24. Juni 2021
Rolf Hürzeler

Jetzt knickt sogar die Royal Academy of Arts vor den militanten LGTB-Aktivisten ein. Eine mutige deutsche Künstlerin wehrt sich

Die Royal Academy of Arts im Londoner Piccadilly ist seit 250 Jahren ein Wegweiser der britischen Kunstszene. Die von der Schweizer Künstlerin Angelika Kauffmann mitbegründete Institution hat immer wieder wegweisende Entwicklungen ermöglicht.

In Erinnerung bleibt etwa die kühne Ausstellung «Young British Artists», die Künstlern wie Tracey Emin mit ihrem ungemachten Bett oder Damien Hirst mit seinem berühmten Haifisch den Durchbruch brachte.

Das ist vorbei, nun macht die Academy auf politische Korrektheit, wie die Berliner Textildesignerin Jess de Wahls erfahren musste.

Sie schuf für den Academy-Shop Regenbogen-Stickereien mit Menschenbildern, die LGTB-Aktivisten als diskriminierend empfanden.

De Wahls äusserte auf ihrer Website auch die Meinung, dass «eine Frau ein erwachsener Mensch sei und keine Identität oder ein Gefühl».

Laut der BBC trafen acht (!) Beschwerden bei der Royal Academy nach diesen angeblichen Unkorrektheiten ein – und sie knickte ein.

Die Arbeiten von Jess de Wahls wurden aus dem Shop-Sortiment entfernt. Erfreulich:

Die Künstlerin will das nicht auf sich sitzen lassen und lässt eine Diskriminierungsklage abklären.

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6 Kommentare zu “Jetzt knickt sogar die Royal Academy of Arts vor den militanten LGTB-Aktivisten ein. Eine mutige deutsche Künstlerin wehrt sich”

  • Janosh sagt:

    Diese 'Arschkriecherei' vor den dekadenten LGTB-Aktivisten wird sich eines Tages rächen.

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  • Fredi Stutz sagt:

    LGTB-Euphorie ist eine vorübergehende Modeerscheinung wie die Verherlichung des Rauchens in den 60er Jahren. Man blendet künftige Gesundheitskosten völlig aus. Royal Academy of Arts - könnte man meinen - sollte sich von konsumistischen Modetrends der Sexualität distanzieren.

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  • Bischi49 sagt:

    Nur mal halblang. Man muss dieses Gendergeschwurbel und diese psychotische Verhunzung des Natürlichen und Normalen einfach über sich ergehen lassen, sich dem verweigern und abwarten. So wie sich die Protagonisten verhalten und geben, kann ich mir nicht vorstellen, dass sie fähig sind, sich zu vermehren. Da ist nichts mehr mit Fortpflanzung. Könnte ja sein, dass die Natur da ihre eigenen Abwehrmechanismen eingebaut hat.

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  • Petersen sagt:

    Als ein alter weisser Mann, der die Feminismus-Bewegung seit den 60r Jahren mit erlebt, sehe ich mit einem gewissen Schmunzeln, wie sich die Anti-Männer-Szene selbst zerlegt. Auch diese Künstlerin hatte sich mit dem Sujet "Opfer der Männer" in dem überwiegend von Männern gestalteten Kunstmarkt gut eingerichtet.

    Dass die Gender-Vielfalts-Bewegung nun die wirklich weiblichen Feministinnen attackiert, hat etwas von "Die Revolution frisst ihre Kinder".

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  • schraegdenker sagt:

    Den Gegner mit den eigenen Waffen schlagen. Why not...

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  • Meinrad Odermatt sagt:

    Wieso eine Diskriminierungsklage? Das heisst ja bereits, dass man beim doofen Spiel mitmacht. Es ist eine Ehre aus diesem Grund abgewiesen zu werden. Ein Zeichen, dass man noch nicht völlig spinnt und noch rational denken kann. Besser eine Gegenausstellung organisieren.

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