06. September 2021
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Matthias Rüb

Olaf Scholz und Annalena Baerbock werben für die Briefwahl. Sie leisten einer zweifelhaften Tendenz Vorschub

Olaf Scholz von der SPD will Bundeskanzler werden. Deshalb lässt er sich auf roten Wahlplakaten als tatkräftige Führungsgestalt darstellen («Scholz packt das an»), verspricht «stabile Renten» sowie «12 Euro Mindestlohn» und wirbt – für die Briefwahl.

Auch Annalena Baerbock will Bundeskanzlerin werden. Auf den Plakaten der Grünen stellt sie «Klimaschutz mit Wirkung» sowie «sichere Arbeitsplätze» in Aussicht und wirbt – für die Briefwahl.

Die CDU mit Kanzlerkandidat Armin Laschet und die FDP unter Frontmann Christian Lindner rufen ebenfalls zur Briefwahl auf, wenn auch nicht so aggressiv wie SPD und Grüne.

Gut 40 Prozent der deutschen Wähler könnten bis zum Wahltag am 26. September längst abgestimmt haben – auch aus Angst vor dem Virus im Wahllokal.

Vor vier Jahren hatte es noch knapp 29 Prozent Briefwähler gegeben, 1990 waren es weniger als 10 Prozent gewesen.

Gemäss Artikel 38 Grundgesetz soll der Bundestag in «allgemeiner, unmittelbarer, freier, gleicher und geheimer Wahl» bestimmt werden.

Ob die Forderung der Verfassungsväter erfüllt wird, kann bei der Wahl «am Küchentisch» kaum kontrolliert werden. Bei der Stimmabgabe in der Wahlkabine schon.Zudem kann der frühe Briefwähler auf Überraschungen und Enthüllungen kurz vor dem Wahlsonntag nicht mehr reagieren.

Early Voting soll Ausnahme bleiben, nicht zur Regel werden – so sieht es prinzipiell auch das Verfassungsgericht. Doch die Politiker kümmert das wenig. Denn am Ende werden die von ihnen selbst ernannten Verfassungshüter sie gewähren lassen.

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7 Kommentare zu “Olaf Scholz und Annalena Baerbock werben für die Briefwahl. Sie leisten einer zweifelhaften Tendenz Vorschub”

  • Marc Dancer sagt:

    Ist ja logisch! Per Briefwahl kann immer am einfachsten "Einfluss" genommen werden!!

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  • Josef Hofstetter sagt:

    Haben gewisse Parteien von den US Demokraten gelernt, wie man mit einer Briefwahl das auszählen verzögern und die Wahl damit beeinflussen kann?

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  • mikueder sagt:

    Wenn solche Kandidaten extra dafür werben, läuten bei mir alle Alarmglocken!!! Da muss etwas faul sein! Ansonsten könnte das ihnen doch völlig egal sein wie jemand wählt!!!

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  • Der Michel sagt:

    "Zudem kann der frühe Briefwähler auf Überraschungen und Enthüllungen kurz vor dem Wahlsonntag nicht mehr reagieren."

    Das ist ja das Schlimme: Dass viele tatsächlich "in letzter Minute" aufgrund irgendeines Ausspruchs, eines Lachers an der falschen Stelle oder einer schief sitzenden Krawatte ihre Wahlentscheidung treffen, anstatt sich ernsthaft mit den Zielen der Parteien auseinanderzusetzen. Briefwähler dürften das wohl eher nicht tun - wobei das natürlich kein Argument für die Briefwahl ist.

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    • Anstolmi sagt:

      Welche Ziele, welche Inhalte haben die Kandidaten und ihre Parteien moch in Deutschland? Die einzige mit Ptofil ist die AfD.

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      • Der Michel sagt:

        Die Parteien haben schon Ziele und Inhalte: Klimaaa!!! Gendern!!! Moral!!!
        Ich stimme Ihnen aber insofern zu, als de AfD die einzige Partei ist, aus deren Programm noch Normalität spricht - und deren Ziele nicht die Zerstörung Deutschlands für nichts und wieder nichts bedeuten.
        Aber wie schon geschrieben: Der Michel braucht alle paar Jahrzehnte einen "great reset" - die Zeit scheint mal wieder reif zu sein. Schade - in 10 Jahren hätte ich auswandern und mir die Show von außen angucken können.

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  • Stefan Mueller sagt:

    Und der Hauptgrund:
    Mittels ""Briefwahl"" gewinnen plötzlich die Guten Netten und Linken "Wahlen", wo bei der ""Auszählung eben dieser Briefwahlstimmen"" siehe US-Staaten, plötzlich alles noch kippt!!
    Wobei, da ist der Linksstaatssumpf in der Bünzli-CH und in Merkelstan, resp. EU-Europa längst weiter; einst musste der dumpfe Bürger der es nicht kapierte, einfach abstimmen bis es dem Filz in den Kram passte! Heute verdreht der Linksfilz "falsche" Abstimmungs-/Wahlresultate einfach ins Gegenteil!

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