10. Mai 2021
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Wolfgang Koydl

Intolerant, spiessig, humorlos: Im Streit um Boris Palmer demaskieren sich die deutschen Grünen. Dem Bürger kann das nur recht sein

Ein Ex-Fussballer nennt einen anderen Ex-Fussballer einen «Quotenschwarzen». Shitstorm. Weisser Rassist. Job weg.

Der Schwarze faselt von «trainieren bis zum Vergasen». Shitstorm. Schwarzer Rassist. Job weg.

So weit, so normal. Deutscher Alltag.

Auftritt Boris Palmer, grüner Bürgermeister von Tübingen. Er fragt, ob Deutschland noch alle Tassen im Schrank habe und merkt spöttisch an: Klar sei der Schwarze Rassist. Einer Frau habe er mal seinen «Negerschwanz» offeriert.

Gar nicht gut, wo schon der Negerkuss auf dem Index steht.

Nun wollen die Grünen Palmer aus der Partei werfen. Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock packte Ekel: «Abstossend!» Parteimatriarchin Claudia Roth rang um Luft: «Rassistsische und sexistische Menschenverachtung.»

Palmer freut sich auf das Verfahren. Das sollten auch die deutschen Wähler tun. Denn der Streit hat einen Blick hinter die Fassade der grünen Regierungsanwärter erlaubt. Was dort lauert, ist nicht frisch, fröhlich und nett. Sondern intolerant, spiessig und humorlos.

Wenn sie schon ihren eigenen Leuten den Mund verbieten, wie werden sie dann mit anderen Andersdenkenden umspringen?

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9 Kommentare zu “Intolerant, spiessig, humorlos: Im Streit um Boris Palmer demaskieren sich die deutschen Grünen. Dem Bürger kann das nur recht sein”

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