18. Februar 2021
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Beat Gygi

Inflationsflüsterer möchten, dass wir es wie die EU machen und die Teuerung erhöhen. Wir sollten nicht auf sie hören. Jetzt geht es um den Wert des Frankens

Drei bekannte Geldökonomen, Stefan Gerlach, Yvan Lengwiler und Charles Wyplosz, treten als selbsternannte Nationalbank-Beobachter auf und rufen: «Es braucht in der Schweiz Inflation, 2 Prozent!». Andere melden sich ähnlich.

Was stört sie? Seit langem ist die Teuerung in der Schweiz tief, bei Null, zum Teil darunter. Das heisst, dass viele Waren billiger werden, dass die Leute immer mehr für ihre Franken erhalten.

Das ist doch bestens und entspricht auch dem gesetzlichen Auftrag der Nationalbank: für Preisstabilität sorgen.

Warum denn jetzt gewaltsam Inflation herbeipressen? Das ist ja gegen die Konsumenten.

Ganz grobe Antwort: Weil die Schweiz es gleich machen soll wie die Europäische Zentralbank!

Die Euro-Manager haben sich das 2-Prozent-Inflationsziel gesetzt, weil sie es als Vorwand brauchen, um den Problemstaaten ihre Schulden abkaufen und wie wild neues Geld in die Wirtschaft schwemmen zu können, ohne sich gross rechtfertigen zu müssen.

Das kann schlimm enden, aus 2 Prozent Inflation kann ein Feuer werden, das unser Vermögen verbrennt. Dann ist Schweiz besser dran, wenn sie jetzt nicht mitmacht Also: nicht auf Inflationsflüsterer hören!

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10 Kommentare zu “Inflationsflüsterer möchten, dass wir es wie die EU machen und die Teuerung erhöhen. Wir sollten nicht auf sie hören. Jetzt geht es um den Wert des Frankens”

  • Boris sagt:

    Um zu verstehen das dass Finanz und Zinssystem die Ursache der Übel unserer Gegenwart ist kann ich die Vorträge von Prof. Bernt Senf empfehlen! z. B. tiefere Ursachen der Finanzkrise. Ein recht alter Beitrag auf YouTube aber er hat absolute Gültigkeit!

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  • hape sagt:

    Krankenkasse, Mietzinsen: Das alles wird bewusst aus dem Warenkorb rausgenommen…

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  • Phil Lojacono sagt:

    Die Mär der nicht vorhandenen Inflation ist ein Graus. Es gibt bereits eine enorm hohe Inflation. Sie zeigt sich einfach in nicht in nicht mehr erschwinglichen Vermögebswerten. Die Geldpolitik unter der Leitung der Nationalbanken ist ein Raub am Mittelstand, der seit mehreren Jahrzehnten die Vermögensschere vergrössert wie keine andere politische Massnahme.

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  • Dieter Pohl sagt:

    Wie ist das Dilemma zwischen nicht gewünschter Inflation und gewünschtem Export in EU and US zu lösen..?

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  • T sagt:

    Man beachte die Welt. Ein Artikel der Befürworter für gemeinsame EU Schulden. Die Befürworter, Soros, Legard und der DGB. Spätestens jetzt sollten alle Alarmglocken laut schrillen!

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  • Edmo sagt:

    Die Inflation ist längst Realität. Nur wird sie von den Behörden bewusst aus dem Warenkorb rausgehalten. Immobilien, Gesundheitswesen und Wertpapiere werden seit Jahren rasant teurer. Von Preisstabilität keine Spur, weil die Nationalbank die Zinsen so tief bis negativ hält, dass die Verschuldung masslos steigt. Mit der Verschuldung steigen die Immobilienpreise. Was kümmern die Leute Millionenschulden, solange diese nichts kosten? Die Ahnungslosigkeit der Geldökonomen ist unfassbar.

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  • Stefan Christen sagt:

    Wenn eine Zentralbank eine Inflation nicht mehr verhindern kann, dann geht sie vorher hin und sagt, ihr Ziel sei eine Inflation. So sieht sie gut aus, wenn die Inflation eintritt und die Leute verlieren nicht das vertrauen.
    Wenn eine Zentralbank eine Inflation verhindern will, dann muss sie die Zinsen anheben. Würde die EZB die Zinsen anheben, droht der Kollaps von Staaten und Schuldern – also kann sie die Inflation nicht mehr verhindern oder bekämpfen, also will sie Inflation.

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  • Beo B. Achter sagt:

    Wir haben bereits Inflation! Man/frau müsste den Warenkorb Landesindex der Konsumentenpreise korrekt anpassen! Alles andere ist Geschwätz.

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