05. Mai 2021
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Marcel Odermatt

Karin Keller-Sutter, Viola Amherd, Simonetta Sommaruga: Gleich drei Bundesrätinnen weibeln für das CO2-Gesetz. Das ist befremdlich

Gestern stieg das überparteiliches Frauenkomitee «Ja fürs Klima» in den Urnengang um das CO2-Gesetz vom 13. Juni. Dabei erklärten die Befürworterinnen, Frauen seien besser für das Klima. Ihr Pro-Kopf-Anteil am CO2-Ausstoss sei niedriger. Sie benutzen öfter das Velo, die öffentlichen Verkehrsmittel oder gingen zu Fuss. Sie hätten auch einen tieferen Stromverbrauch.

Ungeachtet davon, welche Faktoren – dass Männer beispielsweise in Berufen tätig sind, die mehr Energie verbrauchen – dürfen solche Argumente in einem Abstimmungskampf selbstverständlich verbreitet werden. Was aber irritiert, ist das Engagement der Bundesrätinnen. Die drei Magistratinnen – Karin Keller-Sutter, Viola Amherd und Simonetta Sommaruga – liessen zusammen mit dem Komitee ablichten und halten Kampagnen-Banner hoch, die für ein Ja zur Vorlage werben.

Es sei kein Problem gewesen, die drei Exponentinnen vom Mitmachen zu überzeugen, betonte FDP-Frauenpräsidentin Susanne Vincenz-Stauffacher.

Das ist befremdlich und übertriebene Einflussnahme der Politikerinnen. Man stelle sich das Umgekehrte vor: 2019 stimmten die Bürger über das revidierte Jagdgesetz ab. Die vier männlichen Bundesräte – Ueli Maurer, Guy Parmelin, Ignazio Cassis und Alain Berset, wären mit der Flinte in der Hand hin gestanden und hätten für die Vorlage geweibelt. Der Aufschrei wäre sicher gewesen.

Die damalige Vorlage hätte im Übrigen durchaus etwas Werbung brauchen können. Sie wurde nämlich abgelehnt.

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13 Kommentare zu “Karin Keller-Sutter, Viola Amherd, Simonetta Sommaruga: Gleich drei Bundesrätinnen weibeln für das CO2-Gesetz. Das ist befremdlich”

  • hape sagt:

    Klimakatastrophe? Sagt doch dem ding so, wie es angesehene Meteorologen und Klimaforscher tun: Klimawandel.
    Sicher haben auch Lebewesen ihren Anteil daran. Den grössten Anteil jedoch hat die Natur und das handhabt sie seit dem Urknall so. Wir können also getrost am 13. Juni "Nein" zur Grossen-Glättli-Sommaruga-Diktatur sagen.

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  • Realistin sagt:

    Natürlich weibeln sie für die neue Geldmaschine für den Bund.
    Durch die absurde Corona Politik sind die Bundeskassen leer und müssen wieder gefüllt werden.

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  • Juerg Schneeberger sagt:

    Blödsinniges CO2 Gesetz!
    Unter maximal politisch festgelegten Kosten wird ein absolutes Minimum an Wirkung erzielt.
    Ein Vorbild für die Welt will also die Schweiz damit sein! Nur, eine dümmere Abzockervariante konnten unsere Politiker nicht ausarbeiten, denn eine solche Lösung ist für das CH-Volk schlicht zu teuer und zudem wirkungslos. Speziell aber in Ländern wie China & Indien, wo wenn schon Handlungsbedarf besteht, können die Menschen eine solche Lösung gar nicht bezahlen!
    Jürg 51

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  • Beri sagt:

    Es ist sowieso ungeheuerlich und eine Riesenfrechheit, wie sich vor allem Bundesrätinnen in letzter Zeit immer häufiger und unverfrorener in Abstimmungskämpfe einmischen. Vor allem immer dann, wenn es gegen die SVP und für dunkelrot-dunkelgrün geht. Dabei schrecken sie auch nicht vor infamen Lügen zwecks Angstmacherei zurück. Beispiele KKS: Begrenzungsinitiative, Verhüllungsverbot usw..
    B'räte sollen die Haltung des Gesamt-BR's an der jeweiligen Abstimmungssendung kundtun und damit basta.

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  • Peter Jost sagt:

    Die grössten Umweltverschmutzer sind die Frauen. Oder wer stellt die Kinder auf die Welt?

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  • jan schneidler sagt:

    Ich bin gegen das CO2 Gesetz und Umverteilung.
    Ist CO2 wirklich der "Stellknopf" des Klimawandels?
    Noch wichtiger: gibt es wegen CO2 eine Klimakatastrophe?
    Es ist zu einer politischen Frage mutiert.
    Das Klima ändert sich und hat sich immer geändert. CO2 ist aber lebenswichtig!
    Die Computer-Klimamodelle stimmen nicht und prognostiziert 2-3 Mal höhere Temperaturanstieg als beobachtet.
    Aber wenn man sie glaubt, dann sollten alle einen Beitrag zur CO2-Reduktion leisten.

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  • Florence sagt:

    Was sie mit dem Velo an CO2 einsparen , das stoßen sie mit ihrem Dauergeschwätz aus. ! NEIN! NEIN! Und nochmals NEIN!

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  • Dyx sagt:

    Huldigt der Armut! Schweizer mit Geld, Vermögen und persönlichem Besitz, das gilt offensichtlich als verwerflich. Schweizer, welche nicht am Topf der sozialen Wohlfahrt hängen, - geit´s no? Da sind sogar Mottenkugeln intelligenter als die drei Weibsbilder aus dem Bundeshaus.
    Schenkt denen reinen Wein ein, falls Ihr ihn nicht selber trinken müsst, damit Ihr die Pein verkraften könnt, welche Ihr mit dem Co2-Gesetz erleiden werdet.
    Frauen an die Macht und ab ins Verderben. Traurig, schade, übel.

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  • Peter Meier sagt:

    Das hilft mir bei der Entscheidungsfindung: wenn drei Bundesrätinnen für das Gesetz weibeln, bestärkt dies meine Haltung. Und wenn Herr und Frau Schweizer nun noch realisieren, wer das alles bezahlen soll und wohin das Geld fliesst, so habe ich was das Abstimmungsresultat betrifft, keine Bedenken. Bedenken habe ich eher, dass Herr und Frau Schweizer nicht merken - wie schon so oft - , dass sie schliesslich zur Kasse gebeten werden.

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  • Edmo sagt:

    Frauen sind keineswegs besser für das Klima als Männer. Aber sie sind staatsgläubiger. Es ist der sozalistisch begründete Etatismus, der die drei Bundesrätinnen vereinigt. Wenn sie den Leuten Milliarden stehlen können, kennt ihre Begeisterung keine Grenzen. Sie sind fest davon überzeugt, mit dem geraubten Geld viel besser umzugehen als die dummen, verantwortungslosen Bürger, die permanent zu bevormunden sind. Frauen in der Regierung entpuppen sich immer offensichtlicher als systemischer Fehler.

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  • Rolf Bolliger sagt:

    Dieser 3-fache bundesrätliche Fraueneinsatz für die CO2-Gesetz-Abstimmung zeigt deutlich auf, wie auch im Bundesrat die "Mitte-Links-Uebermacht" ihre einseitige Ideologie ausspielt! Die nadelkopfgrosse Schweiz, soll also laut diesem bundesrätlichen Volleinsatz die Weltkugel vor einer Klima-Katastrophe retten! Wer an Abstimmungen denkt, bei denen es um unsere Werte und Probleme ging, könnte erblassen: Keine Hilfe aus dem Bundesrat, nur Drohfinger Richtung der Befürworter! Klar NEIN am 13. Juni!

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    • Stefan Mueller sagt:

      Und schon bald wird im Bernsumpf, nach monatelanger Dreckschleuder-Hetze von linksversifften Müllstream/Staats-TV-Anstalt gegen Cassis, auch noch eine Melone à la Trede, Rytz, Moser-Sirene, oder das De Schepper-Tötschli-Kälin, mit dem Rauswurf von Cassis durch den Linksstaatssumpf und die Anstands-"Volksvertreter", erneut eine widerliche Viererbande installieren, wie zu der Zeit als die Calmy/Dauergrins/Schweizerin-des-Jahres/Klavierspielerin die CH an den Rand einer Bananenrepublik trieben!

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