21. April 2021
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Urs Gehriger

Keine Versöhnung nach Urteil im Fall George Floyd – Joe Biden schüttet Benzin ins Feuer und nennt die USA «systemisch rassistisch»

Nach bloss 11 Stunden Beratung fällte die Jury ihr Urteil im Fall George Floyd. Polizist Derek Chauvin wurde auf ganzer Linie des Mordes schuldig gesprochen. Die Bilder des sterbenden Floyd waren schrecklich anzusehen. Wer sie gesehen hat, ist nicht erstaunt über die Maximalstrafe.

Für das Land hätte das Urteil ein Moment der Versöhnung sein können. Er ist es nicht. Auch der meistgehasste Amerikaner hat Anrecht auf einen fairen Prozess. Er wurde ihm verweigert.

Seit Wochen herrschte eine Atmosphäre der Angst und Einschüchterung. Die Geschworenen wussten genau, was ein partieller Freispruch bedeuten hätte. Black-Lives-Matter-Aktivisten warnten, «die Hölle» werde losbrechen, falls Chauvin nicht komplett schuldig gesprochen werde. Die Demokratin Maxine Waters reiste aus Kalifornien vor das Gericht und hetzte das Volk auf.

Selbst Präsident Joe Biden mischte sich ein. Er «bete, dass das Urteil das richtige Urteil ist». Es gebe genügend Beweise. Sie seien «überwältigend».

Nach dem Verdikt schüttete er Benzin ins Feuer. Amerika leide an «systemischem Rassismus». Der sei ein «Schandfleck» für die Seele der Nation.

Der Vorwurf ist ebenso halt- wie verantwortungslos. Statt zu heilen, polarisiert der Präsident aufs Neue. Statt zu versöhnen spaltet er sein Volk noch tiefer.

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12 Kommentare zu “Keine Versöhnung nach Urteil im Fall George Floyd – Joe Biden schüttet Benzin ins Feuer und nennt die USA «systemisch rassistisch»”

  • ulrich vogt sagt:

    Köppel himself gebärdet sich als Superman in diesem Prozess. Ein Star und möglichen Richtern, der glasklar die Fehler der Anklage und die Beweise der Verteidigung beurteilt. Gleichzeitig fordert er unmissverständlich, die Schweiz solle sich gefälligst neutral verhalten und sich nicht in die Interna anderer Staaten einmischen. Er meint wohl wegen der Geschäfte der MaMaBlo mit China. Bei den USA hingegen darf man hemmungslos kritisieren. Fair play, wohl nie gehört!

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  • rayer sagt:

    Bei diesem Schauprozess ging es darum, mit dieser Schuldigsprechung einen drohenden Aufstand, der die halbe USA in Schutt und Asche gelegt hätte, zu verhindern. Das Bauernopfer Chauvin muss nun vermutlich daran glauben. Die Einflussnahme der linken Politik, allen voran Bidens, sowie der POC und deren Sympathisanten ist eines Rechtsstaates unwürdig und erinnert ans tiefe Mittelalter. Die westliche Gesellschaft wird schneller ebendort ankommen, als ihr lieb ist.

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  • CarpeDiem sagt:

    Das Urteil stand eigentlich schon zu Beginn des Prozesses fest. Ein klassischer Schauprozess wie im früheren Ostblock.
    Aufgrund der Fakten- und Beweislage hätte es eigentlich nur ein Urteil gegen dürfen, nämlich einen Freispruch. Bei einer derartigen Menge von Fentanyl im Blut muss mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass dies der Grund für den Atemstillstand war. Allein damit wäre der Rechtsgrundsatz "in dubio pro reo" gegeben.

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  • ulrich vogt sagt:

    Wer schüttet systematisch bei jeder Gelegenheit, um die andere Sicht der Dinge lauthals zu verkünden; Die Weltwoche resp. ihre Zeilenschreiber selbst.

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    • Realistin sagt:

      Und? Was haben Sie dagegen, dass man wenigstens noch hier eine andere Meinung und eine andere Sicht der Dinge besprechen kann?
      Wenn Sie unter Gleichgesinnten sein wollen, kann ich Ihnen den Tagi, die BAZ und das SRF wärmstens empfehlen. Dort müssen Sie auch keine anderen Meinungen lesen, die werden dort alle zensiert.

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  • baloiszydeco sagt:

    Ja, er konnte auch mal anders, vor BLM woke, cancel culture, diversity Diskrimination, 'defund the police', einfach gegen Verbrecher https://edition.cnn.com/videos/politics/2019/03/05/joe-biden-tough-on-crime-speech.cnn

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  • THINK sagt:

    Sicherheitsorgane weisser Hautfarbe sollten sich weigern, gesetzliche Ordnung gegen "Colours" durchzusetzen. Dies sollen bitte die Sicherheitsorgane farbiger Hautfarbe selber tun. Rassismus wird zumindest im staatlichen Ordnungsdienst bald keine Bedeutung mehr haben ... Apartheid lässt grüssen, doch Tiere, die sich nicht vertragen lässt man auch nicht zusammen auf die Weide!

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  • Edmo sagt:

    Derek Chauvin wurde eiskalt der scheinheiligen Moral geopfert. Ein astreiner politischer Schauprozess, Fakten spielten keine Rolle. Ich könnte sogar einen Funken Verständnist dafür aufbringen, wenn die Amerikaner mit diesem Urteil ihren Frieden finden würden. Doch das Urteil wird den weit verbreitetn schwarzen Rassismus unsäglich befeuern. Jetzt wissen die BLM-Rassisten, dass sie sich alles leisten können und sie werden keine Gnade kennen und niemlas Ruhe geben.

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  • T sagt:

    Wir wussten alle, was es bedeutet wenn Biden Präsident wird. Trump hat für sein Land geschaut. Trump war die Bastion gegen den Sozialismus und für den Amerikanischen Traum, mit Freiheiten für das Individuum. Nun spaltet Biden die USA, versucht den Bürgern einzureden, dass sie Rassisten sind, nimmt Ihnen die Freiheiten und leistet Vorschub den Rechtsstaat durch politische Urteile zu untergraben. Diese Schwäche des Westen kann den Chinesen, auf dem Weg die Demokratien zu zerstören, nur Recht sein.

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  • Robert sagt:

    Für mich stellt sich hier einfach die Frage: Will da noch irgendjemand Polizist werden`? Usprünglich war da einmal Respekt vor der Uniform. Heute werden Polizisten nur noch als Gewalttäter und Rassisten beschimpft. Wenn Derek Chauvin als Mörder verurteilt wird, auch wenn offensichtlich ist, dass es nicht seine Handlungen waren, die zum Tod des kriminellen (!) George Floyd geführt haben, dann kann doch niemand mehr diesen Beruf ausüben wollen!

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  • Albert sagt:

    Das ist eine Verluderung der Demokratie, welche auf dem Fusse der fortschreitenden Dekadenz erfolgt. Nicht nur in den USA, leider und gerade auch in der Schweiz. Und das ist wahrer Populismus: Biden, die Demokraten, die Geschworenen, die Richter und die Medien könnten sich nicht populistischer verhalten. Der Rechtsstaat gilt nur noch, wenn er zufällig mit der resolut und militant sich äussernden Volksmeinung übereinstimmt. Ungeheuerlich; wir sind nicht über die 30-er-Jahre hinausgekommen!

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