06. April 2021
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Pierre Heumann

Joe Biden setzt auf Big Government, um die Wirtschaft zu beleben. Er wird damit das Gegenteil erreichen

Mit seinem gigantischen, drei Billionen Dollar schweren Infrastruktur-Programm zeigt US-Präsident Joe Biden, wie wenig er den Marktkräften zutraut.

Er distanziert sich von der Überzeugung seiner republikanischen, vor allem auch seiner demokratischen Vorgänger, die gegenüber wachsenden Staatsausgaben, Steuererhöhungen und zusätzlichen Regulierungen skeptisch eingestellt waren.

Dass die Ära von Big Government vorbei ist, wie der demokratische Präsident Bill Clinton in den späten 1990er Jahren deklariert hatte, akzeptiert Biden nicht. Er dehnt die staatliche Macht aus und will ihr wieder einen coolen Anstrich geben.

Der Staat soll nichtzurückgebunden werden, sondern zum Regisseur auf der Bühne der Wirtschaft avancieren.

Ob Biden damit sein Ziel erreichen kann, die Ökonomie zu kurieren, ist fraglich. Angehen müsste er dazu vielmehr die ungenügende Produktivität der US-Wirtschaft und dabei auf kluge Köpfe setzen. Weil sie aber Freiheiten brauchen, um ihre Ideen zu entwickeln und umzusetzen, ist jede Ausdehnung des Staats kontraproduktiv.

Wie giftig höhere Steuern und immer neue Regulierungen für die Wirtschaft sind, formulierte keiner treffender als Ronald Reagan: «Die Regierung ist nicht die Lösung unserer Probleme, die Regierung ist das Problem.»

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3 Kommentare zu “Joe Biden setzt auf Big Government, um die Wirtschaft zu beleben. Er wird damit das Gegenteil erreichen”

  • Meinrad Odermatt sagt:

    Ist das jetzt das "Build Back Better" (nach der Corona-Pandemie) das Biden als Präsidentschafts-Slogan benutzt? Slogan, welcher genau mit diesen drei Worten auch bei den WEF Zukunftsarchitekten zu finden ist? Und wo die "Global World" auch wieder von der UNO mit ihrem UNDDR - United Nations Office for Disaster Risk Reduktion, am Händchen genommen wird? Die UNO scheint inzwischen für alles ein "Global Program" am laufen zu haben. MCR 2030 - Making Cities Resilient. Haben wir da etwas bestellt?

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  • Edmo sagt:

    3'000'000'000'000 $ sind eine unvorstellbar hohe Summe. Übersichtlicher wird es, wenn wir das auf die Einwohner umlegen. Pro Kopf sind das zusätzliche staatliche Ausgaben von 9'100 $. Selbst mit enormen Steuererhöhungen kann dieses Paket nicht finanziert werden. Die katastrophal verschuldeten USA reiten sich noch viel tiefer ins Elend. Biden gibt in den USA den Hugo Chávez und vermutlich droht ihm Harris mit der Versorgung im Heim, wenn er nich spurt.

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  • hape sagt:

    Genau das zelebieren ja unsere Joggenköpfe in Bern samt dem sozialistischen Parlament schon länger.

    Und bald lockt das Klima...

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