08. September 2021
Joyce Küng

Jolanda Spiess-Hegglin könnte mich noch überzeugen – wenn sie für Transparenz einstünde, statt diese zu verhindern

Es ist Feierabend, ich scrolle durch LinkedIn, um über neue Business Trends zu erfahren. Plötzlich stosse ich auf einen Spenden-Aufruf. Er kommt von Jolanda Spiess-Hegglin, die zusammen mit dem Verein Fairmedia Spenden für die kommenden Gerichtskosten einsammelt.

Die Verteidigung ihrer Privat- und Intimsphäre koste ihr mittlerweile 300.000 Franken. Daher sei sie auf Hilfe angewiesen. Sie kämpfe für alle, also sollen alle mithelfen. So der Tenor des Appells.

Ich würde jeder Zeit ohne Zögern für Opfer von sexueller Gewalt oder Medienintrigen spenden – sofern ich die Geschichte verstehen und nachvollziehen kann.

Das ist in diesem sehr komplexen Fall nicht gegeben. Daher bräuchte ich den Zugang zu einer tiefgründigen Recherche, die unbeschränkt alle Seiten zu Wort kommen lässt.

Doch mir scheint als wolle Spiess-Hegglin genau das verhindern.

So will sie das Buchprojekt von Michèle Binswanger zur Zuger Landammann-Feier 2014 erneut gerichtlich stoppen. Obwohl das Buch eine bisher eher unbekannte Perspektive über den Vorfall aufzeigen könnte.

Transparenz schafft Vertrauen. Um über den Verdacht erhaben zu sein, ein Business-Modell zu betreiben, würde ich an Spiess-Hegglins Stelle für das Wohlgeraten des Buchprojekts sammeln.

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9 Kommentare zu “Jolanda Spiess-Hegglin könnte mich noch überzeugen – wenn sie für Transparenz einstünde, statt diese zu verhindern”

  • Carla Cactus sagt:

    Frau Spiess-Hegglin unterhält uns seit vielen Jahren vortrefflich mit dieser Betriebsfest-Sexgeschichte. Da lässt sich allerhand studieren: Schuldfragen, Eheschutz, fatal attraction durch den bösen Buben, Verleugnung, aus Lust wird Hass, Selbstgerechtigkeit unbändige Wut, Rechthaberei und vieles andere mehr.
    Ich finde es gut, wenn diese Geschichte noch ein wenig weiter geht - es ist richtig schön schräg und sehr menschlich.
    Danke, Frau Jolanda SH - bitte weitermachen. 🙏

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  • Janosh sagt:

    Kommentar überflüssig. Früher sagte man 'schade um jeden Tropf TINTE'!

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  • olive sagt:

    Da kommt eine Frau mit einem Punkt in ihrer Biographie nicht klar und dafür sollen andere büssen.

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  • minibixi2008 sagt:

    Sorry Weltwoche aber diese Frau ist keine Zeile wert.
    Schade für die Buchstaben.

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  • Marlisa Schmid sagt:

    Eine gute Nachricht, dass das Buch nun veröffentlicht werden darf. Spiess-Hegglin hat sich mit ihrem narzisstisch-penetranten Suche nach immer neuer Aufmerksamkeit selber ein Ei gelegt. Damit hat sie sozusagen den schlafenden Hund aufgeweckt. Ich würde wetten, dass das Buch ein Bestseller wird und aufsehenerregende Verkaufszahlen generieren wird. Endlich die verdiente Strafe für ihre Netz - äh Hetzcourage gegen redliche Leute, für das ihr Berset sogar noch Geld nachwirft.

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  • Peter Rossa sagt:

    Ihr lieben Journalisten, hört doch auf, immer wieder über diese dekadente Kreatur zu schreiben, die ist ja mehr als flüssig, nämlich überflüssig

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  • gian sagt:

    Die Geister, die sie rief..Die Kriegerin mit dem Glaskinn, stark im Austeilen, schwach im Kassieren, ist in Rücklage geraten. Sie winselt um Unterstützung: Werden Sie Held;in, spenden Sie..(Alex Baur, Philipp Gut, Toni im Edelweisshemd, Andreas Glarner,Valentin Vieli undund). In Erklärungsnotstand gerät ihr Hauptsponsor, das Eidgenössische Büro für Gleichstellung, angesiedelt im Departement Berset, ebenfalls verwickelt in eine Sex-Affäre (allerdings ohne KO-Tropfen). Karma is a bitch.

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