17. Februar 2021
Katharina Fontana

Italien öffnet seine Skigebiete nun doch nicht. Die Schuld daran trage die Schweiz, heisst es aus Italien. Im Ernst?

Die Italiener werden dieses Jahr kaum zum Skifahren kommen. Zumindest nicht im eigenen Land. Eigentlich wollte Italien seine Pisten Anfang Woche öffnen, doch Gesundheitsminister Roberto Speranza vollzog buchstäblich in letzter Minute eine Kehrtwende. Bis am 5. März bleiben die Pisten in Italien zu, mindestens.

Die Schuld liege zum einen bei der britischen Virusvariante, die sich in Italien auf dem Vormarsch befindet. Zum andern bei der Schweiz, die durch ihre offenen Skigebiete britische Wintertouristen angelockt habe, welche ihre mutierten Viren verbreiten konnten. Dies sagte Walter Ricciardi, wissenschaftlicher Berater des Gesundheitsministers, am italienischen Fernsehen.

Die Schweiz als europäisches Einfallstor für das Britenvirus? Wegen offener Skigebiete?

In Italien mag die ach so unverantwortliche Schweiz als willkommener Sündenbock für den unpopulären Pisten-Entscheid herhalten. Tatsache ist aber, dass die «Fallzahlen» hierzulande trotz Skivergnügen laufend sinken – dies, obschon Experten Anfang Winter dringend vor einer Öffnung der Pisten gewarnt hatten. Auch die britische Virusvariante, mit der die Schweizer Bevölkerung seit Wochen geängstigt wird, lässt die «Fallzahlen» nicht steigen.

Für das Bundesamt für Gesundheit wird es immer komplizierter, die Schreckensszenarien aufrecht zu erhalten. Inzwischen verschanzt man sich hinter der pauschalen Aussage, dass eine Trendumkehr nicht ausgeschlossen werden könne.

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5 Kommentare zu “Italien öffnet seine Skigebiete nun doch nicht. Die Schuld daran trage die Schweiz, heisst es aus Italien. Im Ernst?”

  • danke sagt:

    Ein Schmierentheater! Wenn Staaten ihre Grenzen schliessen und andere auf rote Listen setzen, dann nur um den Eindruck zu erwecken, unabhängige Staaten würden miteinander im Streit stehen. Doch das ist Lug und Trug! Wir könnten unsere Staatsgrenzen längst abschaffen. Wieso? Weil ein Bündnis Superreicher aus dem digitalen Finanzkomplex klammheimlich die Weltmacht übernommen hat. Wenn nun Staaten solche Schmierentheater aufführen, dann folgen sie lediglich einem Pandemiedrehbuch anderer.

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  • bc sagt:

    Nehmen Sie das nicht so. Die Sendung, in der man diese Meinung geäussert hat, ist offen, intelligent u. respektiert alle Ansichten. Gäste wie Barack Obama, Meryl Streep, Greta Thunberg usw machen mit. Ein paar Minuten nach dieser Aussage, zB, hat ein anderer Gast gesagt, dass die Regierungen in Italien nicht fähig sind, sich zu setzen und zusammen zu arbeiten, wie der Schweizer Bundesrat macht. Und gestern hat Rai3 angekündigt, dass sich bei Neapel eine ganz neue Covid-Variante entwickelt.

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  • Fred Wagner sagt:

    Die Argumentation ist schon deshalb schwach, weil sie zum Gedanken führt, ohne die Schweiz hätte Italien die britischen Skifahrer Willkommen geheissen und die Mutation direkt importiert.

    Auch mit ihrer Aussage zur britischen Virusvariante trifft K. Fontana ins Schwarze. Gemäss worldometers.info sinkt die Zahl der täglichen Neuansteckungen seit 9. Januar 2021 massiv – zum ersten Mal seit Beginn der Pandemie! Der Blick auf das Weltgeschehen sollte bei einer Pandemie nicht unterbleiben.

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  • Melanie sagt:

    DIE ECHTEN COVIDIOTEN SIND UNSERE TYRANNEN UND DEREN ZUTRÄGER
    Ganz genau so ist es!

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  • Edmo sagt:

    Walter Ricciardi ist der typische wissenschaftliche Berater in Corona-Zeiten. Er argumentiert an jeglicher Logik vorbei, aber immer ganz von sich und seinem Geschwurbel überzegt. Wäre ich vielleicht auch, wenn ich für derartige Fehlleistungen so viel Geld bekäme. Was ich schon lange vermutete, wird immer mehr zu Gewissheit: Die echten Covidioten sind unsere Tyrannen und deren Zuträger.

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