13. September 2021
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Wolfgang Koydl

Kampf der Kanzler-Kandidaten: Armin Laschet entdeckt seinen inneren Dobermann. Aber er kläfft nur und kommt nicht zum Biss

Wie nennt man das Gegenteil eines spannenden Tatort-Thrillers am Sonntagabend?

Einen Trieller.

So matt wie dieser Kalauer war auch die zweite Debatte der drei Kanzlerkandidaten. Tausendmal gehört, tausendmal ist nix passiert, und Zoom hat es schon gar nicht gemacht.

Gut, das ist ein bisschen ungerecht. Vor allem Armin Laschet entdeckte kurzfristig seinen inneren Dobermann. So angriffslustig hätte man den CDU-Mann schon früher gern gesehen.

Aber seine Attacken auf Olaf Scholz kamen zu spät. Der SPD-Kandidat hat die Rolle des souveränen Kanzler-Darstellers so perfektioniert, dass Laschets Angriffe nicht wie das Grollen eines Kampfhundes wirkten, sondern wie das Kläffen eines Terriers.

Die bittere Wahrheit ist: Viele Deutsche haben die Nase voll von der CDU und wollen einfach jemand anderen – auch wenn der ebenso wenig spritzig, sondern lediglich das kleinere Übel ist.

So weit ist es nach 16 Jahren Merkel gekommen. Die Deutschen begnügen sich mit einem Übel. Hauptsache, es ist nicht mehr ganz so gross.

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11 Kommentare zu “Kampf der Kanzler-Kandidaten: Armin Laschet entdeckt seinen inneren Dobermann. Aber er kläfft nur und kommt nicht zum Biss”

  • Stefan Mueller sagt:

    Wie durchgeknallt die Michel mittlerweile sind; Gestern bei meinen 40 Sek. Triell*Innen;
    Mutti-Anstalt-Vasall-Frage an Laschet; was sagen Sie zu von ""Experten"" geforderten 150'000 gutausgebildeten Hochqualifizierten/Jahr, wo die Industrie doch 400'000 fordert?!?
    Göttchen, da verlassen Ärzte Ingenieure neben Steuerabgezockten fluchtweise Merkelstan, und niemandem fällt auf, dass die das wegen den 2 Kommunisten neben Laschet tun, welche Steuerzahler durch Asylanten und Vergewaltiger ersetzen!?

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  • Josef Hofstetter sagt:

    Es hätte in Deutschland gerade bei der CDU Kandidaten gegeben, welche in der Lage gewesen wären, das Steuer herumzureissen , aber auch hier hat Merkel nochmals ganze Arbeit geleistet und dies verhindert. Schliesslich will man das DDR Modell nicht zurückfahren.

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  • Alt-Badener sagt:

    Ob RotRotGrün das kleinere Übel ist, wage ich zu bezweifeln, es ist eher der gang vom Regen in die Traufe, aber zu Recht. Was die CDU unter der Führung dieser Frau Merkel mit dem Land angerichtet hat, ist eh kaum in kurze Worte zu kleiden. Meine Hoffnung ist nun tatsächlich RotRotGrün, an dem daraus erfolgenden Wehklagen der gehirngewaschenen Mitbürger werde ich mich erfreuen, auch wenn mich die kommenden verordneten Schmerzen ebenfalls sehr treffen werden.

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  • steinlin sagt:

    Unter Merkel wurde die Vergemeinschaftung von bis dato 700 Milliarden Schulden der EU eingeführt. Olaf Scholz hingegen, ist für die Vergemeinschaftung der Arbeitslosen in der EU. Ich weiss nicht was passieren muss, bis das deutsche Volk merkt, auf was die Politiker hinaus wollen.
    Kommt diese Arbeitslosen-Vergemeinschaftung werden sich die Mittelmeerländer freuen.

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  • Peter Rossa sagt:

    Deutschland steht wieder einmal mehr vor einem ungewissen Abgrund und tut (verblendet wie immer) freudig den ersten Schritt.

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  • Stefan Mueller sagt:

    Ach wass!
    Der gemeine Michel hat erkannt, dass die Verfestigung von Muttis DDR 2.0 nur mit 3x Dunkelrot gelingen kann!
    Eine DDR 2.0 braucht es damit die Welt, resp. Europa erneut am teitschen Wesen genesen kann!
    All die Aufmukser in Rest-Europa, die nach jahrzehntelanger Mutti-Anfällen/Umerziehung, die grosse geliebte Führerin mit ihren Lakaien als Neu-Lebensraum-Schaffende ablehnen, können wohl nur noch per Stasi/IM/Denunziantentum/Schiessbefehl/Ausgrenzung/Enteignung eingegliedert werden!

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  • juege sagt:

    Wie kann man nur so blöd sein und nicht AFD wählen? https://www.pi-news.net/2021/09/hamburg-antifa-schlaegt-afd-mitglied-krankenhausreif/

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  • Freigeist sagt:

    Laschet ,Baerbock oder Scholz - alle drei Kandidaten haben nicht die geringste Spur von Leidenschsft für das Regierungsamt zeigen müssen . Medial inszeniert spulten das Trio Infernal die üblichen Phrasen ab . Was aber am deutlichsten den Niedergang der politischen Kultur zeigte , war die Tatsache , dass das Thema Migration kein Thema war . Das was alle bewegt , innenpolitisch und perspektivisch , nämlich ob die Flutung mit Scheinasylanten weitergeht , blieb Geheimsache und Wundertüte

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  • Der Michel sagt:

    "Die Deutschen begnügen sich mit einem Übel. Hauptsache, es ist nicht mehr ganz so gross." - Das trifft die Stimmung nur unzureichend: Viele hierzulande sagen inzwischen "Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende". Das (vermeintlich) kleinere Übel hat man lange genug gewählt. Jetzt gibt's Nägel mit Köpfen - auch wenn das dann RRG heißt und in die (schnelle) Katastrophe führt. Jamaika, Ampel oder andere Zweckverbünde verlängern das Siechtum nur - am Ende steht immer der "Reset".

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  • Arnold Ganz sagt:

    Es bleibt wohl dabei. Die CDU/CSU wird in der Wahl so abschneiden, wie sie es verdient hat. Nicht einmal die Hoffnung, dass man aus dem Wahldebakel der ehemals bürgerlichen Parteien etwas gelernt hat, ist gerechtfertigt. Das gilt offenbar auch für Mehrzahl der deutschen Wähler!

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