strömten Hunderttausende von Neuzuzügern ins Land. Fühlen sich etwa immer mehr Menschen herabgewürdigt, weil sich die Einwanderer von den Einheimischen nicht akzeptiert fühlen?

Oder – was angesichts der hohen Zahl Diskriminierten auch möglich ist – dass die Migranten selber andere benachteiligen. Bei einem Ausländer-Anteil von mehr als einem Viertel scheint das die wahrscheinlichere Variante. Ausländer, die Ausländer diskriminieren.

Tönt nach einem spannenden Forschungsansatz.

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23 Kommentare zu “In der Schweiz werden immer mehr Menschen diskriminiert. Würdigen womöglich Ausländer andere Ausländer herab?”

  • peterlinz sagt:

    Ich bin schon lange diskriminiert. Ich darf in einer Stadt nicht einmal mehr erwähnen, dass ich Mitglied der SVP bin. Mich haben sie natürlich nicht gefragt.

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  • THINK sagt:

    Herr Odermatt, Ihr Grundton ist stimmig! Eine dazu passende Ergänzung sei noch angebracht: Das Privateigentum nach römischem Recht (und natürlich zwangsläufig auch nach schweizerischem Recht) ist nur noch etwas für Studenten des ersten JUS-Semesters. Es sind vorwiegend Linke, Grüne, Grenzgänger, Studenten, Vaganten, Demonstranten, politische Stimmenfänger, fliegende Profiteure und andere Zeitgenossen, die den sogenannt öffentlichen Raum meist KOSTENLOS und privat beanspruchen.

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  • Meinrad Odermatt sagt:

    Vom Kampf gegen das Eigentum und die Souveränität. Vom «Missverständnis», das keines ist:

    Zitat: «Haben die Bürger das Recht, Migranten fernzuhalten? Das Recht «nein» zu sagen? Wenn dieses Recht vielleicht juristisch legal ist, so ist dieses Recht nicht legitim. Und es basiert auf einem Missverständnis: Auf dem Missverständnis, dass Bürgerin und Bürger zu sein, bedeute, dass man Miteigentümer des nationalen Territoriums sei. (Teil 1 von 4 )

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    • Meinrad Odermatt sagt:

      Die «Diskriminierung» liege hier darin, dass die Bürger das Staatsterritorium «irrtümlich» als ihr exklusives Eigentum betrachten. Das Problem sei der Nationalstaat. Das, was wir erleben, sei ein epochaler Zusammenprall zwischen Staat und Migranten, wo die Bürgerinnen und Bürger sich dazu veranlasst sehen, aus ihrer nationalstaatlichen Sichtweise heraus zu beurteilen, was derzeit an den Grenzen geschieht. Sie verteidigten deshalb ihre Privilegien und nicht die Menschenrechte. (Teil 2 von 4)

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      • Meinrad Odermatt sagt:

        Sie bildeten sich ein, das Eigentumsrecht an Grund und Boden im Land zu besitzen, machten einen Erbschaftsanspruch durch Geburt oder Abstammung geltend und meinen das Recht zu haben, selber entscheiden zu können mit wem sie zusammenleben wollen.» Zitatende.

        Genau so ist es! Von einem «Missverständnis» kann keine Rede sein.
        (Teil 3 von 4)

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        • Meinrad Odermatt sagt:

          Jetzt schauen wir uns die zweifelhafte Formulierung: «Jene, die schon länger hier leben» an - um die Eigentümer nicht benennen zu müssen. Diese Formulierung ist der exakte Ausdruck dieser intellektuellen «Missverständnis-Theorie» des linken Mainstreams. (Teil 4 von 4)

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          • olive sagt:

            Wer schreibt denn so etwas?

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          • Meinrad Odermatt sagt:

            @olive. Dieser Text von Donatella di Cesare ist am 22.7.2018 im Corriere della Sera erschienen. UNI Professorin in Rom. Er illustriert in erschreckender Deutlichkeit das argumentative Denkschema der Nationen- und Staatsabschaffer. Der Satz von "denjenigen, die schon länger hier leben" ist Ihnen aus Deutschland bekannt. Auch hier wird jeder Eigentumsanspruch der Deutschen auf ihr eigenes Land bewusst ausgeklammert. Das Message ist: Nationalstaaten sind menschenrechtswidrig. Wie oben "begründet"!

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  • Marek Cernoch sagt:

    Wer mit Schulabgänger zu tun hat weiss, dass etliche von ihnen überlobt und kritikunfähig sind. Die Betroffenheits- und Opfermentalität hat auch schon auf ältere Semester übergegriffen. Könnte es sein, dass die subjektiv empfundene Diskriminierung objektiv gesehen Selbstüberschätzung und Unvermögen der Betroffenen ist?!

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  • Peter Rossa sagt:

    Hilfe !!! NIEMAND diskriminiert MICH !! ... absolute Frechheit !

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  • Stefan Mueller sagt:

    Also bitte, die selbsternannten ...hihihi...."""unabhängigen Medien"""
    die sich neben den jährlichen 1700 Milliönchen aus dem Linksstaatsfilz,
    auch noch für die Corona-Zeiten deren 300 Milliönchen
    von den anständigen Volksgenossen zuschanzen liessen,
    (also diese Oberanständigen, die sich ihrerseits ihre 30'000 Spesenfränkli von der Steuer befreiten)......., müssen uns doch bei 5 von 6 Straftaten, immer wieder aufklären dass es sich bei den Tätern um ""Schweizer"" handelt!

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  • Der Michel sagt:

    Dazu muss man doch nicht mehr forschen! Genauso wie es keinen Rassismus gegen Weiße gibt, können per definitionem Ausländer keine Ausländer diskriminieren. Oh wait...

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  • Rolf Bolliger sagt:

    Wer von Polizisten, die an den jeweiligen Wochenend-Schlägereien ausrücken müssen, unter 4 Augen vernimmt, wer meistens an solchen Gewaltausbrüchen beteiligt ist, der kann dem 2. letzten Abschnitt im Bericht von Marcel Odermatt klar zustimmen! Wie in der Kriminalstatistik werden die Täterschaften tabuisiert und alle "Diskriminierer" sind einfach in den Medien "Schweizer-Einwohner(innen)"! Auf diesem unehrlichen Vertuschungs-System agiert und berichtet die Rassismus-Kommission!

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  • VP-Falger sagt:

    Wer sein Haus mit Fremden füllt, fühlt sich schlussendlich im eigenen Haus nicht mehr wohl. Littering und Rassismus sind genauso Importware, wie die EU-Hirnwäsche... Von Corona und Pandemie gar nicht zu sprechen!

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  • Angy Scheiwiler sagt:

    Das Regime auf Platz eins

    Die bösartigste Diskriminierung bzw. Ausgrenzung geht vom Staat aus, indem er die Ungeimpften aus dem sozialen Leben entfernt. Die staatliche Diskriminierung lässt sich bald gar nicht mehr toppen; vor diesem Hintergrund verblasst das, was im Artikel unter dem Begriff Rassismus thematisiert wird - und das ist selbstverständlich inakzeptabel.

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  • Juerg Brechbuehl Diplombiologe sagt:

    .. Es gibt nur eine Lösung: So rasch wie möglich alle Ausländer eibürgern, dann gibt es nur noch Schweizer Diskriminateure.

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  • Juerg Brechbuehl Diplombiologe sagt:

    Das ist natürlich ein voll ausländerfeindliche Aussage, wenn jemand behauptet, es seien vor allem die Ausländer für die ausländerfeindlichen Übergriffe verantwortlich. -- Und sicher nicht macht man eine Täterstatistik nach Nationalitäten. Sonst würden am Ende noch Araber und Jugo ausländerfeindlich diskriminiert und voll unanständig stigmatisiert, wenn man sähe, wer eigentlich die Ausländerfeinde sind.

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  • Rote Pille sagt:

    Die Migrantenwelt hat schon lange eine

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  • Marc Dancer sagt:

    Fast alle Migranten aus nicht westlich-liberalen Regionen kommen aus Stammes-Strukturen. Sie kennen weder echte Demokratie noch den friedliche Diskurs od. das Recht auf individuelle Freiheiten. Ja, es ist absolut klar, all diese Konflikte die zwischen diesen, meist rückwärts gerichteten, Stammes-Kulturen bringen deren Probleme mit in unser Land!

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