18. Juni 2021
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Roman Zeller

Junge Journalisten setzten zum Klagelied an, ihre Gefühlslage sei schlecht. Zu Unrecht!

Das hoch emotionale Video, mit dem der Verein «Junge Journalistinnen & Journalisten Schweiz» am Mittwoch auf Youtube aufwartete, kommt wie ein verzweifelter Hilferuf für das nationale Medienförderungsprojekt daher.

Zusätzlich zu den bereits 1,3 Milliarden Franken für die SRG sollen private Verlage künftig rund 400 Millionen Franken erhalten. Jahr für Jahr. So plant es der Bund.

Im Video erzählen mehrere Journalisten von ihren Erfahrungen nach dem Berufseinstieg. Unter dem Stichwort «Mental Health» – zu Deutsch: psychische Gesundheit – folgt Klagelied um Klagelied: Angst, zu versagen, zu viele Arbeitsstunden, Unsicherheit im Job – als ob es anderswo (ausser beim Staat) eine Stellengarantie gäbe oder der Journalistenberuf ein Menschenrecht wäre.

Bei so viel Trübsinn muss betont werden, in welcher vielfältigen und kreativen Branche Journalisten arbeiten. Das Privileg, gerade in jungen Jahren derart interessanten Menschen zu begegnen, wie Journalisten es tun, ist einzigartig. Die Anreize sollten genügen.

Klar, kann es hart sein. Aber das Leben ist kein Ponyhof. Und falls doch, müssten auch Ponys ab und zu gepflegt, gefüttert und gemistet werden – auch am Wochenende.

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13 Kommentare zu “Junge Journalisten setzten zum Klagelied an, ihre Gefühlslage sei schlecht. Zu Unrecht!”

  • Stefan Mueller sagt:

    Zudem,
    so nach einem Jahr Corona, wo dieser Filz neben den jährlichen 280 Steuer-Milliönchen, bloss ganze mickrige 250 Corona-Milliönchen (zusammen mit der Äss-Ärr-Äff-Anstalt) erschlich, ist doch auch klar, dass bei den Milliardärs- und Müllstream-Besitzer-Clans Coninx Ringlier Wannern und der Nix-neues-Zur-Zeit-weltoffen-Toleranten auch all die Folgekosten anfallen, bei den Privatjachten, den 2. und 3.Wonsitzchen, ev. gar beim Privatjet und vor allem da es an der Börse nur mager voran ging!!!

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  • Stefan Mueller sagt:

    Also bitte
    Verstehe die Aufregung von Zeller und den Schreibern hier nicht!
    Schliesslich funktioniert(e) das mit den staatsfinanzierten Journaille-Lakaien seit Lenin Castro Chavez Honecker, bis zu Muttis- Bünzlistan's- Kim's und Xi's Müllstream doch absolut superneutral-unabhängig!
    Und dass sich Linkschaoten im Müllstream einschleimen MÜSSEN, da die die etwas besser daherschwätzen, bereits all die Linksstaats-und Politfilz-Plätzchen besetzten..klar wäre da noch irgendwie ""Förderung"" nötig!?!

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  • holsderkuckuk sagt:

    Die Journalisten schreiben nur das was sie gerne selber lesen. Objektivität und Differenzierte Betrachtungsweise sind (eine Würdigung an den Zeitgeist) toxisch. Der Besuch im MAZ Ausbildungdzentum stärkt den Glauben an die eigene Allwissenheit und moralische Überlegenheit. Das MAZ ist die Waschmaschine in der die windelweichen Charaktere "stonewashed" werden. Das Geheul der Schwachköpfe gegen den Brexit oder Ablehnung des EU Abkommens zeigt die geistige Leere der Journaille.

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  • Joerg Sulimma sagt:

    Wenn junge oder auch ältere Journalisten so fernab von jeder Realität leben, dann schreiben sie auch so. Wenn sie aber so schreiben, will ich und wollen viele andere, da bin ich mir sicher, die Ergebnisse nicht lesen. Und wenn wir sie nicht lesen wollen, brauchen sie auch keine Förderung, von wem auch immer!

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  • Hotte aus Aachen sagt:

    Der erste Satz in der Erklärung auf der Homepage lautet:
    Wir setzen uns für einen progressiven Journalismus ein, der sich neuen Entwicklungen nicht verschliesst.
    Hier müsste "progressiven Journalismus" definiert werden ! ? !
    Aufgabe des Journalismus ist es, das Volk/Bürger wahrheitsgetreu und unabhängig zu informieren. In vielen Artikeln wird persönliche Meinung mit Fakten vermischt und alles als Tatsache dargestellt.
    Es gibt ja noch die "Alternativen Medien".
    Statt Geld gibt es Blog-Löschung

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  • hape sagt:

    Ich war so ein Quereinsteiger in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts. Meine ersten Abdrücke habe ich in der damals stockkonservativen Thurgauer Zeitung hinterlassen. Ich habe meine MAZ-Kurse selber berappt, mit Freude und Elan geschrieben, recherchiert (auch mal am Wochenende) und es war einfach der Job, der mich glücklich gemacht hat. Ich habe tolle Menschen kennengelernt und sogar einen Medienpreis bekommen. Was wollte ich mehr 🙂

    Und das alles ganz ohne Förderung.

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  • oazu sagt:

    Die Journalisten-Schulen zeigen ihre Wirkung: wohl wie kaum einem anderen Ausbildungszweig ist die Durchdringung links-grün-sozialistischer Weltanschauung in deren Lehrkörper so hoch und intensiv (in anderen Zweigen wohl nur etwa weniger penetrant, im Wesen aber gleich). Schon mit gehöriger Affinität zu diesem politischen Spektrum schon bei Antritt in diese Ausbildung ist sie bei Austritt stark gefestigt und etabliert. So ist das Opferdasein und Ruf nach Staat nur logische Konsequenz.

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  • Rolf Bolliger sagt:

    Trotzdem die Medienleute seit Jahren unsere Gesellschaft zu einer labilen und manipulierbaren Leichtgläubigkeit umerzogen haben, jammern die Journalisten auf höchstem Niveau! Nein, der Beruf Journalist ist und bleibt kein garantiertes "Menschenrecht"! Jeden Job beinhaltet negative und positive Seiten im Alltag, denen sich alle arbeitenden Menschen unterordnen müssen! Eigentlich komisch: Die Journalisten wissen und kennen doch sonst alles ganz genau, aber offenbar die "harte Arbeitswelt" nicht!

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    • Peter Eschmann sagt:

      Jammern die nicht auf einer Höhe, wo es überhaupt kein Niveau mehr gibt? Aber wenn sie für die MS-Medien tätig sind, würde man eine gewisse Nachsicht walten lassen können. Allerdings dürfte man dann auch erwarten, dass endlich ein Ruck durch diese Gränni geht. Ein solcher Ruck, den Frau SS gefordert hat, ging ja schliesslich auch durch das CH-Volk am letzten Sonntag, nur nicht dort, wo sie‘ wünschte.

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  • Janosh sagt:

    So ein Blödsinn! Eine Job-Garantie gab und gibt es nirgendwo. Junge Leute, die am Beginn ihrer beruflichen Karriere stehen, mussten sich schon immer 'abstrampeln'. Und so verwöhnt (punkto Arbeitszeit, Ferien, Sonderurlaube, Gehalt, Weiterbildungsmöglichkeit usw.) wie heutzutage, wurden die Berufseinsteiger noch nie. Also, beisst die Zähne zusammen und hört auf mit dem weinerlichen Gejammer!

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  • Stefan Christen sagt:

    Die Berichterstartung zu Covid-19 und den Corona-Massnahmen hat klar gezeigt, wohin wir kommen, wenn der Staat die Medien finanziert. Noch nie empfand ich unsere Medien als so schlecht wie heute.

    Da hat es irgendwelche Leute in den Medien, die das Gefühl haben, ihre Aufgaben sei es zu entscheiden was die Bürger lesen und sehen dürfen und was nicht. Die Medien als Oberlehrer der Nation.

    Wir wollen keine Medienförderung sondern korrekte, vollständige und neutrale Bericherstattung.

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  • Mueller sagt:

    Sorry liebe junge Journalisten, der Einstieg als junger Mensch in den Berufsalltag ist für alle sehr schwer! Das Leben zeigt sich nun mal nicht nur von seiner sanften Seite! Werdet erwachsen!

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