15. September 2021
René Hildbrand

Jagd-Saison im Bündnerland, es wird wieder scharf geschossen. Rette sich wer kann

Im Bündnerland ist seit zehn Tagen wieder Hochjagd. Die Jäger treffen sich. Es kam bereits zum ersten Malheur.

Im Oberengadin hat letzte Woche einer von ihnen ein Pferd mit einem Rehbock verwechselt. Wild war nur der Besitzer des Isländers. Sein Gaul  musste eingeschläfert werden.

Die Bündner Waidmänner schiessen immer wieder Böcke. In San Bernardino wurde letztes Jahr einer von der Kugel aus der Büchse eines Kameraden getroffen. Die Patrone war für einen Hasen bestimmt. Dieser hoppelte unbeschadet davon.

Auch bei Disentis schoss ein Jäger auf einen Kollegen. Der Sündenbock war überzeugt, einen Hirsch im Visier zu haben. Überdies mussten während der Niederjagd schon freilaufende Hunde dranglauben – weil sie mit Füchsen verwechselt worden sind.

Vor Jahren wurde eine am Waldrand parkierte Grasmähmaschine getroffen.

Im Fieber der Pirsch hatte der Wildschütze den Lenker des Gerätes für ein Geweih gehalten.

Über 5500 Jäger gibt es im Kanton Graubünden. Auf frisches Blut sind diese nicht angewiesen. Eine Promillegrenze wie im Strassenverkehr gibt es nicht. Ein Grünrock kommt angeblich am frühen Morgen auf zwei Promille. Aber nur, wenn er 48 Stunden davor nichts anderes als Wasser getrunken hat.

Die Herbstferien stehen vor der Tür. Wer auf der Jagd nach Erholung Wandertage im Bündnerland geplant hat, sollte die Flinte nicht ins Korn werfen. 

Dennoch ein lebenswichtiger Tipp: Tragen Sie auf Ihren Streifzügen niemals Caps, Pullover, Jacken oder Schuhe der Marke Reebok.

301 34

6 Kommentare zu “Jagd-Saison im Bündnerland, es wird wieder scharf geschossen. Rette sich wer kann”

Schreiben Sie einen Kommentar

© Copyright 2021 - Weltwoche daily

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche-daily.ch dienen als Diskussionsplattform und sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird. Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels oder wo angebracht an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Persönlichkeitsverletzende und diskriminierende Äusserungen hingegen verstossen gegen unsere Richtlinien. Sie werden ebenso gelöscht wie Kommentare, die eine sexistische, beleidigende oder anstössige Ausdrucksweise verwenden. Beiträge kommerzieller Natur werden nicht freigegeben. Zu verzichten ist grundsätzlich auch auf Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen), wobei die Online-Redaktion mit Augenmass Ausnahmen zulassen kann.

Die Kommentarspalten sind artikelbezogen, die thematische Ausrichtung ist damit vorgegeben. Wir bitten Sie deshalb auf Beiträge zu verzichten, die nichts mit dem Inhalt des Artikels zu tun haben.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Unzulässig sind Wortmeldungen, die

  • Nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommerzieller Natur sind
  • andere Forumsteilnehmer persönlich beleidigen
  • einzelne Personen oder Gruppen aufgrund von Rasse, Ethnie oder Religion herabsetzen
  • in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • verächtliche Abänderungen von Namen oder Umschreibungen von Personen enthalten
  • mehr als einen externen Link enthalten
  • einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Online-Redaktion behält sich jedoch vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Es besteht grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.